Grund­satz­re­vi­si­on – und die Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Grund­sätz­li­che Bedeu­tung im Sin­ne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO kommt einer Rechts­sa­che nur zu, wenn sie eine für die erstreb­te Revi­si­ons­ent­schei­dung erheb­li­che Fra­ge des revi­si­blen Rechts auf­wirft, die im Inter­es­se der Ein­heit und Fort­bil­dung des Rechts revi­si­ons­ge­richt­li­cher Klä­rung bedarf.

Grund­satz­re­vi­si­on – und die Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Das Dar­le­gungs­er­for­der­nis des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO setzt inso­weit die For­mu­lie­rung einer bestimm­ten, höchst­rich­ter­lich noch unge­klär­ten und für die Revi­si­ons­ent­schei­dung erheb­li­chen Rechts­fra­ge des revi­si­blen Rechts und außer­dem die Anga­be vor­aus, wor­in die all­ge­mei­ne, über den Ein­zel­fall hin­aus­ge­hen­de Bedeu­tung besteht.

Die Beschwer­de muss erläu­tern, dass und inwie­fern die Revi­si­ons­ent­schei­dung zur Klä­rung einer bis­her revi­si­ons­ge­richt­lich nicht beant­wor­te­ten fall­über­grei­fen­den Rechts­fra­ge des revi­si­blen Rechts füh­ren kann 1.

Die Begrün­dungs­pflicht ver­langt zudem, dass sich die Beschwer­de mit den Erwä­gun­gen des ange­foch­te­nen Urteils, auf die sich die auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge von angeb­lich grund­sätz­li­cher Bedeu­tung bezieht, sub­stan­ti­iert aus­ein­an­der­setzt. Sie muss im Ein­zel­nen auf­zei­gen, aus wel­chen Grün­den der Rechts­auf­fas­sung, die die­ser Fra­ge zugrun­de liegt, zu fol­gen ist 2.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 12. Juli 2018 – 1 B 32.18

  1. vgl. BVerwG, Beschluss vom 19.08.1997 – 7 B 261.97 – Buch­holz 310 § 133 VwGO Nr. 26 S. 14[]
  2. vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 10.08.2015 – 5 B 48.15 3; vom 17.11.2015 – 5 B 17.15ZOV 2016, 160 Rn. 21; und vom 26.09.2016 – 5 B 1.16 D 26, jeweils m.w.N.[]