Maß­nah­men im Vor­feld der Unter­brin­gung nach dem PsychKG

Maß­nah­men im Vor­feld der Unter­brin­gung nach dem PsychKG kön­nen grund­sätz­lich auf das all­ge­mei­ne Poli­zei­recht gestützt wer­den.

Maß­nah­men im Vor­feld der Unter­brin­gung nach dem PsychKG

Inso­weit dürf­ten die im (hier:) All­ge­mei­nen Ver­wal­tungs­ge­setz für das Land Schles­wig-Hol­stein (Lan­des­ver­wal­tungs­ge­setz – LVwG) ent­hal­te­nen Befug­nis­nor­men die Inge­wahrs­am­nah­me von Per­so­nen auch in pri­va­ten Kran­ken­häu­sern, deren kurz­fris­ti­ge Fixie­rung 1 sowie die sofor­ti­ge Voll­zie­hung die­ser Maß­nah­men im Wege des unmit­tel­ba­ren Zwangs erlau­ben, wenn der Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit gewahrt ist.

Der Grund­satz der Ein­heit der Rechts­ord­nung schließt Straf­sank­tio­nen für geset­zes­kon­for­mes Ver­hal­ten auch in die­sen Fäl­len aus 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 25. Okto­ber 2019 – 2 BvR 498/​15

  1. vgl. dazu BVerfGE 149, 293, 319 f. Rn. 68[]
  2. vgl. BVerfGE 120, 224, 239 f.; vgl. auch Schle­ho­fer, in: Mün­che­ner Kom­men­tar zum StGB, 3. Aufl.2017, vor § 32 StGB Rn. 3, 18; Stern­berg-Lie­ben, in: Schönke/​Schröder, StGB, 30. Aufl.2019, Vor­bem. zu § 32 Rn. 4[]