Nicht­an­nah­me­ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – und die Gegen­vor­stel­lung

Nicht­an­nah­me­ent­schei­dun­gen der Kam­mern sind unan­fecht­bar (§ 93d Abs. 1 Satz 2 BVerfGG) und kön­nen auf Gegen­vor­stel­lun­gen hin grund­sätz­lich auch durch die Kam­mer selbst nicht mehr abge­än­dert wer­den.

Nicht­an­nah­me­ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – und die Gegen­vor­stel­lung

Nach Erschöp­fung des Rechts­wegs und der Durch­füh­rung des Annah­me­ver­fah­rens besteht ein erheb­li­ches Inter­es­se an einer end­gül­ti­gen Been­di­gung des Rechts­streits, das der Ein­räu­mung wei­te­rer gesetz­lich nicht gere­gel­ter Rechts­be­hel­fe grund­sätz­lich ent­ge­gen­steht 1.

Ob aus­nahms­wei­se eine Abän­de­rungs­kom­pe­tenz der Kam­mer besteht, wenn unter Außer­acht­las­sung von ent­schei­dungs­er­heb­li­chem, dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­lie­gen­dem Pro­zess­stoff und damit unter Ver­let­zung von Art. 103 Abs. 1 GG ent­schie­den wur­de 1, kann offen blei­ben, da ein sol­cher Ver­stoß im vor­lie­gen­den Fall nicht gege­ben ist 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 13. Juli 2016 – 2 BvR 1304/​14

  1. vgl. Graß­hof, in: Maun­z/­Schmidt-Bleib­treu/Klein/­Be­th­ge, BVerfGG, Juni 2001, § 93b Rn.19[][]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 13.02.2008 – 2 BvR 256/​08[]