Revi­si­ons­zu­las­sung wegen Diver­genz

Eine die Revi­si­on gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO eröff­nen­de Diver­genz ist nur dann im Sin­ne des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO bezeich­net, wenn die Beschwer­de einen inhalt­lich bestimm­ten, die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung tra­gen­den abs­trak­ten Rechts­satz benennt, mit dem die Vor­in­stanz einem in der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts, des Gemein­sa­men Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts der obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des oder des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts auf­ge­stell­ten eben­sol­chen die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts, des Gemein­sa­men Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts der obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des oder des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts tra­gen­den Rechts­satz in Anwen­dung der­sel­ben Rechts­vor­schrift wider­spro­chen hat 1.

Revi­si­ons­zu­las­sung wegen Diver­genz

Mit einem Vor­trag, die ange­grif­fe­ne Ent­schei­dung wider­spre­che einer vor­an­ge­hen­den Ent­schei­dung des Beru­fungs­ge­richts, kann die Klä­ge­rin kei­ne Zulas­sung der Revi­si­on errei­chen, weil dar­in allen­falls eine Recht­spre­chungs­än­de­rung des­sel­ben Gerichts und kei­ne Diver­genz von der Recht­spre­chung eines in § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO auf­ge­führ­ten Gerichts zu sehen wäre.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 14. Juni 2019 – 8 B 43.18

  1. stRspr, vgl. BVerwG, Beschluss vom 21.06.1995 – 8 B 61.95 ‑Buch­holz 310 § 133, n.F. VwGO Nr. 18[]