Mit­wir­kungs­ver­bot für befan­ge­ne Rich­ter

Nach § 138 Nr. 2 VwGO ist ein Urteil stets als auf der Ver­let­zung von Bun­des­recht beru­hend anzu­se­hen, wenn bei der Ent­schei­dung ein Rich­ter mit­ge­wirkt hat, der von der Aus­übung des Rich­ter­amts kraft Geset­zes aus­ge­schlos­sen oder wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit mit Erfolg abge­lehnt war.

Mit­wir­kungs­ver­bot für befan­ge­ne Rich­ter

Der Beschluss, mit dem einem Befan­gen­heits­an­trag statt­ge­ge­ben wur­de, hat ein Hand­lungs­ver­bot des abge­lehn­ten Rich­ters zur Fol­ge, d.h. die­ser hat sich jeder Amts­hand­lung zu ent­hal­ten.

Der abge­lehn­te Rich­ter ist von der Aus­übung sei­nes Amtes aus­ge­schlos­sen; er muss sich vom Ver­fah­ren fern­hal­ten 1.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 19. März 2015 – 1 B 122015 -

  1. Voll­kom­mer, in: Zöl­ler, ZPO, 30. Aufl.2014, § 46 Rn. 10; § 41 Rn. 15[]