Mas­ken­bild­ner und Archäo­lo­ge

Die Wei­ter­bil­dung zur Mas­ken­bild­ne­rin berech­tigt eine Fri­sör­meis­te­rin nicht zur Auf­nah­me eines Pro­be­stu­di­ums in den Fächern Kunst­ge­schich­te und Archäo­lo­gie. so hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz den Antrag einer Frau ohne Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung abge­lehnt, die Johan­nes Guten­berg-Uni­ver­si­tät Mainz im Wege einer einst­wei­li­gen Anord­nung zu ver­pflich­ten, sie auf­grund ihrer beruf­li­chen Vor­bil­dung vor­läu­fig zum Pro­be­stu­di­um im Fach Kunst­ge­schich­te und Archäo­lo­gie zuzu­las­sen.

Mas­ken­bild­ner und Archäo­lo­ge

Nach dem Haupt­schul­ab­schluss, einer Aus­bil­dung zur Fri­sö­rin und anschlie­ßen­der Meis­ter­prü­fung im Fri­sör­hand­werk erlern­te die Antrag­stel­le­rin den Beruf der Mas­ken­bild­ne­rin, in dem sie anschlie­ßend arbei­te­te. Unter Beru­fung auf ihre Mas­ken­bild­ner­aus­bil­dung bean­trag­te sie bei der Antrags­geg­ne­rin, sie zum Pro­be­stu­di­um zuzu­las­sen mit dem Ziel, im Rah­men einer anschlie­ßen­den Eig­nungs­fest­stel­lung die fach­be­zo­ge­ne Stu­di­en­be­rech­ti­gung zu erhal­ten. Nach der Ableh­nung die­ses Antrags wand­te sie sich an das Ver­wal­tungs­ge­richt.

Die Main­zer Ver­wal­tungs­rich­ter haben einen Zulas­sungs­an­spruch der Antrag­stel­le­rin ver­neint. Deren Zulas­sung schei­te­re zum einen dar­an, dass ihr Gesamt­no­ten­durch­schnitt aus der Berufs­aus­bil­dungs­ab­schluss­prü­fung und dem Abschluss­zeug­nis der Berufs­schu­le bezüg­lich ihrer Mas­ken­bild­ner­aus­bil­dung nicht bei min­des­tens 2,5 lie­ge. Der gefor­der­te Gesamt­no­ten­durch­schnitt ent­fal­le zwar bei Per­so­nen, die eine beruf­li­che Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung durch eine Meis­ter­prü­fung oder eine ver­gleich­ba­re Prü­fung abge­schlos­sen haben. Im Mas­ken­bild­ner­be­ruf habe die Antrag­stel­le­rin aber eine sol­che Prü­fung nicht abge­legt. Auf ihre Meis­ter­prü­fung im Fri­sör­hand­werk kön­ne sie sich nicht beru­fen, da die­se schon nach der zeit­li­chen Abfol­ge kei­ne Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung als Mas­ken­bild­ne­rin dar­stel­le. Im Übri­gen feh­le auch der erfor­der­li­che inhalt­li­che Zusam­men­hang zwi­schen der beruf­li­chen Aus­bil­dung der Antrag­stel­le­rin und dem ange­streb­ten Stu­di­um. Die­se gel­te nicht nur für ihre Aus­bil­dung zur Fri­sö­rin, son­dern auch für ihre Mas­ken­bild­ner­aus­bil­dung.

Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz, Beschluss vom 3. März 2009 – 6 L 102/​09.MZ