Rot für die Gas­tro-Kon­troll­am­pel

Die Wei­ter­ga­be von Kon­troll­ergeb­nis­sen aus der Lebens­mit­tel­über­wa­chung von Gast­stät­ten an die Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf rechts­wid­rig.

Rot für die Gas­tro-Kon­troll­am­pel

Vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf hat­ten vier Duis­bur­ger Gas­tro­no­mie­be­trie­be gegen die Stadt Duis­burg geklagt, die die im Rah­men einer Risi­ko­be­ur­tei­lung ermit­tel­ten Punk­te­be­wer­tun­gen der Gast­stät­ten an die Ver­brau­cher­zen­tra­le wei­ter­ge­ben woll­te. Die Ver­brau­cher­zen­tra­le, die zu den Ver­fah­ren bei­gela­den war, möch­te die­se Infor­ma­tio­nen im Rah­men des Pilot­pro­jekts "Gas­tro-Kon­troll­ba­ro­me­ter" im Inter­net ver­öf­fent­li­chen. Dabei wer­den die Punk­te­be­wer­tun­gen drei Ergeb­nis­stu­fen und nach Art einer Ampel den Far­ben grün, gelb und rot zuge­ord­net.

Die Wei­ter­ga­be der Punkt­wer­te fin­det jedoch nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts im Ver­brau­cher­infor­ma­ti­ons­ge­setz kei­ne Rechts­grund­la­ge. Die­ses erlaubt nur die Wei­ter­ga­be kon­kre­ter Ver­stö­ße gegen lebens­mit­tel­recht­li­che Bestim­mun­gen oder all­ge­mei­ner Erkennt­nis­se aus der Lebens­mit­tel­über­wa­chung, die bei­spiels­wei­se in Sta­tis­ti­ken ent­hal­ten sind.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 13. März 2015 – 26 K 4876/​13, 26 K 5494/​13, 26 K 5722/​13 und 26 K 8686/​13