Sami A. muss in Tune­si­en blei­ben…

Der im Juli letz­ten Jah­res in rechts­wid­ri­ger Wei­se in sein Her­kunfts­land abge­scho­be­ne tune­si­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge Sami A. muss nicht nach Deutsch­land zurück­ge­holt wer­den.

Sami A. muss in Tune­si­en blei­ben…

Sei­ne Beschwer­de gegen den Beschluss des Ver­wal­tungs­ge­richts Gel­sen­kir­chen 1, mit dem die ursprüng­lich ange­ord­ne­te Rück­gän­gig­ma­chung der Abschie­bung auf­ge­ho­ben wor­den war, hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len in Müns­ter nun zurück­ge­wie­sen.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter bestä­tig­te damit die Annah­me der Vor­in­stanz, dass der durch die Abschie­bung zunächst geschaf­fe­ne rechts­wid­ri­ge Zustand ent­fal­len sei, nach­dem die zustän­di­ge Asyl­kam­mer des Ver­wal­tungs­ge­richts in Hin­blick auf die Vor­la­ge einer Ver­bal­no­te der tune­si­schen Bot­schaft in Ber­lin ein Abschie­bungs­ver­bot nach Tune­si­en ver­neint hat­te. Die­se asyl­ge­richt­li­che Ent­schei­dung ent­fal­te im aus­län­der­recht­li­chen Ver­fah­ren Bin­dungs­wir­kung mit der Fol­ge, dass vor­lie­gend weder die Fra­ge einer dro­hen­den Fol­ter­ge­fahr noch die Qua­li­tät der in Rede ste­hen­den diplo­ma­ti­schen Zusi­che­rung zu bewer­ten sei.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein ‑West­fa­len, Beschluss vom 12. Juni 2019 – 17 B 47/​19

  1. VG Gel­sen­kir­chen, Beschluss vom 19.12.2018 – 8 L 2184/​18[]