Revisionszulassung wegen nachträglicher Divergenz

Eine die Revisionszulassung rechtfertigende nachträgliche Divergenz liegt vor, wenn die Beschwerdebegründung die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) wegen einer Frage des revisiblen Rechts darlegt, die nachträglich durch eines der in § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO aufgezählten Gerichte vom angefochtenen Urteil abweichend geklärt wird1.

Revisionszulassung wegen nachträglicher Divergenz

Diese Voraussetzungen sind etwa gegeben, wenn die von der Vorinstanz entscheidungstragend verneinte Frage in einem späteren Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bejaht wird.

BVer­wG – Be­schluss vom 19. Dezember 2017 – 8 B 7.17

  1. vgl. etwa BVerwG, Beschlüsse vom 29.10.2015 – 3 B 70.15, BVerwGE 153, 169, LS 3 und Rn. 9; und vom 11.04.2016 – 2 B 92.15, Buchholz 240 § 46 BBesG Nr. 9 Rn. 13 []