Nie­der­las­sungs­er­laub­nis zum Fami­li­en­nach­zug

Die Ertei­lung einer Nie­der­las­sungs­er­laub­nis zum Fami­li­en­nach­zug setzt vor­aus, dass neben den in § 28 Abs. 2 Satz 1 Auf­en­thG genann­ten Vor­aus­set­zun­gen auch die all­ge­mei­nen Ertei­lungs­vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 1 Auf­en­thG in der Regel vor­lie­gen. Bei der Beur­tei­lung, ob der Lebens­un­ter­halt aus eige­ner Erwerbs­tä­tig­keit dau­er­haft sicher­ge­stellt ist, ist nicht iso­liert auf den sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Bedarf des den Fami­li­en­nach­zug erstre­ben­den Aus­län­ders, son­dern auf den Gesamt­be­darf der Fami­lie abzu­stel­len.

Nie­der­las­sungs­er­laub­nis zum Fami­li­en­nach­zug

Der ver­fas­sungs­recht­li­che Schutz von Ehe und Fami­lie nach Art. 6 GG gebie­tet in der Regel nicht die Gewäh­rung eines ver­fes­tig­ten Auf­ent­halts­rech­tes in Form einer Nie­der­las­sungs­er­laub­nis.

Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück, Beschluss vom 11.09.2009 – 5 A 124/​09