PKH für die Ver­fas­sungs­be­schwer­de

In einem Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­ren kann erwar­tet wer­den, dass die für die Beur­tei­lung der Erfolgs­aus­sich­ten einer beab­sich­tig­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de wesent­li­chen Anga­ben gemacht wer­den [1].

PKH für die Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Die für die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe erfor­der­li­chen Vor­aus­set­zun­gen [2] sind nicht ersicht­lich, wenn der (hier: aka­de­misch gebil­de­te) Antrag­stel­ler schon nicht in einer den Anfor­de­run­gen des § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG ent­spre­chen­den Wei­se dar­legt, dass er dar­an gehin­dert ist, sei­ne Rech­te selbst und ohne anwalt­li­che Hil­fe ange­mes­sen wahr­zu­neh­men, und im Übri­gen nicht dar­legt, dass die beab­sich­tig­te Rechts­ver­fol­gung hin­rei­chen­de Aus­sicht auf Erfolg ent­spre­chend § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO bie­tet, so dass eine mög­li­che Ver­let­zung von Grund­rech­ten oder grund­rechts­glei­chen Rech­ten nicht ersicht­lich ist.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 24. August 2017 – 2 BvR 1879/​17

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 08.03.2017 -1 BvR 1868/​16 2[]
  2. vgl. BVerfGE 1, 109, 110 ff.; 1, 415, 416; 27, 57; 79, 252, 253; 92, 122, 123; BVerfG, Beschluss vom 02.12 2016 – 1 BvR 2014/​16[]