Gemein­sa­me Geschäfts­ord­nung der Bun­des­mi­nis­te­ri­en

Die Bun­des­re­gie­rung hat heu­te die Ände­rung der Gemein­sa­men Geschäfts­ord­nung der Bun­des­mi­nis­te­ri­en (GGO) beschlos­sen. Die Gemein­sa­me Geschäfts­ord­nung regelt ins­be­son­de­re die Grund­sät­ze für die Orga­ni­sa­ti­on und die Zusam­men­ar­beit der Bun­des­mi­nis­te­ri­en unter­ein­an­der sowie mit den Ver­fas­sungs­or­ga­nen und ande­ren Stel­len. Zuletzt wur­de die GGO im Jah­re 2006 anläss­lich der Errich­tung des Natio­na­len Nor­men­kon­troll­rats mit dem Ziel geän­dert, den Natio­na­len Nor­men­kon­troll­rat in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­zu­be­zie­hen.

Gemein­sa­me Geschäfts­ord­nung der Bun­des­mi­nis­te­ri­en

Die jetzt beschlos­se­nen Ände­run­gen zie­len vor allem auf Ände­run­gen im Rah­men der Ein­lei­tung von Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ab. So muss in der Begrün­dung neu­er Gesetz­ge­bungs­vor­ha­ben künf­tig dar­ge­stellt wer­den, ob die Wir­kun­gen des Vor­ha­bens einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung ent­spre­chen, ins­be­son­de­re wel­che lang­fris­ti­gen Wir­kun­gen das Vor­ha­ben hat. Für die Geset­zes­be­grün­dung erge­ben sich außer­dem neue Anfor­de­run­gen aus der Föde­ra­lis­mus­re­form I, soweit im Rah­men der kon­kur­rie­ren­den Gesetz­ge­bung eine bun­des­ge­setz­li­che Rege­lung erfor­der­lich ist bzw. soweit der Gesetz­ent­wurf Rege­lun­gen des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens der Län­der ohne Abwei­chungs­mög­lich­keit ent­hält.

Fer­ner wird in der neu­en GGO her­vor­ge­ho­ben, dass die Fach­auf­sicht über die nach­ge­ord­ne­ten Behör­den mit dem obers­ten Ziel eines recht­mä­ßi­gen und zweck­mä­ßi­gen Ver­wal­tungs­han­delns zu den wesent­li­chen Füh­rungs- und Kon­troll­auf­ga­ben der Bun­des­mi­nis­te­ri­en gehört.

Die geän­der­te GGO regelt außer­dem als Kon­se­quenz aus dem zwi­schen­zeit­lich erlas­se­nen Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz die Her­aus­ga­be von Schrift­gut der Bun­des­ver­wal­tung neu. Schließ­lich sol­len redak­tio­nel­le Anpas­sun­gen, etwa wegen Ände­run­gen von Behör­den­zu­stän­dig­kei­ten oder ‑bezeich­nun­gen, künf­tig mit weni­ger Ver­wal­tungs­auf­wand erfol­gen kön­nen.