Karls­ru­he, die Ham­bur­ger SARS-CoV-2-Ein­däm­mungs­ver­ord­nun­gen – und der von Coro­na Gene­se­ne

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat einen Eil­an­trag, die SARS-CoV-2-Ein­däm­mungs­ver­ord­nun­gen der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg und ande­rer Bun­des­län­der „für Gene­se­ne für nich­tig zu erklä­ren und außer Voll­zug zu set­zen“, abge­lehnt.

Karls­ru­he, die Ham­bur­ger SARS-CoV-2-Ein­däm­mungs­ver­ord­nun­gen – und der von Coro­na Gene­se­ne

Der Antrag wur­de dem Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät ver­fas­sungs­ge­richt­li­cher Ver­fah­ren nicht gerecht (vgl. § 90 Abs. 2 BVerfGG).

Danach sind Betrof­fe­ne auch bei einem Vor­ge­hen gegen abs­trakt-gene­rell wir­ken­de Beschrän­kungs­maß­nah­men zunächst gehal­ten, zumut­ba­re Mög­lich­kei­ten fach­ge­richt­li­chen Rechts­schut­zes zu nut­zen [1].

Im hier ent­schie­de­nen Fall trug der Antrag­stel­ler jedoch nicht vor, dass er sei­ne fach­ge­richt­li­chen Mög­lich­kei­ten ein­schließ­lich des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes vor den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten aus­ge­schöpft hät­te.

Da er sich unmit­tel­bar nicht gegen ein förm­li­ches Gesetz, son­dern gegen unter­ge­setz­li­che Rechts­ak­te rich­tet, kommt es auch nicht dar­auf an, ob und inwie­weit von einer fach­ge­richt­li­chen Befas­sung ver­bes­ser­te Ent­schei­dungs­grund­la­gen zu erhof­fen sind [2]

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 2. Juli 2020 – 1 BvQ 73/​20

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 31.03.2020 – 1 BvR 712/​20, Rn. 11 ff.[]
  2. vgl. dazu BVerfG, Beschluss vom 31.03.2020 – 1 BvR 712/​20, Rn. 16[]