Rats­wahl in Dort­mund

Die Wahl zum Stadt­rat in Dort­mund muss nicht wie­der­holt wer­den, da nicht davon aus­zu­ge­hen ist, dass der Wahl­aus­gang durch eine ord­nungs- und pflicht­wid­ri­ge Amts­hand­lung der dama­li­gen Stadt­spit­ze beein­flusst wur­de.

Rats­wahl in Dort­mund

Dies ent­schied jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen, nach­dem der ehe­ma­li­ge Ober­bür­ger­meis­ter und die ehe­ma­li­ge Stadt­käm­me­rin als Zeu­gen zu den Umstän­den gehört wur­den, die einen Tag nach der Kom­mu­nal­wahl 2009 zur Ver­hän­gung einer ab dem 1. Sep­tem­ber 2009 wirk­sa­men Haus­halts­sper­re geführt haben.

Die Klä­ger, die durch die Kom­mu­nal­wahl vom 30. August 2009 als Direkt­kan­di­da­ten in den Rat der Stadt Dort­mund gewählt wur­den, klag­ten gegen die Ent­schei­dung des Rates, die Kom­mu­nal­wahl 2009 zu wie­der­ho­len. Die­ser Rats­be­schluss grün­de­te sich auf einen Ein­spruch der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg gegen das amt­lich fest­ge­stell­te Wahl­er­geb­nis sowie ein vom Rat der Stadt ein­ge­hol­tes Rechts­gut­ach­ten, die bei­de fest­stell­ten, es lägen Unre­gel­mä­ßig­kei­ten gemäß § 40 Abs. 1 b) KWahlG NRW vor, wel­che den Aus­gang der Wahl beein­flusst hät­ten. Die Dort­mun­der Ver­wal­tungs­spit­ze habe in der Ver­heim­li­chung der Fehl­be­trags­über­schrei­tung im Haus­halt von über 130 Mio € im frü­hen Vor­feld und auch noch unmit­tel­bar vor der Wahl den Tat­be­stand der Unre­gel­mä­ßig­keit erfüllt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen, Urteil vom 2. März 2011 – 15 K 95/​10