"Schul­den­brem­se" beschlos­sen

Der Bun­des­tag hat heu­te die Gesetz­ent­wür­fe zur Ände­rung des Grund­ge­set­zes und für ein Begleit­ge­setz zur zwei­ten Föde­ra­lis­mus­re­form beschlos­sen. Kern der Refor­men ist die Schul­den­brem­se, die im Grund­ge­setz ver­an­kert wer­den soll. Mit ihr wird die deut­sche Finanz­ver­fas­sung grund­le­gend ver­än­dert.

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Die wesent­li­chen beschlos­se­nen Ände­run­gen:

  • Im Grund­ge­setz wird der Grund­satz eines ohne Ein­nah­men aus Kre­di­ten aus­ge­gli­che­nen Haus­halts fest­ge­schrie­ben.
  • Beim Bund ist eine struk­tu­rel­le Ver­schul­dung nur noch in Höhe von 0,35 % des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes zuläs­sig.
  • Eine kon­junk­tur­be­ding­te Erhö­hung der Kre­dit­auf­nah­me in Abschwung­pha­sen muss in Auf­schwung­pha­sen auch wie­der aus­ge­gli­chen wer­den.
  • Eine Aus­nah­me­re­ge­lung für Natur­ka­ta­stro­phen oder ande­re außer­ge­wöhn­li­che Not­si­tua­tio­nen soll die not­wen­di­ge Hand­lungs­fä­hig­keit des Staa­tes zur Kri­sen­be­wäl­ti­gung sichern.
  • Zum schnel­le­ren Erken­nung von und Reagie­ren auf dro­hen­de Haus­halts­not­la­gen wird ein Sta­bi­li­täts­rat geschaf­fen, der die Haus­hal­te von Bund und den ein­zel­nen Län­dern über­wacht und ein Sanie­rungs­ver­fah­ren ein­lei­ten kann.

Die Neu­re­ge­lung gilt für Bund und Län­der ab dem Jahr 2011. Im Rah­men einer Über­gangs­re­ge­lung ist fest­ge­legt, dass für den Bund noch bis ein­schließ­lich 2015 und für die Län­der bis ein­schließ­lich 2019 Abwei­chun­gen mög­lich sind. Über Kon­so­li­die­rungs­hil­fen wird es den ärme­ren Bun­des­län­dern Bre­men, Ber­lin, Saar­land, Sach­sen-Anhalt und Schles­wig-Hol­stein mög­lich gemacht, die Vor­ga­ben der Schul­den­be­gren­zung ab dem Jahr 2020 zu erfül­len.