Nach­fest­set­zung von Kos­ten

Kos­ten­fest­set­zungs­be­schlüs­se erwach­sen mit Ein­tritt der Unan­fecht­bar­keit in for­mel­le und mate­ri­el­le Rechts­kraft. Ein Antrag auf (Nach-)Festsetzung von Kos­ten ist ohne erneu­te sach­li­che Prü­fung zurück­zu­wei­sen, wenn er Kos­ten betrifft, über die in einem vor­aus­ge­hen­den Kos­ten­fest­set­zungs­be­schluss bereits rechts­kräf­tig ent­schie­den wor­den ist 1.

Nach­fest­set­zung von Kos­ten

Auch ein im Erin­ne­rungs- und Beschwer­de­ver­fah­ren gestell­ter Nach­fest­set­zungs­an­trag führt nicht zur Durch­bre­chung der mate­ri­el­len Rechts­kraft. Sind Kos­ten­po­si­tio­nen in einem Kos­ten­fest­set­zungs­an­trag gleich aus wel­chem Grund nicht gel­tend gemacht wor­den, kann zwar die Mög­lich­keit bestehen, die­se in einem nach­fol­gen­den zuläs­si­gen Erin­ne­rungs- oder Beschwer­de­ver­fah­ren "nach­zu­schie­ben" 2. Dies setzt aber gera­de vor­aus, dass über die nach­ge­scho­be­nen Kos­ten­po­si­tio­nen noch nicht rechts­kräf­tig ent­schie­den wor­den ist.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 22. April 2010 – 8 OA 69/​10

  1. vgl. OLG Mün­chen, Beschluss vom 07.03.2006 – 11 W 974/​06, NJW-RR 2006, 1006; Schoch­/­Schmidt-Aßman­n/Pietz­ner, a.a.O. jeweils m.w.N.[]
  2. vgl. KG, Beschluss vom 13.11.1990 – 1 W 6522/​89, NJW-RR 1991, 768; Zöl­ler, ZPO, 24. Aufl., § 104 Rn. 21 Stich­wort "Nach­li­qui­da­ti­on"[]