Revi­si­ons­zu­las­sung – wegen der Nicht­be­ach­tung von Bun­des­recht

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ver­mag die Rüge der Nicht­be­ach­tung von Bun­des­recht bei der Aus­le­gung und Anwen­dung von Lan­des­recht die Zulas­sung der Revi­si­on nur dann zu begrün­den, wenn die Aus­le­gung und Anwen­dung der – gegen­über dem Lan­des­recht als kor­ri­gie­ren­der Maß­stab ange­führ­ten – bun­des­recht­li­chen Norm ihrer­seits unge­klär­te Fra­gen von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung auf­wirft.

Revi­si­ons­zu­las­sung – wegen der Nicht­be­ach­tung von Bun­des­recht

Die angeb­li­chen bun­des­recht­li­chen Maß­ga­ben, deren Trag­wei­te und Klä­rungs­be­dürf­tig­keit im Hin­blick auf die ein­schlä­gi­gen lan­des­recht­li­chen Rege­lun­gen sowie die Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit ihrer Klä­rung in dem anhän­gi­gen Ver­fah­ren sind in der Beschwer­de­be­grün­dung dar­zu­le­gen 1.

Das leis­te­te die Beschwer­de­be­grün­dung im hier ent­schie­de­nen Fall nicht: Sie zeig­te auch nicht auf, dass die Aus­le­gung der ein­schlä­gi­gen Grund­sät­ze des Bun­des­rechts durch die höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung nicht oder nicht hin­rei­chend aus­dif­fe­ren­ziert und ent­wi­ckelt ist, um einen Maß­stab für das Lan­des­recht abzu­ge­ben 2. Viel­mehr beschränk­ten sich die Klä­ger dar­auf, die Rechts­an­wen­dung des Beru­fungs­ge­richts im vor­lie­gen­den Ein­zel­fall zu kri­ti­sie­ren.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 7. Novem­ber 2018 – 10 B 11.18

  1. stRspr, vgl. etwa BVerwG, Beschlüs­se vom 17.03.2008 – 6 B 7.08, Buch­holz 451.20 § 12 GewO Nr. 1 Rn. 9; vom 08.05.2008 – 6 B 64.07, Buch­holz 421 Kul­tur- und Schul­we­sen Nr. 132 Rn. 5; und vom 30.05.2017 – 10 BN 4.16 8[]
  2. vgl. dazu u.a. BVerwG; vom 19.08.2013 – 9 BN 1.13, Buch­holz 401.68 Ver­gnü­gungs­steu­er Nr. 56 Rn. 4; und vom 29.06.2015 – 10 B 66.14 15[]