Füh­rer­schein­ent­zug wegen nicht nach­ge­wie­se­ner Alko­hol­ab­sti­nenz

Wer in der Ver­gan­gen­heit alko­hol­ab­hän­gig gewe­sen ist und nicht nach­ge­wie­sen hat, dass er nach einer erfolg­rei­chen Ent­wöh­nungs­be­hand­lung ein Jahr Alko­hol­ab­sti­nenz ein­ge­hal­ten hat, ist unge­eig­net zum Füh­ren von Kraft­fahr­zeu­gen. Die zustän­di­ge Fahr­erlaub­nis­be­hör­de ist in einem sol­chen Fall berech­tigt, die Fahr­erlaub­nis mit sofor­ti­ger Wir­kung zu ent­zie­hen.

Füh­rer­schein­ent­zug wegen nicht nach­ge­wie­se­ner Alko­hol­ab­sti­nenz

Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier einen auf die Gewäh­rung von Eil­rechts­schutz gerich­te­ten Antrag eines Fahr­erlaub­nis­in­ha­bers gegen eine für sofort voll­zieh­bar erklär­te Fahr­erlaub­nis­ent­zie­hung des Land­krei­ses Bern­kas­tel-Witt­lich abge­lehnt.

Aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit sei es erfor­der­lich, so die Trie­rer Ver­wal­tungs­rich­ter, das Füh­ren von Kraft­fahr­zeu­gen in die­sen Fäl­len mit sofor­ti­ger Wir­kung zu unter­bin­den, weil ohne den Nach­weis einer erfolg­rei­chen Ent­wöh­nungs­be­hand­lung und einer ein­jäh­ri­gen Alko­hol­ab­sti­nenz nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den kön­ne, dass die Alko­hol­ab­hän­gig­keit über­wun­den sei. Des­halb müs­se der betref­fen­de Fahr­erlaub­nis­in­ha­ber im über­wie­gen­den Inter­es­se der All­ge­mein­heit am Schutz von Leib und Leben vom Stra­ßen­ver­kehr fern­ge­hal­ten wer­den. Dies gel­te selbst dann, wenn es vor der Ent­zie­hung der Fahr­erlaub­nis zu kei­nen Auf­fäl­lig­kei­ten im Stra­ßen­ver­kehr gekom­men sei.

Ver­wal­tungs­ge­richt Trier , Beschluss vom 12. Mai 2011 – 1 L 557/​11.TR