Sit­zen­ge­blie­ben

Ein die vor­läu­fi­ge Ver­set­zung in die nächst­hö­he­re Jahr­gangs­stu­fe im Wege der einst­wei­li­gen Anord­nung begrün­den­der Anord­nungs­an­spruch setzt grund­sätz­lich die Glaub­haft­ma­chung vor­aus, dass eine rechts­feh­ler­freie Wie­der­ho­lung der Ver­set­zungs­ent­schei­dung mit über­wie­gen­der Wahr­schein­lich­keit zur Ver­set­zung des Schü­lers füh­ren wird.

Sit­zen­ge­blie­ben

Der Ver­set­zungs­ent­schei­dung ist bei der zu tref­fen­den Pro­gno­se, ob eine erfolg­rei­che Teil­nah­me des Schü­lers am Unter­richt des nächst höhe­ren Schul­jahr­gangs zu erwar­ten ist, der tat­säch­li­che Leis­tungs­stand und das tat­säch­li­che Leis­tungs­ver­mö­gen des Schü­lers auch dann zugrun­de zu legen, wenn schul­recht­lich vor­ge­se­he­ne Infor­ma­ti­ons- und För­der­maß­nah­men unter­blie­ben sind.

Nicht erbrach­te Haus­auf­ga­ben kön­nen im Rah­men einer päd­ago­gi­schen Wer­tung in die Noten­ge­bung auch dann ein­flie­ßen, wenn der Schü­ler die­se im Rah­men eines Erzie­hungs­mit­tels („Nach­sit­zen“) nach­ho­len muss­te.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 15.Oktober 2009 – 2 ME 307/​09