Hang­rut­schun­gen

Die Eigen­tü­me­rin eines Grund­stücks, auf dem es zu mas­si­ven Hang­rut­schun­gen gekom­men ist, muss die Grund­stücks­si­tua­ti­on regel­mä­ßig durch eine fach­kun­di­ge Stel­le kon­trol­lie­ren, das auf dem Grund­stück aus­tre­ten­de Was­ser schad­los ablei­ten sowie die Boden- und Boden­was­ser­ver­hält­nis­se erkun­den las­sen. Die­se Auf­la­gen der zustän­di­gen Ver­band­ge­mein­de­ver­wal­tung fan­den jetzt die Bil­li­gung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Rhein­land-Pfalz in Koblenz.

Hang­rut­schun­gen

Am 5. Febru­ar 2011 kam es im obe­ren Bereich des Grund­stücks der Antrag­stel­le­rin in Val­len­dar zu Rut­schun­gen, bei denen mehr als 100 m³ durch­weich­tes Erd­reich und Schlamm abstürz­ten. Dar­auf­hin gab die zustän­di­ge Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung der Antrag­stel­le­rin unter Anord­nung der sofor­ti­gen Voll­zie­hung auf, die Hang­si­tua­ti­on regel­mä­ßig durch eine fach­kun­di­ge Stel­le kon­trol­lie­ren, das auf dem Grund­stück anfal­len­de Was­ser schad­los ablei­ten sowie die Boden- und Boden­was­ser­ver­hält­nis­se zur Prü­fung der Boden­sta­bi­li­tät erkun­den zu las­sen.

Den Antrag, die auf­schie­ben­de Wir­kung des hier­ge­gen erho­be­nen Wider­spruchs wie­der­her­zu­stel­len, lehn­te bereits das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz ab. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz bestä­tig­te nun die­se Ent­schei­dung.

Die Antrag­stel­le­rin sei als Eigen­tü­me­rin für den Zustand ihres Grund­stücks ver­ant­wort­lich, so das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt. Denn trotz inten­si­ver Unter­su­chun­gen habe nicht fest­ge­stellt wer­den kön­nen, dass die Beschaf­fen­heit der Abwas­ser­ka­nä­le der Ver­bands­ge­mein­de die Insta­bi­li­tät des Hang­grund­stücks ver­ur­sacht habe. Des­halb sei­en der Antrag­stel­le­rin von der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung zu Recht die Maß­nah­men zur Gefah­ren­ab­wehr auf­ge­ge­ben wor­den.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Beschluss vom 15. Juli 2011 – 7 B 10594/​11.OVG