Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­pflicht von Ver­mie­tern

Ver­mie­ter und Ver­päch­ter, die im Erhe­bungs­ge­biet gele­ge­ne Räum­lich­kei­ten an im Sin­ne von § 9 Abs. 2 Satz 1 NKAG durch den Frem­den­ver­kehr unmit­tel­bar bevor­teil­te Per­so­nen bzw. Unter­neh­men über­las­sen, sind selbst mit­tel­bar bevor­teilt und des­we­gen nach nie­der­säch­si­schem Lan­des­recht bei­trags­pflich­tig.

Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­pflicht von Ver­mie­tern

Auf eine Auf­fang­vor­schrift, mit der die Bei­trags­pflicht auf sons­ti­ge selbst­stän­dig täti­ge Per­so­nen und Unter­neh­men erstreckt wird, darf nur für die­je­ni­gen vom Frem­den­ver­kehr Bevor­teil­ten zurück­ge­grif­fen wer­den, deren Hin­zu­tre­ten zum Kreis der Bei­trags­pflich­ti­gen nicht vor­her­seh­bar war. Die Anwen­dung eines sol­chen Auf­fang­tat­be­stands setzt wei­ter vor­aus, dass der vor­ge­se­he­ne Bei­trags­maß­stab den Vor­teil des Bei­trags­pflich­ti­gen sach­ge­recht abbil­det.

Wer­den nicht alle Bei­trags­pflich­ti­gen von einer Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­sat­zung erfasst, liegt dar­in grund­sätz­lich ein weit­rei­chen­der Feh­ler bei der Maß­stabs­bil­dung, der die Gesamt­un­wirk­sam­keit der Sat­zung nach sich zieht.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 22. Novem­ber 2010 – 9 LC 393/​08