Hor­ten unter Denk­mal­schutz

An die Mit­te der 90er Jah­re vom Kauf­haus-Kon­zern über­nom­me­nen Hor­ten-Waren­häu­ser und ihren ehe­ma­li­gen Eigen­tü­mer hel­mut Hor­ten erin­nert die Juris­ten heu­te noch die "lex Hor­ten". Die Nicht-Juris­ten den­ken wohl eher an die zahl­rei­chen Hor­ten-Waren­häu­sern mit der für Hor­ten typi­schen Kachel­fas­sa­de. Mit die­sen Hor­tenka­cheln muss­ten sich jetzt auch die Ver­wal­tungs­rich­ter in Düs­sel­dorf befas­sen:

Hor­ten unter Denk­mal­schutz

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf hat die Kla­ge des Eigen­tü­mers gegen die denk­mal­schutz­recht­li­che Unter­schutz­stel­lung der Fas­sa­de des Kauf­hof-Gebäu­des in Duis­burg-Zen­trum abge­wie­sen. Das Gebäu­de ist im Jah­re 1958 errich­tet wor­den, damals als Kauf­haus Mer­kur, das zur gleich­lau­ten­den Kauf­haus­ket­te gehör­te, die im Eigen­tum von Hel­mut Hor­ten stand. Das Gebäu­de ist anschlie­ßend in die Hor­ten-Kauf­haus­ket­te über­ge­gan­gen und mit die­ser spä­ter vom Kauf­hof über­nom­men wor­den.

Hortenkacheln (Eiermann)

Bei die­sem Kauf­haus im Duis­bur­ger Stadt­zen­trum han­delt es sich um das ers­te Gebäu­de mit der für die Hor­ten-Kauf­häu­ser typi­schen vor­ge­häng­ten Waben­fas­sa­de. In zahl­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Wer­ken zur Kauf­haus­ge­schich­te wird das Kauf­haus in Duis­burg gewür­digt. Des­halb hat die Stadt zur Begrün­dung ihrer Unter­schutz­stel­lung in ers­ter Linie archi­tek­tur­ge­schicht­li­che Grün­de ange­führt und die Bedeu­tung des Kauf­hau­ses als Ele­ment in der 150-jäh­ri­gen Kauf­haus-Geschich­te in Deutsch­land und für die Fir­ma Hor­ten sowie die Stadt Duis­burg her­vor­ge­ho­ben, was jetzt auch die Bil­li­gung des Düs­sel­dor­fer Ver­wal­tungs­ge­richts fand.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 18. Mai 2009 – 25 K 7261/​08

[Das ver­wen­de­te Foto Eiermann.Hortenkacheln von Wolf­gang Mein­hart, Ham­burg, stammt aus der frei­en Medi­en­da­ten­bank Wiki­me­dia Com­mons; es steht unter der GNU-Lizenz für freie Doku­men­ta­ti­on.]