Mas­ken­pflicht an schles­wig-hol­stei­ni­schen Schulen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung gegen die Mas­ken­pflicht an den schles­wig-hol­stei­ni­schen Schu­len abgelehnt.

Mas­ken­pflicht an schles­wig-hol­stei­ni­schen Schulen

Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Streit­fall einen Zustand durch einst­wei­li­ge Anord­nung vor­läu­fig regeln, wenn dies zur Abwehr schwe­rer Nach­tei­le, zur Ver­hin­de­rung dro­hen­der Gewalt oder aus einem ande­ren wich­ti­gen Grund zum gemei­nen Wohl drin­gend gebo­ten ist. Ein zuläs­si­ger Antrag nach § 32 Abs. 1 BVerfGG erfor­dert eine sub­stan­ti­ier­te Dar­le­gung der Vor­aus­set­zun­gen für den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung1.

Danach kann eine einst­wei­li­ge Anord­nung hier nicht erge­hen. Die Antrag­stel­le­rin hat nicht hin­rei­chend nach­voll­zieh­bar dar­ge­legt, dass ihr durch die Befol­gung der zeit­lich befris­te­ten erwei­ter­ten Mund-Nasen-Bede­ckungs­pflicht gemäß § 5 Absatz 1 und Absatz 3 Lan­des­ver­ord­nung über beson­de­re Maß­nah­men zur Ver­hin­de­rung der Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 an Schu­len (Schu­len-Coro­na­ver­ord­nung – Schu­len­co­ro­na­VO) vom 20.02.2021 ein schwe­rer Nach­teil im Sin­ne des § 32 Abs. 1 BVerfGG ent­stün­de, wenn die einst­wei­li­ge Anord­nung nicht erginge.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 31. März 2021 – 1 BvQ 22/​21

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 22.11.2018 – 1 BvQ 81/​18, Rn. 2 m.w.N.; Beschluss vom 18.03.2019 – 1 BvQ 90/​18, Rn. 6; Beschluss vom 20.08.2020 – 1 BvQ 60/​20, Rn. 6[]

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