Pfän­dung von Neben­for­de­run­gen

Wird im Rah­men eines Ver­wal­tungs­voll­stre­ckungs­ver­fah­rens die Voll­stre­ckung wegen der Haupt­for­de­rung nicht ein­ge­lei­tet und sol­len Neben­leis­tun­gen allein bei­ge­trie­ben wer­den, so bedarf es für die­se Neben­leis­tun­gen zwin­gend eines geson­der­ten Leis­tungs­be­schei­des.

Pfän­dung von Neben­for­de­run­gen

Der inter­ne Voll­stre­ckungs­auf­trag gegen­über dem Voll­stre­ckungs­be­am­ten allein kann nicht im Sin­ne des § 3 Abs. 2 NVwVG als eine Ein­lei­tung der Voll­stre­ckung wegen der Haupt­leis­tung ange­se­hen wer­den, da der Voll­stre­ckungs­auf­trag ledig­lich ein inter­ner Vor­gang ist.

Mah­nun­gen hin­sicht­lich der Haupt­for­de­run­gen kön­nen nicht als eine Ein­lei­tung der Voll­stre­ckung im Sin­ne des § 3 Abs. 2 NVwVG ange­se­hen wer­den, weil eine Mah­nung gemäß §§ 3, 4 NVwVG Vor­aus­set­zung für die Zwangs­voll­stre­ckung ist, selbst jedoch noch kei­ne Voll­stre­ckungs­hand­lung dar­stellt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg, Urteil vom 14. April 2010 – 3 A 91/​08