Golf­fuß­ball ist kein Golf

Bei Golf­fuß­ball han­delt es sich gegen­über dem klas­si­schen Golf um eine anders­ar­ti­ge und selb­stän­di­ge Sport­art, so dass mit der bis­he­ri­gen Zweck­be­stim­mung des für einen Golf- und Coun­tryclub gel­ten­den Bebau­ungs­plans Golf­fuß­ball nicht zu ver­ein­ba­ren ist.

Golf­fuß­ball ist kein Golf

So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren ent­schie­den und den Eil­an­trag der Betrei­be­rin des Golf- und Coun­try­parks Wit­ten­beck bei Küh­lungs­born gegen die sofor­ti­ge Unter­sa­gung einer Golf­fuß­ball­an­la­ge ("Gofu-Park") abge­lehnt. Golf­fuß­ball ist eine Ball­sport­art, die Ele­men­te von Fuß­ball und Golf kom­bi­niert. Ziel ist es, wie beim Golf einen Ball mit mög­lichst wenig Schlä­gen in ein Loch zu spie­len. Als Ball dient ein Fuß­ball, als Schlä­ger der eige­ne Fuß. Gespielt wird nach Golf­re­geln. Die Bau­auf­sichts­be­hör­de des Land­krei­ses Ros­tock hat­te nach Beschwer­den von Anwoh­nern den Betrieb des Gofu-Parks ab dem 31. Juli 2014 unter­sagt. Die Antrag­stel­le­rin hat­te sich gegen die sofor­ti­ge Unter­sa­gung gewandt, in wel­che sie das frü­he­re Übungs­ge­län­de des von ihr betrie­be­nen Golf­plat­zes umge­wan­delt hat.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Schwe­rin han­de­le es sich bei Gol­fuß­ball gegen­über dem klas­si­schen Golf um eine anders­ar­ti­ge und selb­stän­di­ge Sport­art. Mit der bis­he­ri­gen Zweck­be­stim­mung des für den Golf- und Coun­tryclub gel­ten­den Bebau­ungs­plans sei Golf­fuß­ball daher nicht zu ver­ein­ba­ren. Die Umnut­zung eines Teils des Golf­platz­ge­län­des durch die Antrag­stel­le­rin sei vor­aus­sicht­lich rechts­wid­rig.

Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin, Beschluss vom 18. August 2014 – 2 B 612/​14