Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Fra­ge der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung

Grund­sätz­li­che Bedeu­tung im Sin­ne von § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO kommt einer Rechts­sa­che zu, wenn sie eine für die erstreb­te Revi­si­ons­ent­schei­dung ent­schei­dungs­er­heb­li­che Rechts­fra­ge des revi­si­blen Rechts auf­wirft, die im Inter­es­se der Ein­heit und der Fort­bil­dung des Rechts revi­si­ons­ge­richt­li­cher Klä­rung bedarf.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Fra­ge der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung

Das Dar­le­gungs­er­for­der­nis des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO setzt inso­weit die For­mu­lie­rung einer bestimm­ten, höchst­rich­ter­lich noch unge­klär­ten und für die Revi­si­ons­ent­schei­dung erheb­li­chen Rechts­fra­ge des revi­si­blen Rechts und außer­dem die Anga­be vor­aus, wor­in die all­ge­mei­ne, über den Ein­zel­fall hin­aus­ge­hen­de Bedeu­tung besteht.

Die Beschwer­de muss daher erläu­tern, dass und inwie­fern die Revi­si­ons­ent­schei­dung zur Klä­rung einer bis­her revi­si­ons­ge­richt­lich nicht beant­wor­te­ten fall­über­grei­fen­den Rechts­fra­ge des revi­si­blen Rechts füh­ren kann 1.

Die Begrün­dungs­pflicht ver­langt, dass sich die Beschwer­de mit den Erwä­gun­gen des ange­foch­te­nen Urteils, auf die sich die auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge von angeb­lich grund­sätz­li­cher Bedeu­tung bezieht, sub­stan­ti­iert aus­ein­an­der­setzt 2. Die Dar­le­gung muss sich auch auf die Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit des jeweils gel­tend gemach­ten Zulas­sungs­grunds erstre­cken.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 5. Novem­ber 2018 – 1 B 77.18

  1. stRspr, vgl. BVerwG, Beschluss vom 19.08.1997 – 7 B 261.97, Buch­holz 310 § 133, n.F. VwGO Nr. 26 S. 14[]
  2. vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 08.06.2006 – 6 B 22.06, NVwZ 2006, 1073; und vom 11.11.2011 – 5 B 45.11 3[]