Gebäu­de­ein­mes­sung für das Lie­gen­schafts­ka­tas­ter

Die für eine Aktua­li­sie­rung des Lie­gen­schafts­ka­tas­ters nach § 7 Abs. 1 NVermG erfor­der­li­che Ver­mes­sungs­rei­fe besteht regel­mä­ßig bereits dann, wenn der Bau so weit abge­schlos­sen ist, dass der Gebäu­de­grund­riss fest­steht. Das gilt auch, wenn noch ein beson­ders brei­ter Dach­vor­sprung geplant ist (hier: 1,2 m für einen Car­port).

Gebäu­de­ein­mes­sung für das Lie­gen­schafts­ka­tas­ter

Es ist nicht ermes­sens­feh­ler­haft, wenn die Ver­mes­sungs­be­hör­de nach zwei­ma­li­ger Frist­ver­län­ge­rung und ins­ge­samt über sie­ben­mo­na­ti­ger Frist seit Ein­tritt der Ver­mes­sungs­rei­fe die Aktua­li­sie­rung des Lie­gen­schafts­ka­tas­ters selbst ver­an­lasst und den Grund­stück­ei­gen­tü­mer zu den hier­für ent­stan­de­nen Kos­ten her­an­zieht.

Nie­der­säch­si­ches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 10 Febru­ar 2010 – 1 LA 32/​09