Meck­len­burg-Vor­pom­mern und die Beherbergungsgäste

§ 5 Abs. 12 Coro­na-Locke­rungs­VO MV, wonach Beher­ber­gungs­gäs­te, die aus sog. Risi­ko­ge­bie­ten nach Meck­len­burg-Vor­pom­mern ein­rei­sen, anders als die in § 5 Abs. 3 bis 11 Coro­na-Locke­rungs­VO MV genann­ten, eben­falls aus einem sog. Risi­ko­ge­biet ein­rei­sen­den Per­so­nen, einen sog. Nega­tiv-Attest vor­wei­sen müs­sen, ist nicht mit höher­ran­gi­gem Recht vereinbar.

Meck­len­burg-Vor­pom­mern und die Beherbergungsgäste

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Meck­len­burg-Vor­pom­mern in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren dem Antrag statt­ge­ge­ben, Vor­schrif­ten der Coro­na-Locke­rungs­ver­ord­nung MV die Ein­rei­se und den Auf­ent­halt von Beher­ber­gungs­gäs­ten nach und in Meck­len­burg-Vor­pom­mern betref­fend teil­wei­se außer Voll­zug zu set­zen. Mit ihrem Eil­an­trag haben die Antrag­stel­le­rin­nen, zwei Hotel­be­trie­be in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, gel­tend gemacht, dass sie durch die ange­grif­fe­nen Vor­schrif­ten in ihrer Exis­tenz bedroht sei­en und die­se nicht ver­fas­sungs­ge­mäß seien.

In sei­ner Ent­schei­dungs­be­grün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Meck­len­burg-Vor­pom­mern deut­lich aus­ge­führt, dass § 5 Abs. 12 Coro­na-Locke­rungs­VO MV inso­weit nicht mit höher­ran­gi­gem Recht ver­ein­bar ist, als Beher­ber­gungs­gäs­te, die aus sog. Risi­ko­ge­bie­ten nach Meck­len­burg-Vor­pom­mern ein­rei­sen, anders als die in § 5 Abs. 3 bis 11 Coro­na-Locke­rungs­VO MV genann­ten, eben­falls aus einem sog. Risi­ko­ge­biet ein­rei­sen­den Per­so­nen, einen sog. Nega­tiv-Attest vor­wei­sen müs­sen. Ein sach­li­cher Grund, Beher­ber­gungs­gäs­te aus sog. Risi­ko­ge­bie­ten anders zu behan­deln als z.B. Schü­ler, Stu­den­ten, Berufs­pend­ler und ande­re in der Ver­ord­nung genann­ten Per­so­nen, die eben­falls aus sog. Risi­ko­ge­bie­ten ein­rei­sen und sich in Meck­len­burg-Vor­pom­mern auf­hal­ten dür­fen, sei nach Mei­nung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts nicht über­zeu­gend dar­ge­legt. Aus die­sen Grün­den ist dem Antrag statt­ge­ge­ben worden.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Beschluss vom 20. Okto­ber 2020 – 2 KM 702/​20 OVG

Mecklenburg-Vorpommern und die Beherbergungsgäste