Rück­wir­ken­de Fest­set­zung von Kanal­an­schluss­bei­trä­gen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat zwei Ent­schei­dun­gen des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg über die Fest­set­zung von Bei­trä­gen für den Anschluss von Grund­stü­cken an die Schmutz­was­ser­ka­na­li­sa­ti­on auf­ge­ho­ben und die Sachen zur erneu­ten Ent­schei­dung zurück­ver­wie­sen. Dem zugrun­de lag eine rück­wir­ken­de Ände­rung des bran­den­bur­gi­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes:

Rück­wir­ken­de Fest­set­zung von Kanal­an­schluss­bei­trä­gen

Die Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen wen­den sich gegen ihre Her­an­zie­hung zu Kanal­an­schluss­bei­trä­gen auf Grund­la­ge von § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Nach der ursprüng­li­chen Fas­sung (a. F.) die­ser Vor­schrift ent­stand die Bei­trags­pflicht, „sobald das Grund­stück an die Ein­rich­tung oder Anla­ge ange­schlos­sen wer­den kann, frü­hes­tens jedoch mit dem Inkraft­tre­ten der Sat­zung”. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt leg­te dies mit Urteil vom Urteil vom 08.06.2000 so aus, dass es „nicht auf die for­mel­le und mate­ri­el­le Gül­tig­keit die­ser Sat­zung, son­dern aus­schließ­lich auf den for­ma­len Akt des Sat­zungs­er­las­ses” ankom­me. Mit Wir­kung zum 1.02.2004 änder­te der Lan­des­ge­setz­ge­ber die Vor­schrift dahin­ge­hend (n. F.), dass die Bei­trags­pflicht „frü­hes­tens … mit dem Inkraft­tre­ten einer rechts­wirk­sa­men Sat­zung” ent­steht. In der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs heißt es, die Recht­spre­chung habe die alte Fas­sung ent­ge­gen der Inten­ti­on des Gesetz­ge­bers aus­ge­legt. Dies habe zu gro­ßen Bei­trags­aus­fäl­len geführt, da Ansprü­che nicht mehr inner­halb der Fest­set­zungs­ver­jäh­rungs­frist hät­ten gel­tend gemacht wer­den kön­nen. Um künf­ti­ge Bei­trags­aus­fäl­le zu ver­mei­den, wer­de eine Klar­stel­lung vor­ge­nom­men.

Nach der vor dem 1.02.2004 gül­ti­gen Fas­sung von § 8 Abs. 7 Satz 2 des Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes (KAG) für das Land Bran­den­burg hät­te von den Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen in den bei­den hier vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fäl­len kein Bei­trag mehr erho­ben wer­den kön­nen. Die Anwen­dung der seit dem 1.02.2004 gül­ti­gen Neu­fas­sung ent­fal­tet bei ihnen daher eine ver­fas­sungs­recht­lich unzu­läs­si­ge Rück­wir­kung.

Die Ände­rung im Bran­den­bur­gi­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz[↑]

§ 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg regelt das Ent­ste­hen der sach­li­chen Bei­trags­pflicht für lei­tungs­ge­bun­de­ne Ein­rich­tun­gen oder Anla­gen, die der Ver­sor­gung oder der Abwas­ser­be­sei­ti­gung die­nen. Die Vor­schrift lau­te­te in ihrer ursprüng­li­chen Fas­sung vom 27.06.19911 wie folgt:

§ 8 Bei­trä­ge

(…) (7) (…) Wird ein Anschluss­bei­trag nach Absatz 4 erho­ben, so ent­steht die Bei­trags­pflicht, sobald das Grund­stück an die Ein­rich­tung oder Anla­ge ange­schlos­sen wer­den kann, frü­hes­tens jedoch mit dem Inkraft­tre­ten der Sat­zung; die Sat­zung kann einen spä­te­ren Zeit­punkt bestim­men. (…)

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Bran­den­burg leg­te die­se Vor­schrift im Anschluss an das Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Nord­rhein-West­fa­len vom 18.05.19992 mit Urteil vom 08.06.20003 so aus, dass mit der Sat­zung „aus­schließ­lich die ers­te nach Inkraft­tre­ten des KAG erlas­se­ne jewei­li­ge Anschluss­bei­trags­sat­zung (gemeint sei), wobei es nicht auf die for­mel­le und mate­ri­el­le Gül­tig­keit die­ser Sat­zung, son­dern aus­schließ­lich auf den for­ma­len Akt des Sat­zungs­er­las­ses” ankom­me. Maß­geb­li­cher Zeit­punkt für das Ent­ste­hen der Bei­trags­pflicht für ein Grund­stück, das an die Ein­rich­tung oder Anla­ge ange­schlos­sen wer­den kön­ne, sei der Zeit­punkt des erst­ma­li­gen Erlas­ses einer Sat­zung mit for­mel­lem Gel­tungs­an­spruch. Nur eine zu die­sem Zeit­punkt – gege­be­nen­falls auf­grund rück­wir­ken­den Inkraft­tre­tens – gül­ti­ge Sat­zung kön­ne Rechts­grund­la­ge der Bei­trags­er­he­bung sein.

Mit Wir­kung zum 1.02.2004 änder­te der bran­den­bur­gi­sche Gesetz­ge­ber das Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz durch das Zwei­te Gesetz zur Ent­las­tung der Kom­mu­nen von pflich­ti­gen Auf­ga­ben vom 17.12 20034 dahin­ge­hend, dass die sach­li­che Bei­trags­pflicht für eine lei­tungs­ge­bun­de­ne Ein­rich­tung oder Anla­ge, die der Ver­sor­gung oder der Abwas­ser­be­sei­ti­gung dient, frü­hes­tens mit dem Inkraft­tre­ten einer „rechts­wirk­sa­men” Sat­zung ent­steht. § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg erhielt damit fol­gen­de Fas­sung (im Fol­gen­den § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F.):

§ 8 Bei­trä­ge

(…) (7) (…) Wird ein Anschluss­bei­trag nach Absatz 4 erho­ben, so ent­steht die Bei­trags­pflicht, sobald das Grund­stück an die Ein­rich­tung oder Anla­ge ange­schlos­sen wer­den kann, frü­hes­tens jedoch mit dem Inkraft­tre­ten der rechts­wirk­sa­men Sat­zung; die Sat­zung kann einen spä­te­ren Zeit­punkt bestim­men. (…)

In der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs der Lan­des­re­gie­rung5 wur­de hier­zu aus­ge­führt, die Vor­schrift sei in ihrer alten Fas­sung ent­ge­gen der Inten­ti­on des Gesetz­ge­bers durch die Recht­spre­chung im Land dahin­ge­hend aus­ge­legt wor­den, dass es auf eine rechts­wirk­sa­me Sat­zung nicht ankom­me, son­dern für die Ent­ste­hung der Bei­trags­pflicht eine Sat­zung auch dann genü­ge, wenn sie nach ihrem Inkraft­tre­ten der Nich­tig­keit anheim­fal­le. Dies habe in der Ver­gan­gen­heit zu gro­ßen Bei­trags­aus­fäl­len bei den Auf­ga­ben­trä­gern geführt, da Ansprü­che nicht mehr inner­halb der Fest­set­zungs­ver­jäh­rungs­frist hät­ten gel­tend gemacht wer­den kön­nen. Um künf­ti­ge Bei­trags­aus­fäl­le bei den Gemein­den und ande­ren Auf­ga­ben­trä­gern zu ver­mei­den, wer­de mit der Geset­zes­än­de­rung eine Klar­stel­lung vor­ge­nom­men, indem die Vor­aus­set­zung einer rechts­wirk­sa­men Sat­zung aus­drück­lich fest­ge­schrie­ben wer­de.

Durch Arti­kel 1 des Drit­ten Geset­zes zur Ände­rung des Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes für das Land Bran­den­burg vom 02.10.20086 wur­de ergän­zend zu den bestehen­den Vor­schrif­ten über die Fest­set­zungs­ver­jäh­rung von Bei­trä­gen § 12 Abs. 3a KAG Bbg in das bran­den­bur­gi­sche Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ein­ge­fügt. Die­se Vor­schrift lau­tet:

§ 12 Anwen­dung der Abga­ben­ord­nung

(…) (3a) Bei der Erhe­bung eines Bei­tra­ges für den Anschluss an eine lei­tungs­ge­bun­de­ne Ein­rich­tung oder Anla­ge im Bereich der Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­be­sei­ti­gung nach § 8 Abs. 7 oder die Mög­lich­keit eines sol­chen Anschlus­ses endet die Fest­set­zungs­frist frü­hes­tens mit Ablauf des 31.12 2011. Satz 1 gilt nur, soweit die Fest­set­zungs­ver­jäh­rung zum Zeit­punkt des Inkraft­tre­tens des Drit­ten Geset­zes zur Ände­rung des Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes für das Land Bran­den­burg vom 02.10.20087 noch nicht ein­ge­tre­ten ist. (…)

Mit der Ein­fü­gung des § 12 Abs. 3a KAG Bbg woll­te der Gesetz­ge­ber sich selbst und den Gemein­den und Zweck­ver­bän­den Zeit für die Lösung des „Alt­an­schlie­ßer­pro­blems” ver­schaf­fen.

In Reak­ti­on auf den Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 05.03.20138 füg­te der bran­den­bur­gi­sche Gesetz­ge­ber schließ­lich durch Arti­kel 1 des Sechs­ten Geset­zes zur Ände­rung des Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes für das Land Bran­den­burg vom 05.12 20139 einen neu­en § 19 in das Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ein:

§ 19 Zeit­li­che Ober­gren­ze für den Vor­teils­aus­gleich

  1. Abga­ben zum Vor­teils­aus­gleich dür­fen mit Ablauf des 15. Kalen­der­jah­res, das auf den Ein­tritt der Vor­teils­la­ge folgt, nicht mehr fest­ge­setzt wer­den. Die §§ 169 Absatz 1 Satz 3 und 171 der Abga­ben­ord­nung gel­ten in der in § 12 Absatz 1 Num­mer 4 Buch­sta­be b ange­ord­ne­ten Wei­se ent­spre­chend. Auf­grund der Son­der­si­tua­ti­on nach der Deut­schen Ein­heit ist der Lauf der Frist bis zum 3.10.2000 gehemmt.
  2. Das Land erstat­tet den Gemein­den die von ihnen nach­zu­wei­sen­den Mehr­be­las­tun­gen, die ihnen ohne Ver­schul­den durch Absatz 1 ent­ste­hen. Ohne Ver­schul­den ent­stan­den sind Mehr­be­las­tun­gen ins­be­son­de­re dann nicht, wenn die Gemein­den sie durch zumut­ba­re eige­ne Anstren­gun­gen abwen­den kön­nen. Zumut­bar sind ins­be­son­de­re alle Maß­nah­men zum Erlass rechts­wirk­sa­mer Sat­zun­gen und dar­auf beru­hen­der wirk­sa­mer Abga­ben­be­schei­de.
  3. Im Fal­le der Erstat­tung nach Absatz 2 Satz 1 trägt die Gemein­de hin­sicht­lich der zumut­ba­ren Anstren­gun­gen die Dar­le­gungs- und Beweis­last.

Zur Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs führ­te die Lan­des­re­gie­rung aus, die Grund­sät­ze der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts sei­en auch bei der Recht­set­zung im Land Bran­den­burg zu beach­ten10. § 19 Abs. 1 KAG Bbg sol­le für alle Fäl­le des Vor­teils­aus­gleichs durch Abga­ben, die an zurück­lie­gen­de Tat­be­stän­de anknüpf­ten, im Ergeb­nis sicher­stel­len, dass der Vor­teils­aus­gleich nicht unbe­grenzt nach Ein­tritt der Vor­teils­la­ge erfol­gen kön­ne. Die Abga­ben­schuld­ner soll­ten auf­grund der gesetz­li­chen Rege­lung Klar­heit haben, wann sie mit einer Inan­spruch­nah­me nicht mehr rech­nen müss­ten.

Die Aus­gangs­sach­ver­hal­te[↑]

Vor­lie­gend ging es um zwei Grund­stü­cke in Cott­bus. Die ers­te Bei­trags­sat­zung der Stadt, die sich in der Fol­ge als unwirk­sam erwies, soll­te zum 30.06.1993 in Kraft tre­ten. Nach den Fest­stel­lun­gen der Ver­wal­tungs­ge­rich­te trat erst­mals zum 1.01.2009 eine wirk­sa­me Sat­zung in Kraft. Das Grund­stück der Haus­ei­gen­tü­me­rin im ers­ten Ver­fah­ren11 war bereits vor dem 3.10.1990 an die Schmutz­was­ser­ka­na­li­sa­ti­on ange­schlos­sen wor­den; der Bescheid über den Kanal­an­schluss­bei­trag datiert auf den 29.11.2011. Die Haus­ei­gen­tü­me­rin des zwei­ten Ver­fah­rens12 wur­de mit Bescheid vom 12.05.2009 zu einem Kanal­an­schluss­bei­trag her­an­ge­zo­gen; die Mög­lich­keit des Anschlus­ses an die Schmutz­was­ser­ka­na­li­sa­ti­on hat­te für die­ses Grund­stück nach ihren Anga­ben bereits kurz nach dem 3.10.1990 bestan­den. Sowohl die Wider­sprü­che der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen wie auch die Kla­gen vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Cott­bus13 und dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg14 und im zwei­ten Fall12 auch vor dem dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt15 blie­ben inso­weit ohne Erfolg.

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts[↑]

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­den zur Ent­schei­dung ange­nom­men und ihnen statt­ge­ge­ben, da die Annah­me zur Durch­set­zung von in § 90 Abs. 1 BVerfGG genann­ten Rech­ten der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen ange­zeigt ist (vgl. § 93c Abs. 1 Satz 1 in Ver­bin­dung mit § 93a Abs. 2 Buch­sta­be b BVerfGG). Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die für die Beur­tei­lung der Ver­fas­sungs­be­schwer­den maß­geb­li­chen ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen bereits ent­schie­den. Die im Wesent­li­chen zuläs­si­gen Ver­fas­sungs­be­schwer­den sind offen­sicht­lich begrün­det (vgl. § 93c Abs. 1 Satz 1 BVerfGG).

Grund­satz der Belas­tungs­gleich­heit[↑]

Die von der ers­ten Haus­ei­gen­tü­me­rin erho­be­ne Rüge, § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. in Ver­bin­dung mit § 19 KAG Bbg in der Fas­sung des Geset­zes vom 05.12 2013 ver­letz­ten nach den Maß­ga­ben des Beschlus­ses des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 05.03.20138 den Grund­satz der Belas­tungs­klar­heit und ‑vor­her­seh­bar­keit, genügt nicht den Begrün­dungs­an­for­de­run­gen der § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt ver­weist inso­weit – trotz des feh­len­den Vor­brin­gens der Haus­ei­gen­tü­me­rin hier­zu im Zulas­sungs­an­trag – auf sei­nen Beschluss vom 16.07.201416. Dar­in leg­te das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt dar, dass nach sei­ner Auf­fas­sung für Bei­trags­be­schei­de, die – wie hier – erst­mals bis zum 31.12 2011 ergan­gen sei­en, eine ver­fas­sungs­kon­for­me Geset­zes­re­ge­lung bereits in Gestalt der beson­de­ren Fris­ten­be­stim­mung des § 12 Abs. 3a KAG Bbg in der Fas­sung des Geset­zes vom 02.10.2008 bestan­den habe. Mit die­sen Rechts­aus­füh­run­gen setzt sich die Haus­ei­gen­tü­me­rin nicht aus­ein­an­der.

§ 12 Abs. 3a und § 19 Abs. 1 KAB Bbg[↑]

Soweit die Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen sich mit­tel­bar gegen § 19 Abs. 1 KAG Bbg wen­den, kommt eine Grund­rechts­ver­let­zung im Übri­gen von vorn­her­ein nicht in Betracht, weil die ange­grif­fe­nen Ent­schei­dun­gen nicht auf die­ser Vor­schrift beru­hen. Soweit die zwei­te Haus­ei­gen­tü­me­rin mit­tel­bar eine Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des § 12 Abs. 3a KAG Bbg rügt, genügt ihr Vor­trag nicht den Begrün­dungs­an­for­de­run­gen, weil die­ser sich auf die blo­ße Benen­nung die­ser Vor­schrift beschränkt.

Ver­trau­ens­schutz und Rück­wir­kung[↑]

Die ange­grif­fe­nen Ent­schei­dun­gen ver­let­zen die Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen in ihren Grund­rech­ten aus Art. 2 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit dem ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes aus Art.20 Abs. 3 GG. Die Anwen­dung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. in Fäl­len, in denen Bei­trä­ge nach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. nicht mehr erho­ben wer­den könn­ten, ver­stößt gegen das rechts­staat­li­che Rück­wir­kungs­ver­bot.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt unter­schei­det bei rück­wir­ken­den Geset­zen in stän­di­ger Recht­spre­chung zwi­schen Geset­zen mit ech­ter Rück­wir­kung, die grund­sätz­lich nicht mit der Ver­fas­sung ver­ein­bar sind17, und sol­chen mit unech­ter Rück­wir­kung, die grund­sätz­lich zuläs­sig sind18.

Eine Rechts­norm ent­fal­tet ech­te Rück­wir­kung, wenn sie nach­träg­lich in einen abge­schlos­se­nen Sach­ver­halt ändernd ein­greift19. Dies ist ins­be­son­de­re der Fall, wenn ihre Rechts­fol­ge mit belas­ten­der Wir­kung schon vor dem Zeit­punkt ihrer Ver­kün­dung für bereits abge­schlos­se­ne Tat­be­stän­de gel­ten soll („Rück­be­wir­kung von Rechts­fol­gen”)20.

Eine unech­te Rück­wir­kung liegt vor, wenn eine Norm auf gegen­wär­ti­ge, noch nicht abge­schlos­se­ne Sach­ver­hal­te und Rechts­be­zie­hun­gen für die Zukunft ein­wirkt und damit zugleich die betrof­fe­ne Rechts­po­si­ti­on ent­wer­tet21, so wenn belas­ten­de Rechts­fol­gen einer Norm erst nach ihrer Ver­kün­dung ein­tre­ten, tat­be­stand­lich aber von einem bereits ins Werk gesetz­ten Sach­ver­halt aus­ge­löst wer­den („tat­be­stand­li­che Rück­an­knüp­fung”)22.

§ 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. ent­fal­tet bei Anwen­dung in Fäl­len wie denen der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen, in denen Bei­trä­ge nach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. nicht mehr erho­ben wer­den könn­ten, weil mit dem Ent­ste­hen der Bei­trags­pflicht durch Inkraft­tre­ten einer wirk­sa­men Sat­zung zugleich die Fest­set­zungs­ver­jäh­rung ein­trä­te, Rück­wir­kung, wobei von einer kon­sti­tu­ti­ven Ände­rung der Rechts­la­ge aus­zu­ge­hen ist. Die Neu­re­ge­lung hat bei Anwen­dung in die­sen Fäl­len nicht ledig­lich eine unech­te, son­dern eine unzu­läs­si­ge ech­te Rück­wir­kung. Selbst wenn von einer unech­ten Rück­wir­kung der Neu­re­ge­lung aus­zu­ge­hen wäre, läge ein Ver­stoß gegen den Grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes vor.

Die Ände­rung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg trat nicht for­mell rück­wir­kend, son­dern am 1.02.2004 in Kraft. Gleich­wohl hat die Geset­zes­än­de­rung in den Fäl­len der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen mate­ri­ell rück­wir­ken­den Cha­rak­ter.

Nach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. in sei­ner Aus­le­gung durch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt war für den Zeit­punkt der Ent­ste­hung der sach­li­chen Bei­trags­pflicht der Zeit­punkt der ers­ten Bei­trags­sat­zung mit for­mel­lem Gel­tungs­an­spruch maß­geb­lich23. Für die Fra­ge, zu wel­chem Zeit­punkt die sach­li­che Bei­trags­pflicht ent­steht, war danach uner­heb­lich, ob die ers­te Sat­zung wirk­sam war. Die sach­li­che Bei­trags­pflicht für die betrof­fe­nen Grund­stü­cke konn­te, wenn die ers­te Bei­trags­sat­zung unwirk­sam war, nur noch durch eine nach­fol­gen­de wirk­sa­me Bei­trags­sat­zung begrün­det wer­den, die rück­wir­kend auf das Datum des for­ma­len Inkraft­tre­tens der ers­ten, unwirk­sa­men Bei­trags­sat­zung (oder den dar­in gere­gel­ten spä­te­ren Zeit­punkt für die Ent­ste­hung der sach­li­chen Bei­trags­pflicht) in Kraft gesetzt wur­de. War zum Zeit­punkt des Erlas­ses der wirk­sa­men Sat­zung – wie in den Fäl­len der Bei­trags­schuld­ne­rin­nen – die Fest­set­zungs­frist von vier Jah­ren nach Ablauf des Kalen­der­jah­res, in dem die unwirk­sa­me Sat­zung in Kraft tre­ten soll­te, bereits abge­lau­fen, konn­te die Bei­trags­pflicht nur für eine „juris­ti­sche Sekun­de” ent­ste­hen, war dann aber gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 4 Buch­sta­be b KAG Bbg in Ver­bin­dung mit § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 170 Abs. 1 AO sofort ver­jährt und damit erlo­schen (vgl. § 12 Abs. 1 Nr. 2 Buch­sta­be b KAG Bbg in Ver­bin­dung mit § 47 AO).

Durch das Zwei­te Gesetz zur Ent­las­tung der Kom­mu­nen von pflich­ti­gen Auf­ga­ben vom 17.12 20034 wur­de § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg dahin­ge­hend geän­dert, dass nun­mehr für die Bestim­mung des Zeit­punk­tes, zu dem die sach­li­che Bei­trags­pflicht ent­steht, stets auf das Inkraft­tre­ten einer „rechts­wirk­sa­men” Sat­zung abzu­stel­len ist. Bei Anwen­dung die­ser Vor­schrift in Fäl­len, in denen Bei­trä­ge nach der alten Rechts­la­ge nicht mehr erho­ben wer­den konn­ten, weil mit dem Ent­ste­hen der Bei­trags­pflicht durch Inkraft­tre­ten einer wirk­sa­men Sat­zung zugleich die Fest­set­zungs­ver­jäh­rung ein­ge­tre­ten wäre, eröff­ne­te § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. erneut die Mög­lich­keit, die Bei­trags­schuld­ner zu Anschluss­bei­trä­gen her­an­zu­zie­hen.

Anders als in der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs ange­nom­men24 ist § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. nicht als „Klar­stel­lung”, son­dern als kon­sti­tu­ti­ve Ände­rung der alten Rechts­la­ge zu behan­deln.

Die in der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs zu § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. ver­tre­te­ne Auf­fas­sung, die Vor­schrift habe ledig­lich klar­stel­len­den Cha­rak­ter24, ist für die Gerich­te nicht ver­bind­lich. Sie schränkt weder die Kon­troll­rech­te und ‑pflich­ten der Fach­ge­rich­te und des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ein noch rela­ti­viert sie die für sie maß­geb­li­chen ver­fas­sungs­recht­li­chen Maß­stä­be25.

Für die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob eine rück­wir­ken­de Rege­lung aus ver­fas­sungs­recht­li­cher Sicht als kon­sti­tu­tiv zu behan­deln ist, genügt die Fest­stel­lung, dass die geän­der­te Norm in ihrer ursprüng­li­chen Fas­sung von den Gerich­ten in einem Sinn aus­ge­legt wer­den konn­te und aus­ge­legt wor­den ist, der mit der Neu­re­ge­lung aus­ge­schlos­sen wer­den soll26.

Aus­ge­hend von die­sen Grund­sät­zen erweist sich die rück­wir­ken­de „Klar­stel­lung” durch § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. als kon­sti­tu­tiv. Nach dem Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Bran­den­burg vom 08.06.20003 war § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. so aus­zu­le­gen, dass es für den Zeit­punkt des Ent­ste­hens der sach­li­chen Bei­trags­pflicht und damit auch für den Zeit­punkt des Ver­jäh­rungs­be­ginns ledig­lich auf das for­mel­le Inkraft­tre­ten der ers­ten unwirk­sa­men Bei­trags­sat­zung, nicht aber auf das Inkraft­tre­ten einer wirk­sa­men Sat­zung ankam. Die­se Aus­le­gungs­mög­lich­keit soll­te mit der Neu­re­ge­lung gera­de aus­ge­schlos­sen wer­den.

§ 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. ent­fal­tet bei Anwen­dung in Fäl­len, in denen Bei­trä­ge nach der alten Rechts­la­ge nicht mehr erho­ben wer­den könn­ten, eine ech­te Rück­wir­kung. Ein Grund für die Recht­fer­ti­gung die­ser ech­ten Rück­wir­kung ist hier nicht erkenn­bar.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts27 bedeu­tet die Anwen­dung der Vor­schrift des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. in den Fäl­len der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen eine ech­te Rück­wir­kung. Zwar war in die­sen Fäl­len nach der Aus­le­gung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. durch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in den ange­grif­fe­nen Ent­schei­dun­gen die sach­li­che Bei­trags­pflicht man­gels einer vor der Neu­re­ge­lung erlas­se­nen wirk­sa­men Sat­zung noch nicht ent­stan­den und damit auch nicht wegen Fest­set­zungs­ver­jäh­rung erlo­schen (vgl. § 12 Abs. 1 Nr. 2 Buch­sta­be b KAG Bbg in Ver­bin­dung mit § 47 AO). Ein nach­träg­li­cher Ein­griff in einen abge­schlos­se­nen Sach­ver­halt liegt aber den­noch vor, weil eine Ver­an­la­gung der Grund­stü­cke der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen zu einem Her­stel­lungs­bei­trag recht­lich nicht mehr mög­lich gewe­sen wäre, wenn es bei der sei­ner­zei­ti­gen Geset­zes­la­ge geblie­ben wäre. Die sach­li­che Bei­trags­pflicht konn­te für die­se Grund­stü­cke nach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. nicht mehr wirk­sam ent­ste­hen. Wäre eine auf den 30.06.1993 – den Tag des Inkraft­tre­tens der ers­ten unwirk­sa­men Sat­zung – rück­wir­ken­de wirk­sa­me Bei­trags­sat­zung beschlos­sen wor­den, wäre die vier­jäh­ri­ge Fest­set­zungs­frist gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 4 Buch­sta­be b KAG Bbg in Ver­bin­dung mit § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 170 Abs. 1 AO in Lauf gesetzt wor­den und Fest­set­zungs­ver­jäh­rung mit Ablauf des 31.12 1997 ein­ge­tre­ten. Die For­de­run­gen wären dann in der „juris­ti­schen Sekun­de” ihres Ent­ste­hens erlo­schen. § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. eröff­ne­te damit in Fäl­len, in denen Bei­trä­ge nach der alten Rechts­la­ge nicht mehr erho­ben wer­den konn­ten, erneut die Mög­lich­keit, die Bei­trags­schuld­ner zu Anschluss­bei­trä­gen her­an­zu­zie­hen.

Die stän­di­ge Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, wonach eine ech­te Rück­wir­kung im Steu­er­recht nur vor­liegt, wenn der Gesetz­ge­ber eine bereits ent­stan­de­ne Steu­er­schuld nach­träg­lich abän­dert28, ist auf die vor­lie­gen­den Sach­ver­hal­te nicht über­trag­bar. Zwar hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die­sen Rechts­satz all­ge­mein for­mu­liert; er ist jedoch auf sol­che Fäl­le zuge­schnit­ten, in denen die Steu­er mit Ablauf eines Ver­an­la­gungs­zeit­raums ent­steht. Um einen sol­chen Ver­an­la­gungs­zeit­raum geht es hier nicht.

Die vor­lie­gen­den bei­trags­recht­li­chen Fäl­le unter­schei­den sich auch erheb­lich von den­je­ni­gen, in denen nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts bei Ände­rung von Steu­er­nor­men mit Wir­kung für den lau­fen­den Ver­an­la­gungs­zeit­raum von einer unech­ten Rück­wir­kung aus­zu­ge­hen ist. Denn in den letzt­ge­nann­ten Fäl­len kann die Steu­er­schuld nach der alten Rechts­la­ge, das heißt vor der Rechts­än­de­rung, noch ent­ste­hen, näm­lich mit Ablauf des Ver­an­la­gungs­zeit­raums. In den Fäl­len der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen konn­te die Bei­trags­pflicht dem­entge­gen zum Zeit­punkt des Inkraft­tre­tens der Neu­re­ge­lung am 1.02.2004 selbst bei Erlass einer wirk­sa­men Sat­zung nicht mehr wirk­sam bezie­hungs­wei­se ledig­lich für eine „juris­ti­sche Sekun­de” zur Ent­ste­hung gebracht wer­den, weil rück­wir­kend mit Ablauf des 31.12 1997 Fest­set­zungs­ver­jäh­rung ein­ge­tre­ten wäre.

Geset­ze mit ech­ter Rück­wir­kung sind grund­sätz­lich nicht mit der Ver­fas­sung ver­ein­bar29. Von die­sem grund­sätz­li­chen Ver­bot echt rück­wir­ken­der Geset­ze bestehen jedoch Aus­nah­men30. Das Rück­wir­kungs­ver­bot fin­det im Grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes nicht nur sei­nen Grund, son­dern auch sei­ne Gren­ze31. Es gilt nicht, soweit sich kein Ver­trau­en auf den Bestand des gel­ten­den Rechts bil­den konn­te32 oder ein Ver­trau­en auf eine bestimm­te Rechts­la­ge sach­lich nicht gerecht­fer­tigt und daher nicht schutz­wür­dig war33.

Eine Aus­nah­me vom Grund­satz der Unzu­läs­sig­keit ech­ter Rück­wir­kun­gen ist gege­ben, wenn die Betrof­fe­nen schon im Zeit­punkt, auf den die Rück­wir­kung bezo­gen wird, nicht auf den Fort­be­stand einer gesetz­li­chen Rege­lung ver­trau­en durf­ten, son­dern mit deren Ände­rung rech­nen muss­ten34. Ver­trau­ens­schutz kommt ins­be­son­de­re dann nicht in Betracht, wenn die Rechts­la­ge so unklar und ver­wor­ren war, dass eine Klä­rung erwar­tet wer­den muss­te35, oder wenn das bis­he­ri­ge Recht in einem Maße sys­tem­wid­rig und unbil­lig war, dass ernst­haf­te Zwei­fel an sei­ner Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit bestan­den36. Der Ver­trau­ens­schutz muss fer­ner zurück­tre­ten, wenn über­ra­gen­de Belan­ge des Gemein­wohls, die dem Prin­zip der Rechts­si­cher­heit vor­ge­hen, eine rück­wir­ken­de Besei­ti­gung erfor­dern37, wenn der Bür­ger sich nicht auf den durch eine ungül­ti­ge Norm erzeug­ten Rechts­schein ver­las­sen durf­te38, oder wenn durch die sach­lich begrün­de­te rück­wir­ken­de Geset­zes­än­de­rung kein oder nur ganz uner­heb­li­cher Scha­den ver­ur­sacht wird (soge­nann­ter Baga­tell­vor­be­halt, BVerfGE 135, 1, 22 f.; vgl. BVerfGE 30, 367, 389; 72, 200, 258).

Eine Aus­nah­me vom Grund­satz der Unzu­läs­sig­keit ech­ter Rück­wir­kun­gen liegt hier nicht vor. Von den in der Recht­spre­chung aner­kann­ten Fall­grup­pen zuläs­si­ger­wei­se echt rück­wir­ken­der Geset­ze kommt hier nur die­je­ni­ge der Vor­her­seh­bar­keit einer Neu­re­ge­lung wegen Unklar­heit und Ver­wor­ren­heit der ursprüng­li­chen Geset­zes­la­ge in Betracht. Die­se ver­mag die Rück­wir­kung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. in den vor­lie­gen­den Fäl­len aller­dings nicht zu recht­fer­ti­gen.

Die Betrof­fe­nen muss­ten vor­lie­gend nicht mit einer Rechts­än­de­rung rech­nen. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Bran­den­burg hat­te sich im Urteil vom 08.06.20003 ein­deu­tig dafür ent­schie­den, in dem Kon­flikt zwi­schen den finan­zi­el­len Inter­es­sen der Gemein­den und Zweck­ver­bän­de einer­seits und den Inter­es­sen der Bür­ger ande­rer­seits letz­te­ren den Vor­rang zu geben. Es woll­te aus­drück­lich einer „erheb­li­chen Rechts­un­si­cher­heit hin­sicht­lich des Zeit­punkts des Ent­ste­hens und der Ver­jäh­rung von Bei­trags­for­de­run­gen” ent­ge­gen­wir­ken39. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Bran­den­burg schloss sich mit sei­nem Urteil vom 08.06.200039 der Recht­spre­chung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Nord­rhein-West­fa­len an, das zur Par­al­lel­be­stim­mung des nord­rhein-west­fä­li­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes, wel­ches als Vor­la­ge für das bran­den­bur­gi­sche Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz gedient hat­te, bereits mit Urteil vom 18.05.199940 die Aus­le­gung ver­tre­ten hat­te, dass es für den Zeit­punkt des Ent­ste­hens der sach­li­chen Bei­trags­pflicht maß­geb­lich auf das ers­te „Inkraft­set­zen” einer ver­meint­lich gül­ti­gen Sat­zung ankom­me; damit hat­te es sei­ne frü­he­re Recht­spre­chung, nach der unwirk­sa­me Bei­trags­sat­zun­gen für die Fra­ge des Zeit­punkts des Ent­ste­hens der Bei­trags­pflicht uner­heb­lich sein soll­ten, aus­drück­lich auf­ge­ge­ben41.

Ange­sichts des klä­ren­den Urteils des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Bran­den­burg vom 08.06.2000 und der nach­fol­gen­den Recht­spre­chung42 sprach bis zur Neu­re­ge­lung nichts dafür, dass der Gesetz­ge­ber die Vor­schrift des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. ent­ge­gen der Aus­le­gung durch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt rück­wir­kend abän­dern wür­de.

Im Übri­gen recht­fer­tigt allein die Aus­le­gungs­be­dürf­tig­keit einer Norm nicht deren rück­wir­ken­de Ände­rung; erst wenn Aus­le­gungs­zwei­fel ein Maß errei­chen, das zur Ver­wor­ren­heit der Rechts­la­ge führt, darf der Gesetz­ge­ber eine klä­ren­de Neu­re­ge­lung auf die Ver­gan­gen­heit erstre­cken43. Eine sol­che Unklar­heit und Ver­wor­ren­heit der ursprüng­li­chen Geset­zes­la­ge war hier nicht gege­ben. Die Vor­schrift des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. war hin­sicht­lich ihres Ver­ständ­nis­ses nach Wort­laut und Rege­lungs­ge­halt nicht frag­wür­dig oder gar unver­ständ­lich, son­dern klar for­mu­liert. Ihre Aus­le­gungs­be­dürf­tig­keit im Hin­blick auf die Vor­aus­set­zun­gen für das Ent­ste­hen der Bei­trags­pflicht hat zwar zu diver­gie­ren­den Stand­punk­ten geführt. Eine „Klar­stel­lung” durch ein echt rück­wir­ken­des Gesetz recht­fer­tigt dies indes nicht44.

Eine durch das Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Bran­den­burg vom 08.06.20003 begrün­de­te Unsi­cher­heit hin­sicht­lich der Aus­le­gung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. bestand im Übri­gen stets nur bezüg­lich der Fra­ge, ob die Bei­trags­pflicht für ihr Ent­ste­hen und damit den Beginn der Fest­set­zungs­ver­jäh­rung eine wirk­sa­me Sat­zung vor­aus­setzt. Die For­mu­lie­run­gen des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts im Urteil vom 08.06.2000 waren inso­weit nicht ganz ein­deu­tig. So stell­te das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt einer­seits leit­satz­mä­ßig fest, es kom­me „für das Ent­ste­hen der Anschluss­bei­trags­pflicht (…) nach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg für bereits an die lei­tungs­ge­bun­de­ne Ein­rich­tung oder Anla­ge anschließ­ba­re Grund­stü­cke nicht auf das In-Kraft-Tre­ten der ers­ten gül­ti­gen Bei­trags­sat­zung an, son­dern auf den Zeit­punkt, in dem die Gemein­de oder der Zweck­ver­band erst­mals eine Bei­trags­sat­zung in Kraft set­zen woll­te, bezie­hungs­wei­se den in die­ser Sat­zung bestimm­ten spä­te­ren Zeit­punkt des Ent­ste­hens der Bei­trags­pflicht”. Ande­rer­seits beton­te es in den Ent­schei­dungs­grün­den, dass „ohne gül­ti­ge Bei­trags­sat­zung (…) auch für Bei­trä­ge nach § 8 KAG eine sach­li­che Bei­trags­pflicht nicht ent­ste­hen kann„45.

Klar war aller­dings stets, dass für den Zeit­punkt des Ent­ste­hens der Bei­trags­pflicht und des Ver­jäh­rungs­be­ginns die ers­te Sat­zung maß­geb­lich war, selbst wenn die­se unwirk­sam gewe­sen sein soll­te. Die­ser Ent­ste­hungs­zeit­punkt wur­de durch die Neu­re­ge­lung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. auf den Zeit­punkt des Inkraft­tre­tens einer „rechts­wirk­sa­men” Sat­zung ver­scho­ben.

Selbst wenn die Anwen­dung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg n.F. in Fäl­len, in denen Bei­trä­ge nach § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. nicht mehr erho­ben wer­den könn­ten, mit der for­ma­len Begrün­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts als unech­te Rück­wir­kung zu qua­li­fi­zie­ren wäre, läge ein Ver­stoß gegen den Grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes vor. Denn die­se unech­te Rück­wir­kung stün­de einer ech­ten Rück­wir­kung jeden­falls im Ergeb­nis nahe, wes­halb an ihre Ver­ein­bar­keit mit der Ver­fas­sung im Ver­hält­nis zu sons­ti­gen Fäl­len unech­ter Rück­wir­kung gestei­ger­te Anfor­de­run­gen zu stel­len wären46.

In den vor­lie­gen­den Fäl­len war die Bei­trags­schuld nach der alten Rechts­la­ge zwar nicht durch Fest­set­zungs­ver­jäh­rung erlo­schen (vgl. § 12 Abs. 1 Nr. 2 Buch­sta­be b KAG Bbg in Ver­bin­dung mit § 47 AO), weil sie man­gels wirk­sa­mer Sat­zung noch nicht ent­stan­den war. Die Bei­trags­for­de­rung konn­te nach der alten Rechts­la­ge jedoch nicht mehr erho­ben wer­den, weil sie in der logi­schen Sekun­de ihres Ent­ste­hens durch rück­wir­ken­des Inkraft­tre­ten einer wirk­sa­men Sat­zung zugleich wegen Fest­set­zungs­ver­jäh­rung erlo­schen wäre. Die­ser Fall steht dem einer ech­ten Rück­wir­kung jeden­falls im Ergeb­nis nahe46. Denn für den von einer Bei­trags­pflicht betrof­fe­nen Bür­ger macht es kei­nen Unter­schied, ob die Bei­trags­for­de­rung bereits wegen Ver­jäh­rung erlo­schen ist oder nicht mehr wirk­sam zur Ent­ste­hung gebracht wer­den kann, weil sie in der logi­schen Sekun­de ihres Ent­ste­hens wegen Ver­jäh­rung erlo­schen wäre. Für den Ver­trau­ens­schutz des Bür­gers kommt es viel­mehr dar­auf an, ob er auf der Grund­la­ge der gel­ten­den Rechts­la­ge noch mit der Her­an­zie­hung zu einem Bei­trag rech­nen muss­te. Schreibt das gel­ten­de Recht in sei­ner Aus­le­gung durch die Gerich­te die rück­wir­ken­de Inkraft­set­zung einer Sat­zung auf einen Zeit­punkt vor, der län­ger zurück­liegt als die Fest­set­zungs­frist von vier Jah­ren, ist dies nicht der Fall.

Bei einer Gesamt­ab­wä­gung zwi­schen dem Gewicht des ent­täusch­ten Ver­trau­ens einer­seits und dem Gewicht und der Dring­lich­keit der die Rechts­än­de­rung recht­fer­ti­gen­den Grün­de ande­rer­seits47 hat der Gesetz­ge­ber dem ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­nen Ver­trau­ens­schutz der Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen nicht in hin­rei­chen­dem Maß Rech­nung getra­gen. In den vor­lie­gen­den Fäl­len erwächst Ver­trau­en zwar nicht in ers­ter Linie durch in beson­de­rer Wei­se schüt­zens­wer­te Dis­po­si­tio­nen der Bei­trags­schuld­ner, son­dern im Wesent­li­chen aus der Gewähr­leis­tungs­funk­ti­on des gel­ten­den Rechts48. Dabei kann es nicht dar­auf ankom­men, ob eine For­de­rung wegen Fest­set­zungs­ver­jäh­rung erlo­schen ist (vgl. § 12 Abs. 1 Nr. 2 Buch­sta­be b KAG Bbg in Ver­bin­dung mit § 47 AO) oder ob sie nicht mehr wirk­sam zur Ent­ste­hung gebracht wer­den kann, weil sie in der juris­ti­schen Sekun­de ihres Ent­ste­hens wegen Fest­set­zungs­ver­jäh­rung erlischt. Maß­geb­lich ist viel­mehr allein, dass die For­de­rung nicht mehr erho­ben wer­den kann. Hier­auf müs­sen die Abga­be­pflich­ti­gen ver­trau­en dür­fen. Andern­falls wäre das Ver­trau­en in die Rechts­si­cher­heit und Rechts­be­stän­dig­keit der Rechts­ord­nung als Garan­ten einer frei­heit­li­chen Wirt­schafts­ord­nung ernst­haft gefähr­det49. Die bloß all­ge­mei­ne Erwar­tung, das gel­ten­de Recht wer­de zukünf­tig unver­än­dert fort­be­stehen, genießt zwar, sofern kei­ne beson­de­ren Momen­te der Schutz­wür­dig­keit hin­zu­tre­ten, kei­nen beson­de­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Schutz50. Das die­sen Grund­satz recht­fer­ti­gen­de Anlie­gen, die not­wen­di­ge Fle­xi­bi­li­tät der Rechts­ord­nung zu wah­ren, zielt indes auf künf­ti­ge Rechts­än­de­run­gen und rela­ti­viert nicht ohne Wei­te­res die Ver­läss­lich­keit der Rechts­ord­nung für die Ver­gan­gen­heit51.

Das all­ge­mei­ne Ziel der Umge­stal­tung des Abga­ben­rechts sowie fis­ka­li­sche Grün­de – näm­lich das öffent­li­che Inter­es­se an der Refi­nan­zie­rung der öffent­li­chen Abwas­ser­be­sei­ti­gungs­an­la­ge – recht­fer­ti­gen die rück­wir­ken­de Abga­ben­be­las­tung hier nicht52. Dies gilt auch vor dem Hin­ter­grund der beson­de­ren tat­säch­li­chen und recht­li­chen Schwie­rig­kei­ten im Zusam­men­hang mit der Wie­der­ver­ei­ni­gung, ins­be­son­de­re den Schwie­rig­kei­ten beim Auf­bau einer funk­tio­nie­ren­den kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung, bei der Grün­dung von Zweck­ver­bän­den, der erst­ma­li­gen Schaf­fung von wirk­sa­mem Sat­zungs­recht und der Lösung des Alt­an­schlie­ßer­pro­blems53.

Zwar wur­de durch die Her­stel­lung der Abwas­ser­be­sei­ti­gungs­an­la­ge der Wert der ange­schlos­se­nen Grund­stü­cke dau­er­haft erhöht. Die Bür­ger haben einen Son­der­vor­teil emp­fan­gen, für den sie grund­sätz­lich die vol­le nach dem Gesetz ent­stan­de­ne Gegen­leis­tung zu erbrin­gen haben54.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Bran­den­burg hat in sei­nem Urteil vom 08.06.200055 aller­dings zu Recht dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Gemein­den und Zweck­ver­bän­de durch­aus die Mög­lich­keit hat­ten, Bei­trags­for­de­run­gen recht­zei­tig gel­tend zu machen und so kei­ne finan­zi­el­len Ein­bu­ßen zu erlei­den. § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F. räum­te den Gemein­den und Zweck­ver­bän­den bereits bei der Sat­zungs­ge­bung die Mög­lich­keit ein, die Bei­trags­pflicht nicht schon mit dem Inkraft­tre­ten der Sat­zung ent­ste­hen zu las­sen, son­dern durch Sat­zung einen spä­te­ren Zeit­punkt für die Ent­ste­hung der Bei­trags­pflicht zu bestim­men. Die­se Aus­nah­me­re­ge­lung ermög­lich­te es den Gemein­den und Zweck­ver­bän­den, auch in Anse­hung der Auf­bau­si­tua­ti­on in Bran­den­burg zunächst die Vor­aus­set­zun­gen für die ver­wal­tungs­mä­ßig ord­nungs­ge­mä­ße Abwick­lung einer Viel­zahl gleich­zei­tig anfal­len­der Bei­trags­ver­fah­ren zu schaf­fen. Ver­zich­ten die Gemein­den und Zweck­ver­bän­de auf die Inan­spruch­nah­me die­ser sie begüns­ti­gen­den Aus­nah­me­re­ge­lung, doku­men­tie­ren sie damit, dass sie des hier­durch gewähr­ten Schut­zes nach eige­ner Ein­schät­zung nicht mehr bedür­fen56.

Dar­über hin­aus konn­ten die Gemein­den und Zweck­ver­bän­de vor der Neu­re­ge­lung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg auch nicht davon aus­ge­hen, dass ihnen nach dem Erlass der ers­ten Bei­trags­sat­zung mehr als die gesetz­li­che vier­jäh­ri­ge Fest­set­zungs­frist blei­ben wür­de, um Bei­trags­be­schei­de gegen­über den Bei­trags­pflich­ti­gen zu erlas­sen. Denn sie muss­ten bei pflicht­ge­mä­ßem Ver­hal­ten wenigs­tens selbst von der Wirk­sam­keit der eige­nen Bei­trags­sat­zung aus­ge­hen. Sie hät­ten damit Anlass gehabt, die Bei­trags­pflich­ti­gen inner­halb von vier Jah­ren nach Ablauf des Jah­res ihres ers­ten Sat­zungs­be­schlus­ses zu ver­an­la­gen. Dass die Beklag­te dies in den vor­lie­gen­den Fäl­len nicht recht­zei­tig getan hat, fällt in ihren Ver­ant­wor­tungs­be­reich57.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 12. Novem­ber 2015 – 1 BvR 2961/​14 und 1 BvR 3051/​14

  1. GVBl I S.200; im Fol­gen­den: § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG Bbg a.F.
  2. OVG NRW, Urteil vom 18.05.1999 – 15 A 2880/​96, NVwZ-RR 2000, 535
  3. OVG Bran­den­burg, Urteil vom 08.06.2000 – 2 D 29/​98.NE
  4. GVBl I S. 294
  5. LTDrucks 3/​6324, S. 25 f.
  6. GVBl I S. 218
  7. GVBl. I S. 218
  8. BVerfGE 133, 143
  9. GVBl I Nr. 40 S. 1
  10. vgl. LTDrucks 5/​7642, S. 6
  11. BVerfG – 1 BvR 2961/​14
  12. BVerfG – 1 BvR 3051/​14
  13. VG Cott­bus, Urtei­le vom 08.06.2011 – 6 K 1033/​09; und vom 04.03.2014 – 6 K 1076/​12
  14. OVG Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 13.11.2013 – 9 B 35.12; Beschluss vom 29.09.2014 – 9 N 40.14
  15. BVerwG, Beschluss vom 11.09.2014 – 9 B 21.14
  16. OVG Ber­lin-Bran­den­burg, Beschluss vom 16.07.2014 – 9 N 69.14 21 ff.
  17. vgl. BVerfGE 45, 142, 167 f.; 101, 239, 262; 132, 302, 318; 135, 1, 13; jeweils m.w.N.
  18. vgl. BVerfGE 132, 302, 318; 135, 1, 13
  19. BVerfGE 132, 302, 318; 135, 1, 13; vgl. BVerfGE 101, 239, 263; 123, 186, 257
  20. BVerfGE 132, 302, 318; 135, 1, 13
  21. BVerfGE 101, 239, 263; 123, 186, 257; 132, 302, 318
  22. BVerfGE 132, 302, 318
  23. OVG Bran­den­burg, Urteil vom 08.06.2000 – 2 D 29/​98.NE 43 ff.; Urteil vom 05.12 2001 – 2 A 611/​00, MittStGB Bbg.2002, S. 126, 131 – Urteil vom 27.03.2002 – 2 A 480/​00 – S. 15 f.; Urteil vom 03.12 2003 – 2 A 733/​03, LKV 2004, S. 555, 556
  24. vgl. LTDrucks 3/​6324, S. 26
  25. vgl. BVerfGE 126, 369, 392; 135, 1, 14 f.
  26. vgl. BVerfGE 131, 20, 37 f.; 135, 1, 16 f.
  27. vgl. auch VerfG Bran­den­burg, Beschluss vom 21.09.2012 – VfG­Bbg 46/​11 74 ff.; BVerwG, Beschluss vom 14.07.2008 – BVerwG 9 B 22/​08 7
  28. vgl. BVerfGE 127, 1, 18 f.; 127, 31, 48 f.; 127, 61, 77 f.; 132, 302, 319; 135, 1, 13
  29. vgl. BVerfGE 45, 142, 167 f.; 101, 239, 262; 132, 302, 318; 135, 1, 21; stRspr
  30. BVerfGE 135, 1, 21; vgl. BVerfGE 13, 261, 272 f.; 18, 429, 439; 30, 367, 387 f.; 50, 177, 193 f.; 88, 384, 404; 95, 64, 86 f.; 101, 239, 263 f.; 122, 374, 394 f.; 126, 369, 393 f.; 131, 20, 39; stRspr
  31. BVerfGE 135, 1, 21; vgl. BVerfGE 88, 384, 404; 122, 374, 394; 126, 369, 393
  32. BVerfGE 135, 1, 21 f.; vgl. BVerfGE 95, 64, 86 f.; 122, 374, 394
  33. BVerfGE 135, 1, 22; vgl. BVerfGE 13, 261, 271; 50, 177, 193
  34. BVerfGE 135, 1, 22; vgl. BVerfGE 13, 261, 272; 30, 367, 387; 95, 64, 86 f.; 122, 374, 394
  35. BVerfGE 135, 1, 22; vgl. BVerfGE 13, 261, 272; 18, 429, 439; 30, 367, 388; 50, 177, 193 f.; 88, 384, 404; 122, 374, 394; 126, 369, 393 f.
  36. BVerfGE 135, 1, 22; vgl. BVerfGE 13, 215, 224; 30, 367, 388
  37. BVerfGE 135, 1, 22; vgl. BVerfGE 13, 261, 272; 18, 429, 439; 88, 384, 404; 95, 64, 87; 101, 239, 263 f.; 122, 374, 394 f.
  38. BVerfGE 135, 1, 22; vgl. BVerfGE 13, 261, 272; 18, 429, 439; 50, 177, 193 f.; 101, 239, 263 f.; 122, 374, 394 f.
  39. OVG Bran­den­burg, a.a.O., Rn. 48
  40. OVG NRW, Urteil vom 18.05.1999 – 15 A 2880/​96, NVwZ-RR 2000, S. 535 ff.
  41. OVG NRW, a.a.O., S. 537
  42. vgl. OVG Bran­den­burg, Urteil vom 05.12 2001 – 2 A 611/​00, MittStGB Bbg.2002, S. 126, 131; Urteil vom 27.03.2002 – 2 A 480/​00 – S. 15 f.; Urteil vom 03.12 2003 – 2 A 733/​03, LKV 2004, S. 555, 556
  43. vgl. BVerfGE 135, 1, 23
  44. vgl. BVerfGE 135, 1, 25
  45. OVG Bran­den­burg, Urteil vom 08.06.2000 – 2 D 29/​98.NE 45
  46. vgl. BVerfGE 132, 302, 319
  47. vgl. BVerfGE 127, 1, 17 f.; 127, 31, 47 f.; 127, 61, 76 f.; 132, 302, 320
  48. vgl. BVerfGE 135, 1, 22; 127, 31, 57 f.
  49. vgl. BVerfGE 109, 133, 180; 126, 369, 393; 127, 1, 16; 135, 1, 22; stRspr
  50. vgl. BVerfGE 38, 61, 83; 68, 193, 222; 105, 17, 40; 109, 133, 180 f.; 127, 1, 17; 135, 1, 22; stRspr
  51. vgl. BVerfGE 135, 1, 22
  52. vgl. BVerfGE 127, 1, 26; 127, 31, 59; 132, 302, 331
  53. vgl. VerfG Bran­den­burg, Beschluss vom 21.09.2012 – VfG­Bbg 46/​11 86; Möl­ler, in: Drie­haus, Kom­mu­nal­ab­ga­ben­recht, § 8 Rn.2006 f., Sep­tem­ber 2015
  54. vgl. BVerfGE 137, 1, 18; dazu auch BVerfGK 16, 162, 168; BVerw­GE 67, 129, 131 f.; BVerwG, Beschluss vom 07.02.1996 – BVerwG 8 B 13.96 – Buch­holz 401.9 Bei­trä­ge Nr. 36, S. 3, 4
  55. OVG Bran­den­burg, Urteil vom 08.06.2000 – 2 D 29/​98.NE 48
  56. vgl. OVG Bran­den­burg, Urteil vom 08.06.2000 – 2 D 29/​98.NE 48; vgl. für die gleich­lau­ten­de Bestim­mung des § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG NRW: OVG NRW, Urteil vom 18.05.1999 – 15 A 2880/​96, NVwZ-RR 2000, S. 535, 536 f.
  57. vgl. VG Frank­furt (Oder), Urteil vom 28.08.2006 – 5 K 2024/​04 62