Revisionszulassungsgrund: grundsätzliche Bedeutung

Der Zulassungsgrund des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO setzt die Formulierung einer bestimmten, höchstrichterlich noch ungeklärten und für die Revisionsentscheidung erheblichen Rechtsfrage des revisiblen Rechts und außerdem die Angabe voraus, worin die über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung bestehen soll.

Revisionszulassungsgrund: grundsätzliche Bedeutung

Nicht jede Frage, zu der sich das Bundesverwaltungsgericht noch nicht geäußert hat, führt indessen auf eine erst im Revisionsverfahren zu klärende Thematik. Nach der Zielsetzung des Revisionszulassungsverfahrens ist vielmehr Voraussetzung, dass der im Rechtsstreit vorhandene Problemgehalt aus Gründen der Einheit des Rechts einschließlich gebotener Rechtsfortentwicklung eine Klärung gerade durch eine höchstrichterliche Entscheidung verlangt.

Das ist nach der ständigen Rechtsprechung aller Bundesverwaltungsgerichte des Bundesverwaltungsgerichts dann nicht der Fall, wenn sich die aufgeworfene Rechtsfrage auf der Grundlage der vorhandenen Rechtsprechung und mit Hilfe der üblichen Regeln sachgerechter Gesetzesinterpretation ohne Weiteres beantworten lässt1.

Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 12. Januar 2017 – 4 B 44.16

  1. z.B. BVerwG, Beschluss vom 12.07.2012 – 4 B 13.12, Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 214[]

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