Rück­for­de­rung von Las­ten­aus­gleichs­leis­tun­gen von den Erben

Das Las­ten­aus­gleichs­recht ver­wen­det im Zusam­men­hang mit der Rück­for­de­rung von Las­ten­aus­gleich den Erben­be­griff des bür­ger­li­chen Rechts (§ 1922 BGB). Rechts­ge­schäft­li­che Erb­teils­er­wer­ber (§§ 2371 ff. BGB) erlan­gen kei­ne Mit­er­ben­stel­lung, son­dern sind als Rechts­nach­fol­ger der Erben zu behan­deln.

Rück­for­de­rung von Las­ten­aus­gleichs­leis­tun­gen von den Erben

Mit­er­ben kön­nen jeden­falls dann als Gesamt­schuld­ner im Sin­ne des bür­ger­li­chen Rechts auf Rück­zah­lung des dem Erb­las­ser gewähr­ten Las­ten­aus­gleichs in Anspruch genom­men wer­den, wenn sie die Scha­dens­aus­gleichs­leis­tung gemein­schaft­lich erlangt haben. Bei der Aus­wahl des her­an­zu­zie­hen­den Gesamt­schuld­ners ist das Ermes­sen der Behör­de nicht an eine Rang­fol­ge gebun­den.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 4. Okto­ber 2010 – 3 B 17.10