Schiffs­he­be­wer­kes Mag­de­burg-Rothen­see

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Mag­de­burg hat die gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, Was­ser- und Schiff­fahrts­di­rek­ti­on Ost gerich­te­te Kla­ge auf Wei­ter­be­trieb des Schiffs­he­be­wer­kes Mag­de­burg-Rothen­see abge­wie­sen.

Schiffs­he­be­wer­kes Mag­de­burg-Rothen­see

Die Klä­ger, die Mag­de­bur­ger Wei­ße Flot­te GmbH sowie Ver­tre­ter von Ruder- und Motor­sport­ver­ei­nen, woll­ten mit der Kla­ge den (Fort-)Betrieb des Schiffs­he­be­wer­kes Mag­de­burg-Rothen­see als Teil einer Bun­des­was­ser­stra­ße errei­chen. Dem folg­te das Gericht nicht. Dabei hat das Gericht die Kla­ge, mit Aus­nah­me der der Wei­ße Flot­te Mag­de­burg GmbH, bereits als unzu­läs­sig abge­wie­sen, weil sich die Klä­ger mit ihrem Begeh­ren nicht zuvor an die Beklag­te gewandt hat­ten.

Im Übri­gen hat es sei­ne Ent­schei­dung im Wesent­li­chen damit begrün­det, dass es sich bei der Außer­be­trieb­nah­me des Schiffs­he­be­wer­kes ledig­lich um was­ser­ver­kehrs­recht­li­che Maß­nah­me und damit nicht um eine sol­che, die nur auf­grund eines Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren hät­te getrof­fen wer­den dür­fen, gehan­delt hat. Der Bestand der Bun­des­was­ser­stra­ße als sol­che ist infol­ge der Still­le­gung des Schiffs­he­be­wer­kes nicht betrof­fen. Die Still­le­gung konn­te mit­hin auf­grund einer all­ge­mei­nen Anord­nung – wie erfolgt – durch­ge­führt wer­den. Aus dem Bun­des­was­ser­stra­ßen­ge­setz ergibt sich kein Anspruch auf unein­ge­schränk­te Auf­recht­erhal­tung des bis­he­ri­gen Zustan­des des Was­ser­ver­kehrs.

Ver­wal­tungs­ge­richt Mag­de­burg, Urteil vom 7. Juli 2011 – 3 A 28/​09 MD