Füh­rer­schein Klas­se B für Hilfs­diens­te

Ange­hö­ri­ge von Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren, Ret­tungs­diens­ten und des Bun­deska­ta­stro­phen­schut­zes kön­nen in Zukunft mit dem Füh­rer­schein der Klas­se B auch Fahr­zeu­ge mit einem Gesamt­ge­wicht von 7,5 Ton­nen fah­ren. Einem ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Ände­rung des Stra­ßen­ver­kehrs­ge­set­zes hat jetzt der Deut­sche Bun­des­tag in geän­der­ter Fas­sung zuge­stimmt.

Füh­rer­schein Klas­se B für Hilfs­diens­te

Bei Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren, Ret­tungs­diens­ten, den tech­ni­schen Hilfs­diens­ten und dem Kata­stro­phen­schutz ste­hen, so die Geset­zes­be­grün­dung der Bun­des­re­gie­rung, immer weni­ger Fah­rer für Ein­satz­fahr­zeu­ge zur Ver­fü­gung, da seit 1999 mit einer Fahr­erlaub­nis der Klas­se B nur noch Kraft­fahr­zeu­ge bis zu einem zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht von bis zu 3,5 Ton­nen gefah­ren wer­den dür­fen. Für Kraft­fahr­zeu­ge mit einer zuläs­si­gen Gesamt­mas­se von bis zu 7,5 Ton­nen ist seit­dem eine Fahr­erlaub­nis der Klas­se C1 erfor­der­lich. Ledig­lich Füh­rer­schein­in­ha­ber, die vor dem 1. Janu­ar 1999 ihren Füh­rer­schein gemacht hät­ten, könn­ten auf­grund des für sie gel­ten­den Bestand­schut­zes auch die­se Fahr­zeu­ge mit dem bis­he­ri­gen Füh­rer­schein der alten Klas­se 3 fah­ren. Um die Ein­satz­fä­hig­keit der Hilfs­diens­te zu erhal­ten, müs­se der Kreis der Fah­rer von Ein­satz­fahr­zeu­gen erwei­tert wer­den. Das könn­te zwar auch dadurch erfol­gen, dass den ent­spre­chen­den Hilfs­kräf­ten der Füh­rer­schein der erfor­der­li­chen Klas­se C1 bezahlt wird, aber die Geld­aus­ga­be will man sich mal wie­der erspa­ren.

Der Bun­des­tag hat den Geset­zes­ent­wurf jedoch soweit abge­än­dert, dass nun­mehr unter ande­rem auch genau­er gere­gelt wird, unter wel­chen Bedin­gun­gen die zustän­di­gen obers­ten Lan­des­be­hör­den den Mit­glie­dern der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren, den nach Lan­des­recht aner­kann­ten Ret­tungs­diens­ten und den Tech­ni­schen Hilfs­diens­ten Fahr­be­rech­ti­gun­gen für Fahr­zeu­ge mit einem zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht von 7,5 Ton­nen und von 4,75 Ton­nen ertei­len kön­nen und dass die­se nur für die Auf­ga­ben­er­fül­lung der Hilfs­diens­te genutzt wer­den dür­fen.