Kein Grund­schul­be­such ohne OP-Maske

Eine Grund­schü­le­rin darf am Unter­richt nur mit OP-Mas­ke teil­neh­men, wenn sie nicht durch ein qua­li­fi­zier­tes ärzt­li­ches Attest nach­wei­sen kann, dass sie aus medi­zi­ni­schen Grün­den kei­ne Mas­ke tra­gen kann.

Kein Grund­schul­be­such ohne OP-Maske

So hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf den Eil­an­trag einer acht­jäh­ri­gen Schü­le­rin abge­lehnt, die fest­ge­stellt wis­sen woll­te, dass sie wie­der unein­ge­schränkt am Prä­senz­un­ter­richt teil­neh­men könne:

Aus der Coro­na­be­treu­ungs­ver­ord­nung erge­be sich die grund­sätz­li­che Ver­pflich­tung, inner­halb von Schul­ge­bäu­den eine medi­zi­ni­sche Mas­ke (sog. OP-Mas­ke) zu tra­gen. Die Antrag­stel­le­rin habe nicht glaub­haft gemacht, dass sie aus­nahms­wei­se ohne Mas­ke am Prä­senz­un­ter­richt teil­neh­men dür­fe. Ein ärzt­li­ches Zeug­nis, mit dem eine Aus­nah­me von der Mas­ken­pflicht aus medi­zi­ni­schen Grün­den nach­ge­wie­sen wer­den kön­ne, müs­se gewis­sen Min­dest­an­for­de­run­gen genü­gen. Aus dem Attest müs­se sich nach­voll­zieh­bar erge­ben, wel­che kon­kre­ten gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen auf Grund der Mas­ken­pflicht als­bald zu erwar­ten sei­en und wor­aus die­se im Ein­zel­nen resul­tier­ten. Dar­über hin­aus müs­se erkenn­bar wer­den, auf wel­cher Grund­la­ge der attes­tie­ren­de Arzt zu sei­ner Ein­schät­zung gelangt sei. Dem genü­ge das vor­ge­leg­te ärzt­li­che Zeug­nis von August des letz­ten Jah­res nicht. Es sei bereits nicht mehr aktu­ell. Dass die Antrag­stel­le­rin kei­ne Mund-Nase-Bede­ckung tra­gen kön­ne, erge­be sich dar­aus nicht. Zudem ent­hal­te es weder eine nähe­re Begrün­dung noch ver­hal­te es sich zu den zu erwar­ten­den kon­kre­ten gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen durch das Tra­gen einer Mas­ke. Die Antrag­stel­le­rin habe daher die Mas­ken­pflicht inner­halb des Schul­ge­bäu­des und ande­ren der schu­li­schen Nut­zung die­nen­den Innen­räu­men nach der Coro­na­be­treu­ungs­ver­ord­nung zu beachten.

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Vor dem Hin­ter­grund der aktu­ell gera­de in Nord­rhein-West­fa­len deut­lich ange­stie­ge­nen Infek­ti­ons­zah­len sei davon aus­zu­ge­hen, dass die in Schul­ge­bäu­den gel­ten­de Mas­ken­pflicht wei­ter­hin nicht offen­sicht­lich gegen den Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit verstoße.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Beschluss vom 24. August 2021 – 29 L 1693/​21

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