Kein Uber-Fahr­dienst in Ber­lin

Der Fahr­dienst Uber bleibt im Land Ber­lin ver­bo­ten. Nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg hat das Ver­bot der Smart­pho­ne-Apps Uber­POP und UberBlack oder ver­gleich­ba­rer Apps zur gewerb­li­chen Ver­mitt­lung von Per­so­nen­för­de­run­gen im Land Ber­lin wei­ter­hin Bestand.

Kein Uber-Fahr­dienst in Ber­lin

uch nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts durf­te das für den Voll­zug des Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­set­zes zustän­di­ge Lan­des­amt für Bür­ger- und Ord­nungs­an­ge­le­gen­hei­ten den Ein­satz der vor­ge­nann­ten Apps im Land Ber­lin mit sofor­ti­ger Wir­kung ver­bie­ten, weil das Unter­neh­men Uber über sei­ne in Ams­ter­dam ansäs­si­ge Toch­ter­fir­ma eine gewerb­li­che Per­so­nen­be­för­de­rung im Gele­gen­heits­ver­kehr mit Kraft­fahr­zeu­gen betrei­be und damit gegen zahl­rei­che Bestim­mun­gen des Per­so­nen­be­för­de­rungs­rechts ver­sto­ße, ohne im Besitz der erfor­der­li­chen Geneh­mi­gung zu sein.

Uber sei, so das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, als Unter­neh­mer im Sin­ne des Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­set­zes anzu­se­hen, denn das Unter­neh­men beschrän­ke sich nicht auf die blo­ße Ver­mitt­lung von Fahr­diens­ten, son­dern betrei­be die­se selbst, ins­be­son­de­re, weil es im Außen­ver­hält­nis als Ver­trags­part­ner auf­tre­te.

Der Ein­satz von Uber­POP und UberBlack unter­schei­de sich sowohl von der Tätig­keit der Taxi­zen­tra­len und den (ech­ten) „Taxi-Apps“, mit denen jeweils lizen­sier­te Taxen her­bei­ge­ru­fen wer­den kön­nen, als auch von der Tätig­keit der Mit­fahr­zen­tra­len.

Das Ver­bot, des­sen sofor­ti­ge Voll­zie­hung im öffent­li­chen Inter­es­se gebo­ten sei, ver­stößt des­wei­te­ren zumin­dest nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg nicht gegen das Recht der Euro­päi­schen Uni­on.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ‑Bran­den­burg, Beschluss vom 10. April 2015 – OVG 1 S 96.2014