Sitz­zu­tei­lung bei der Bun­des­tags­wahl

Nach­dem das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor einem Jahr das gera­de erst für die Bun­des­tags­wahl 2009 über­ar­bei­te­te Sitz­zu­tei­lungs­ver­fah­rens (§ 6 BWahlG) als mit Arti­kel 21 Absatz 1 und Arti­kel 38 Absatz 1 Satz 1 GG unver­ein­bar und damit als ver­fas­sungs­wid­rig beur­teilt und in sei­nen wesent­li­chen Bestim­mun­gen (§ 6 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 BWahlG) für nich­tig erklärt hat­te 1 muss­te drin­gend eine neue Rege­lung zur Sitz­zu­tei­lung für die nächs­ten Bun­des­tags­wah­len her. Die­se wur­de sodann in die­sem Früh­jahr vom Bun­des­tag beschlos­sen und fin­det bei der mor­gi­gen Bun­des­tags­wahl erst­mals Anwen­dung.

Sitz­zu­tei­lung bei der Bun­des­tags­wahl

Und wie immer, wenn ein poli­ti­scher Kom­pro­miss gefun­den wer­den muss, bei dem jede Par­tei glau­ben muss, dass Sie nicht benach­tei­ligt wird und ihre Pfrün­de gesi­chert sind, wird es kom­pli­ziert. Da sorgt sich dann die eine Volks­par­tei, dass sie im Land Bran­den­burg zwar viel­leicht 300.000 Stim­men erhal­ten könn­te, aber den­noch – wenn der Vor­schlag einer ande­ren Par­tei ange­nom­men wer­den wür­de – kein Bun­des­tags­man­dat hier­für her­aus­kom­men könn­te, wäh­rend sich eine Par­tei dar­über sorgt, dass even­tu­el­le Über­hang­man­da­te eher nicht bei ihr, son­dern nur bei der Kon­kur­renz anfal­len und so wei­ter und so fort.

Und da gleich­wohl ein Kon­sens aller demo­kra­ti­schen Par­tei­en gefun­den wer­den soll­te – damit nach­her nicht wie­der einer nach Karls­ru­he läuft – kann eine Rege­lung zustan­de, die zum einen dafür sorgt, dass Über­hang­man­da­te zukünf­tig kei­ne Rol­le mehr spie­len kön­nen, son­dern voll­stän­dig aus­ge­gli­chen wer­den, die zum ande­ren aber auch eine "gerech­te" Sitz­ver­tei­lung ermög­li­chen soll, mit der sowohl die klei­nen wie die grö­ße­ren Par­tei­en leben kön­nen.

Die Sitz­zu­tei­lung im Über­blick[↑]

Die Grund­idee der gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung ist zunächst ein­mal ein­fach:

  • Maß­geb­lich für die Sitz­ver­tei­lung ist aus­schließ­lich und ein­zig die Zweit­stim­me. Die Erst­stim­me bewirkt nur die Wahl eines Wahl­kreis­kan­di­da­ten, ist aber für die par­tei­po­li­ti­sche Zusam­men­set­zung des zu wäh­len­den Bun­des­ta­ges voll­stän­dig ohne Belang.
  • Hier­zu wer­den Über­hang­man­da­te – also die Situa­ti­on, dass eine Par­tei mit den Erst­stim­men mehr Sit­ze erobert als ihr nach dem Ver­hält­nis der Zweit­stim­men zusteht – durch eine Ver­grö­ße­rung des Bun­des­ta­ges voll­stän­dig aus­ge­gli­chen.


Die Neu­re­ge­lung der Sitz­zu­tei­lung hält am Wahl­sys­tem der per­so­na­li­sier­ten Ver­hält­nis­wahl fest, bei dem die Per­so­nen­wahl von Wahl­kreis­be­wer­bern nach den Grund­sät­zen der Mehr­heits­wahl mit der Ver­hält­nis­wahl von Lan­des­lis­ten der Par­tei­en kom­bi­niert ist und durch Anrech­nung der gewon­ne­nen Direkt­man­da­te auf die Lis­ten­man­da­te der Grund­cha­rak­ter der Ver­hält­nis­wahl gewahrt wird. Zur Ver­mei­dung des Phä­no­mens des so genann­ten nega­ti­ven Stimm­ge­wichts wird sodann

  • die mit dem Neun­zehn­ten Gesetz zur Ände­rung des Bun­des­wahl­ge­set­zes vom 25. Novem­ber 2011 2 ein­ge­führ­te län­der­wei­se Ver­tei­lung der Sit­ze auf die Lan­des­lis­ten der Par­tei­en – in modi­fi­zier­ter Form – als ers­te Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung bei­be­hal­ten.
  • Zur Ver­mei­dung von Über­hang­man­da­ten wird in einer zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung die Gesamt­zahl der Sit­ze so weit erhöht, bis bei anschlie­ßen­der bun­des­wei­ter Ober­ver­tei­lung an die Par­tei­en und Unter­ver­tei­lung auf die Lan­des lis­ten alle gewon­ne­nen Wahl­kreis­man­da­te von den Sit­zen, die der Par­tei nach dem Ergeb­nis der Ver­hält­nis­wahl zuste­hen, abge­rech­net wer­den kön­nen, so dass im Ergeb­nis kei­ne Über­hang­man­da­te mehr auf­tre­ten.

Damit ist die jetzt gel­ten­de Sitz­zu­tei­lung sicher­lich kein Mus­ter­bei­spiel für eine ein­fa­che und strin­gen­te Lösung. Aber wie sag­te bereits der Abge­ord­ne­te Tho­mas Opper­mann bei der ers­ten Lesung des spä­ter beschlos­se­nen Gesetz­ent­wurfs am 14. Dezem­ber 2012 im Deut­schen Bun­des­tag:

Es muss nicht unbe­dingt so sein, … dass jeder Ein­zel­ne die kom­ple­xe Mecha­nik des Wahl­rech­tes ver­steht. 3

Im Ein­zel­nen:

Die Aus­gangs­la­ge[↑]

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat mit sei­nem Urteil vom 25. Juli 2012 1 ent­schie­den, dass § 6 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2a sowie § 6 Absatz 5 BWahlG mit Arti­kel 21 Absatz 1 und Arti­kel 38 Absatz 1 Satz 1 GG unver­ein­bar und die bei­den erst­ge­nann­ten Absät­ze nich­tig sind.

Die ers­ten bei­den erst­ge­nann­ten Bestim­mun­gen (§ 6 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2a BWahlG) waren mit dem 19. Gesetz zur Ände­rung des Bun­des­wahl­ge­set­zes (19. BWahl­GÄndG) vom 25. Novem­ber 2011 2 neu in das Bun­des­wahl­ge­setz auf­ge­nom­men wor­den. Der Gesetz­ge­ber woll­te damit den Rege­lungs­auf­trag im Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 3. Juli 2008 4 umset­zen, in dem das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine Ver­let­zung der Artt. 21 und 38 GG durch den frü­he­ren § 7 Absatz 3 i. V. m. § 6 Absät­ze 4 und 5 BWahlG fest­ge­stellt und den Gesetz­ge­ber zu einer ver­fas­sungs­kon­for­men Neu­re­ge­lung bis zum 30. Juni 2011 ver­pflich­tet. Der Gesetz­ge­ber hat­te sich dar­auf­hin im 19. BWahl­GÄndG für den in dem Urteil als eine Mög­lich­keit der Neu­re­ge­lung bezeich­ne­ten 5 Weg über die Abschaf­fung der frü­he­ren Mög­lich­keit der Lis­ten­ver­bin­dung und die Ver­tei­lung der Sit­ze nach Sitz­kon­tin­gen­ten der Län­der ent­schie­den 6.

In der neu­en Ent­schei­dung vom 25. Juli 2012 bil­ligt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Grund­satz den beschrit­te­nen Weg über die Abschaf­fung der Lis­ten­ver­bin­dun­gen und eine Ver­ga­be der Sit­ze nach Sitz­kon­tin­gen­ten der Län­der 7. Es stellt aber einen Ver­fas­sungs­ver­stoß fest, weil das in § 6 Absatz 1 Satz 1 i. V. m. Absatz 2 BWahlG gere­gel­te Sitz­zu­tei­lungs­ver­fah­ren infol­ge der Bil­dung der Län­der­sitz­kon­tin­gen­te nach der Wäh­ler­zahl immer noch dazu füh­ren kön­ne, dass in bestimm­ten Kon­stel­la­tio­nen abge­ge­be­ne Zweit­stim­men für Lan­des­lis­ten einer Par­tei inso­fern nega­tiv wir­ken, als die­se Par­tei in einem ande­ren Land Man­da­te ver­liert oder eine ande­re Par­tei Man­da­te gewinnt oder die Nicht­ab­ga­be einer Wäh­ler­stim­me der zu unter­stüt­zen­den Par­tei dien­lich ist 8. Dies sei aber kei­ne zwangs­läu­fi­ge Fol­ge einer mit der Per­so­nen­wahl ver­bun­de­nen Ver­hält­nis­wahl in Lis­ten­wahl­krei­sen; von Ver­fas­sungs wegen sei der Gesetz­ge­ber nicht dar­an gehin­dert, die­sen Ursa­chen­zu­sam­men­hang inner­halb des von ihm geschaf­fe­nen Wahl­sys­tems zu unter­bin­den, indem er zur Bemes­sung der Län­der­sitz­kon­tin­gen­te statt der Wäh­ler­zahl die Zahl der Bevöl­ke­rung oder der Wahl­be­rech­tig­ten her­an­zieht 9. Zudem wur­de vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt der zur Ver­mei­dung von Run­dungs­ver­lus­ten bei Sitz­ver­ga­be nach Sitz­kon­tin­gen­ten ein­ge­führ­te Rest­stim­men­aus­gleich in der Form des § 6 Absatz 2a BWahlG für unge­eig­net und als Ver­stoß gegen die genann­ten Ver­fas­sungs­be­stim­mun­gen für nich­tig erklärt 10.

Nach dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 25. Juli 2012 ver­stößt außer­dem § 6 Absatz 5 BWahlG inso­weit gegen die Grund­sät­ze der Wahl­rechts­gleich­heit und Chan­cen­gleich­heit der Par­tei­en, als er das aus­gleichs­lo­se Anfal­len von Über­hang­man­da­ten in einem Umfang zulässt, der den Cha­rak­ter der Bun­des­tags­wahl als Ver­hält­nis­wahl auf­hebt 11. Zwar hält das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt an der Recht­spre­chung fest, wonach die mit der aus­gleichs­lo­sen Zutei­lung von Über­hang­man­da­ten ver­bun­de­ne Dif­fe­ren­zie­rung des Erfolgs­werts der Wäh­ler­stim­men in begrenz­tem Umfang durch das beson­de­re Anlie­gen einer mit der Per­so­nen­wahl ver­bun­de­nen Ver­hält­nis­wahl gerecht­fer­tigt wer­den kön­ne, dem Wäh­ler die Mög­lich­keit zu geben, im Rah­men der Ver­hält­nis­wahl Per­sön­lich­kei­ten zu wäh­len, die eine enge per­sön­li­che Bin­dung zu ihrem Wahl­kreis haben 12. Das dür­fe aber nicht dazu füh­ren, dass der Grund­cha­rak­ter der Wahl als einer am Ergeb­nis der für die Par­tei­en abge­ge­be­nen Stim­men ori­en­tier­ten Ver­hält­nis­wahl auf­ge­ho­ben wer­de 13.

Über­hang­man­da­te sei­en nur in eng begrenz­tem Umfang mit dem Cha­rak­ter der Wahl als Ver­hält­nis­wahl ver­ein­bar. Fie­len sie regel­mä­ßig und in grö­ße­rer Zahl an, wider­spre­che dies der Grund­ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers 14. Wann dies der Fall sei, las­se sich ent­ge­gen der Ansicht der die Ent­schei­dung vom 10. April 1997 tra­gen­den Rich­ter 15 nicht allein in Ori­en­tie­rung an dem 5‑Pro­zent-Quo­rum des § 6 Absatz 6 BWahlG bestim­men 16. In der neu­en Ent­schei­dung vom 25. Juli 2012 sieht das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt einen ange­mes­se­nen Aus­gleich zwi­schen dem Anlie­gen mög­lichst pro­por­tio­na­ler Abbil­dung des Zweit­stim­men­er­geb­nis­ses im Deut­schen Bun­des­tag und dem mit der Per­so­nen­wahl ver­bun­de­nen Belang unein­ge­schränk­ten Erhalts von Wahl­kreis­man­da­ten dann nicht mehr als gewahrt an, wenn die Zahl der Über­hang­man­da­te etwa die Hälf­te der für die Bil­dung einer Frak­ti­on erfor­der­li­chen Zahl von Abge­ord­ne­ten über­schrei­tet 17.

Nach der Karls­ru­her Ent­schei­dung habe sich der Gesetz­ge­ber zwar im Hin­blick auf die vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt genann­te Ori­en­tie­rung an der 5‑Pro­zent-Sperr­klau­sel 15 nicht zu einem Tätig­wer­den gezwun­gen sehen müs­sen. Eben­so­we­nig hät­ten ihn die Ent­schei­dun­gen zum nega­ti­ven Stimm­ge­wicht 18 zu einer Neu­re­ge­lung ver­an­las­sen müs­sen 19. Seit der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 10. April 1997 20 hät­ten sich aber Ver­hält­nis­se ein­ge­stellt, unter denen mit beacht­li­cher Wahr­schein­lich­keit davon aus­zu­ge­hen sei, dass Über­hang­man­da­te regel­mä­ßig in grö­ße­rer Zahl anfal­len, so dass das Wahl­recht zur Wah­rung der Wahl­rechts­gleich­heit um Vor­keh­run­gen gegen ein den Grund­cha­rak­ter der Wahl als Ver­hält­nis­wahl ver­fäl­schen­des Über­hand­neh­men aus­gleichs­lo­ser Über­hang­man­da­te ergänzt wer­den müs­se. Dar­aus fol­ge nun­mehr eine Hand­lungs­pflicht des Gesetz­ge­bers 21.

1. Stu­fe: Sitz­kon­tin­gen­te nach Bevöl­ke­rungs­zahl[↑]

Der Gesetz­ge­ber des 19. Ände­rungs­ge­set­zes zum Bun­des­wahl­ge­setz hat­te sich dafür ent­schie­den, den vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in sei­nem Urteil vom 3. Juli 2008 22 für ver­fas­sungs­wid­rig erklär­ten Effekt des so genann­ten nega­ti­ven Stimm­ge­wichts dadurch zu besei­ti­gen, dass die Mög­lich­keit der Lis­ten­ver­bin­dung abge­schafft und die den Lan­des­lis­ten zuste­hen­de Sitz­zahl sepa­rat in den Län­dern ermit­telt wird 23.

Den Ver­zicht auf Lis­ten­ver­bin­dun­gen hat­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung vom 3. Juli 2008 als eine der Mög­lich­kei­ten des Gesetz­ge­bers zur Neu­ge­stal­tung iden­ti­fi­ziert 5, weil der Effekt des nega­ti­ven Stimm­ge­wichts aus einem Sys­tem­bruch des frü­he­ren Wahl­rechts folg­te, in dem einer­seits für die Aus­nut­zung von Stimm­res­ten län­der­über­grei­fen­de Lis­ten­ver­bin­dun­gen gebil­det wur­den, die­se aber ande­rer­seits nicht die Grund­la­ge der Ver­rech­nung von Wahl­krei­sund Lis­ten­man­da­ten waren 24.

In sei­ner Ent­schei­dung vom 25. Juli 2012 hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt den Weg über Län­der­sitz­kon­tin­gen­te und den Ver­zicht auf Lis­ten­ver­bin­dun­gen grund­sätz­lich gebil­ligt 25, wegen des Effekts des so genann­ten nega­ti­ven Stimm­ge­wichts aber eine Bestim­mung der Sitz­kon­tin­gen­te nach Bevöl­ke­rungs­zahl oder Wahl­be­rech­tig­ten in den Län­dern für erfor­der­lich gehal­ten 26. In der nun erfolg­ten Neu­re­ge­lung ent­schei­det sich der Gesetz­ge­ber dafür, die Sitz­kon­tin­gen­te der Län­der, aus denen bei der ers­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung die Sit­ze auf die Lan­des­lis­ten ver­teilt wer­den, wie bei der Ver­tei­lung der Wahl­krei­se auf die Län­der (§ 3 Absatz 1 Satz 1 Num­mer 2 BWahlG (vgl. BVerfG, Beschluss vom 31.01.2012, Rn. 93 f.)) nach dem Bevöl­ke­rungs­an­teil der Län­der (nach § 3 Absatz 1 Satz 2 BWahlG ohne Aus­län­der) zu bestim­men.

Durch die län­der­wei­se Ver­tei­lung der Sit­ze auf die Lan­des­lis­ten der Par­tei­en soll ver­mie­den wer­den, dass Stim­men­ver­lus­te einer Par­tei im Ergeb­nis zu einem Zuwachs an Sit­zen für die Par­tei füh­ren kön­nen, weil wegen des Stim­men­ver­lusts in der Unter­ver­tei­lung ein Sitz auf eine ande­re Lan­des­lis­te der Par­tei ent­fällt, im Ver­lust­land aber wegen gewon­ne­ner Direkt­man­da­te nicht zu einem Sitz­ver­lust führt. Denn bei län­der­wei­ser Sitz­ver­tei­lung kann der Zweit­stim­men­ver­lust einer Lan­des­lis­te nicht zu einem Zuwachs an Sit­zen bei einer Lan­des­lis­te der­sel­ben Par­tei in einem ande­ren Land, son­dern höchs­tens zu einem Sitz­zu­wachs bei der Lan­des­lis­te einer ande­ren Par­tei im sel­ben Land füh­ren. Das ist aber kein inver­ser, son­dern ein fol­ge­rich­ti­ger Effekt. Auch die an die Ergeb­nis­se der ers­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung anschlie­ßen­de Oberund Unter­ver­tei­lung der zwei­ten Stu­fe wird daher nicht auf­grund einer durch den Effekt des so genann­ten nega­ti­ven Stimm­ge­wichts erhöh­ten Sitz­zahl vor­ge­nom­men.

2. Stu­fe: Sitz­zahl­erhö­hung und bun­des­wei­te Ver­tei­lung nach Par­tei­en[↑]

Um zu ver­mei­den, dass aus­gleichs­lo­se Über­hang­man­da­te in einem Umfang anfal­len kön­nen, der den Grund­cha­rak­ter der Bun­des­tags­wahl als Ver­hält­nis­wahl auf­hebt, und um das Zweit­stim­men­er­geb­nis mög­lichst genau in Sit­ze umzu­rech­nen, wird in einer zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung zunächst die Gesamt­zahl der Sit­ze erhöht, bis alle nach Berech­nung der ers­ten Stu­fe auf­tre­ten­den Über­hang­man­da­te auf Lis­ten­man­da­te der Par­tei anre­chen­bar sind (§ 6 Absatz 5 BWahlG n.F.). Dar­auf wer­den – unab­hän­gig davon, ob deren Zahl nach § 6 Absatz 5 BWahlG n.F. erhöht wer­den muss­te oder nicht – die nach Absatz 5 Satz 1 zu ver­ge­ben­den Sit­ze in einer bun­des­wei­ten Ober­ver­tei­lung zunächst auf Par­tei­en (§ 6 Absatz 6 Satz 1 BWahlG n.F.) und anschlie­ßend in einer Unter­ver­tei­lung inner­halb der Par­tei­en auf deren Lan­des­lis­ten (§ 6 Absatz 6 Satz 2 BWahlG n.F.) ver­teilt, wobei in die­ser Unter­ver­tei­lung auf jede Lan­des­lis­te min­des­tens so vie­le Sit­ze ent­fal­len, wie die Par­tei im Land Wahl­kreis­sit­ze gewon­nen hat.

Indem für die zwei­te Stu­fe der Ver­tei­lung die Gesamt­zahl der Sit­ze um die Zahl der Sit­ze erhöht wird, die in der ers­ten Stu­fe nicht nach § 6 Absatz 4 Satz 1 BWahlG anre­chen­bar waren und nach § 6 Absatz 4 Satz 2 BWahlG n.F. den gewähl­ten Wahl­kreis­be­wer­bern und damit deren Par­tei­en ver­blei­ben 27, ist sicher­ge­stellt, dass in der zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung alle Wahl­kreis­sit­ze nach § 6 Absatz 6 Satz 3 BWahlG n.F. auf die Zahl der nach dem Zweit­stim­men­ver­hält­nis der Par­tei zuste­hen­den Sit­ze ange­rech­net wer­den kön­nen. Die ohne die Sitz­zahl­erhö­hung auf­tre­ten­den Über­hang­man­da­te wer­den durch Ver­ga­be wei­te­rer Sit­ze bis zur Her­stel­lung des bun­des­wei­ten Pro­por­zes nach dem Ver­hält­nis der Zweit­stim­men aus­ge­gli­chen. Durch die Erhö­hung der Gesamt­sitz­zahl soll zugleich ver­mie­den wer­den, dass die nach § 6 Absatz 5 Satz 3 BWahlG n.F. zur Sicher­stel­lung der Anre­chen­bar­keit aller Wahl­kreis­man­da­te den Lan­des­lis­ten min­des­tens zuge­teil­ten Sit­ze auf ande­ren Lan­des­lis­ten der Par­tei kom­pen­siert wer­den müs­sen. Damit wird dem Ziel Rech­nung getra­gen, föde­ra­le Pro­porz­stö­run­gen zu ver­mei­den.

Die Neu­re­ge­lung sieht also vor, in der zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung die Gesamt­sitz­zahl so weit anzu­pas­sen, dass Über­hang­man­da­te im Ver­hält­nis der Par­tei­en zuein­an­der voll­stän­dig aus­ge­gli­chen wer­den. Damit ent­schied sich der Gesetz­ge­ber für einen Voll­aus­gleich aller Über­hang­man­da­te. Der Gesetz­ge­ber woll­te damit die aus der Pro­gno­se des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, nach der die Zahl der Über­hang­man­da­te den hin­nehm­ba­ren Umfang auf abseh­ba­re Zeit deut­lich über­stei­gen wird 28, fol­gen­de Hand­lungs­pflicht erfül­len und die von Ver­fas­sungs wegen erfor­der­li­chen Vor­keh­run­gen zur Wah­rung der Wahl­rechts- und Chan­cen­gleich­heit tref­fen 29.

Durch die Ver­ga­be wei­te­rer Sit­ze nach Erhö­hung der Sitz­zahl in der zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung gemäß § 6 Absatz 5 BWahlG n.F. wird nach Über­zeu­gung der ein­brin­gen­den Frak­tio­nen nicht der Effekt des nega­ti­ven Stimm­ge­wichts her­vor­ge­ru­fen. Die Erhö­hung der Sitz­zahl bis zur Anre­chen­bar­keit aller Über­hang­man­da­te dient dazu, dass die Ver­tei­lung der Man­da­te auf die Par­tei­en voll­stän­dig der Sum­me der Wäh­ler­stim­men ent­spricht und nicht erwar­tungs­wid­rig im Sin­ne der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 25. Juli 2012 30 mit der auf die­se oder eine kon­kur­rie­ren­de Par­tei ent­fal­len­den Stim­men­zahl kor­re­liert. Durch die Ver­ga­be zusätz­li­cher (Ausgleichs-)Mandate erhal­ten zwar auch ande­re Par­tei­en mehr Sit­ze, wenn Wahl­be­wer­ber einer Par­tei mehr Stim­men und infol­ge­des­sen mehr Wahl­kreis­man­da­te erzie­len, die in der ers­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung nicht anre­chen­bar sind und dar­um zu einer Sitz­zahl­erhö­hung nach § 6 Absatz 5 BWahlG n.F.führen. Die Ver­ga­be wei­te­rer Sit­ze auch an ande­re Par­tei­en ent­spre­chend dem Zweit­stim­men­er­geb­nis der Ver­hält­nis­wahl nach einer Sitz­zahl­ver­grö­ße­rung zum Ver­hält­nis­aus­gleich stellt aber kei­ne für den Wäh­ler nicht erkenn­ba­re Aus­wir­kung sei­ner Stimm­ab­ga­be auf den Erfolg oder Miss­erfolg der Wahl­be­wer­ber im Sin­ne der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts 31 dar. Denn der vom Wäh­ler gewähl­te Wahl­kreis­be­wer­ber zieht auf­grund sei­ner direk­ten Wahl nach § 5 BWahlG in den Bun­des­tag ein. Der Ein­zug wei­te­rer Abge­ord­ne­ter ande­rer Par­tei­en bei der Sitz­ver­tei­lung nach § 6 Absatz 6 BWahlG n.F. ent­spricht dem Ergeb­nis der Ver­hält­nis­wahl nach Zweit­stim­men. Dass der wegen eines unvoll­stän­dig durch­ge­führ­ten Ver­hält­nis­aus­gleichs gestör­te Pro­porz durch die Zutei­lung von Aus­gleichs­man­da­ten wie­der­her­ge­stellt wer­den kann, hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Urteil vom 25. Juli 2012 aus­drück­lich fest­ge­stellt 32. Eine Inter­pre­ta­ti­on der Defi­ni­ti­on des nega­ti­ven Stimm­ge­wichts, nach der die Zutei­lung von Aus­gleichs­man­da­ten als sol­che ver­fas­sungs­wid­rig wäre, kann dar­um nach Ansicht der ein­brin­gen­den Frak­tio­nen nicht zugrun­de gelegt wer­den.

Fol­ge­fra­ge: Rest­stim­men­aus­gleich[↑]

Der zur Ver­mei­dung von Erfolgs­wert­un­ter­schie­den durch eine Kumu­la­ti­on von Rest­stim­men­ver­lus­ten bei einer Sitz­ver­tei­lung aus 16 Lan­des­sitz­kon­tin­gen­ten erst mit dem 19. Gesetz zur Ände­rung des Bun­des­wahl­ge­set­zes neu gere­gel­te Rest­stim­men­aus­gleich (§ 6 Absatz 2a BWahlG), den das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Urteil vom 25. Juli 2012 im Grund­satz gebil­ligt 33, in der kon­kre­ten Form aber für unge­eig­net und nich­tig erklärt hat 34, kann ent­fal­len, weil durch die immer fol­gen­de bun­des­wei­te Ver­tei­lung der Sit­ze auf die Par­tei­en (§ 6 Absatz 5 Satz 1 BWahlG) in der neu­en zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung nun eine erfolgs­wert­op­ti­ma­le Ver­tei­lung der Sit­ze auf die Par­tei­en sicher­ge­stellt ist und sich kei­ne Run­dungs­ver­lus­te kumu­lie­ren kön­nen.

Fol­ge­fra­ge: Mehr­heits­si­che­rungs­klau­sel[↑]

Die so genann­te Mehr­heits­si­che­rungs­klau­sel des bis­he­ri­gen § 6 Absatz 3 BWahlG, die sicher­stel­len soll, dass dann, wenn auf eine Par­tei im Wahl­ge­biet eine Mehr­heit der Zweit­stim­men ent­fällt, die­se Par­tei auch eine Mehr­heit der Sit­ze im Deut­schen Bun­des­tag erhält, kann aus sys­te­ma­ti­schen Grün­den erst nach der neu­en zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung (§ 6 Absatz 6 BWahlG n.F.) gere­gelt wer­den. Sie wird von der Anknüp­fung an den für nich­tig erklär­ten Rest­stim­men­aus­gleich (§ 6 Absatz 2a BWahlG) und die frü­he­ren Lis­ten­ver­bin­dun­gen gelöst und unter Anknüp­fung an die zwei­te Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung nach § 6 Absatz 6 BWahlG im neu­en § 6 Absatz 7 BWahlG gere­gelt.

Fol­ge­fra­ge: Über­hang­man­da­te und Lan­des­lis­ten[↑]

Einer Son­der­re­ge­lung für den Fall, dass eine Par­tei in einem Land mehr Direkt­man­da­te als Lis­ten­sit­ze zuste­hen 35, bedarf es nach dem Ent­wurf nicht mehr. Zwar blei­ben in der ers­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung die von Wahl­be­wer­bern einer Par­tei nach § 5 BWahlG in den Wahl­krei­sen gewon­ne­ne Sit­ze den erfolg­rei­chen Wahl­be­wer­bern und der Par­tei erhal­ten, wenn ihre Zahl die nach § 6 Absatz 2 und 3 BWahlG n.F. – für die Par­tei ermit­tel­te Sitz­zahl über­steigt (§ 6 Absatz 4 Satz 2 BWahlG n.F.; bis­her § 6 Absatz 5 Satz 1 BWahlG). Zur Ermitt­lung des Ergeb­nis­ses der Wahl nach Lan­des­lis­ten wird nach dem Ent­wurf die Zahl der zu ver­ge­ben­den Sit­ze aber solan­ge erhöht, bis bei bun­des­wei­ter Ober­ver­tei­lung in der zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung jede Par­tei die nach der ers­ten Stu­fe ermit­tel­te Sitz­zahl zuzüg­lich der nach der ers­ten Stu­fe noch nicht anre­chen­ba­ren Wahl­kreis­sit­ze erhält (§ 6 Absatz 5 Satz 1 BWahlG n.F.). Bei der anschlie­ßen­den Unter­ver­tei­lung in den Par­tei­en wer­den jeder Lan­des­lis­te min­des­tens so vie­le Sit­ze zuge­teilt, wie die Par­tei in den Wahl­krei­sen im Land Sit­ze errun­gen hat (§ 6 Absatz 6 Satz 2 BWahlG n.F.). Nach der neu ein­ge­führ­ten zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung ver­fügt dar­um in kei­nem Land eine Par­tei über mehr Direkt­man­da­te als ihrer Lan­des­lis­te in dem Land Lis­ten­sit­ze zuste­hen, son­dern immer min­des­tens über genau so vie­le Lis­ten­sit­ze wie Direkt­man­da­te.

Durch die zwei­te Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung ent­spricht das Sitz­ver­hält­nis zwi­schen den Par­tei­en voll­stän­dig dem Zweit­stim­men­ver­hält­nis unter den Par­tei­en. Zwar wird nach dem Ent­wurf nicht auch inner­halb der Par­tei­en der Vor­teil der­je­ni­gen Lan­des­lis­ten aus­ge­gli­chen, bei denen Wahl­be­wer­ber der Par­tei mehr Direkt­man­da­te gewon­nen haben als nach der ers­ten Stu­fe Lis­ten­man­da­te auf die Lan­des­lis­te ent­fal­len wären. Die Sitz­zahl wird zur Wah­rung einer ver­tret­ba­ren Bun­des­tags­grö­ße nur so weit erhöht, dass alle Wahl­kreis­man­da­te auf Lis­ten­man­da­te der Lan­des­lis­te anre­chen­bar sind und eine Kom­pen­sa­ti­on zu Las­ten ande­rer Lan­des­lis­ten der Par­tei ver­mie­den wird. Nach Aus­gleich und Anrech­nung aller Über­hang­man­da­te in der zwei­ten Stu­fe der Sitz­ver­tei­lung ver­fügt aber künf­tig kei­ne Par­tei in einem Land über mehr Direkt­man­da­te als ihrer Lan­des­lis­te nach § 6 Absatz 6 Satz 1 und 2 BWahlG n.F. – Lis­ten­man­da­te zuste­hen. Kei­ner der nach § 6 Absatz 2 bis 7 BWahlG n.F. – ver­ge­be­nen Sit­ze wird also künf­tig nur von einer Mehr­heit der Erst­stim­men und nicht auch von dem Erfolg der Zweit­stim­men 36 getra­gen.

Da es nach dem Ent­wurf sol­che Über­hang­man­da­te also nicht mehr gibt, ist die für die­sen Fall durch das 18. BWahl­GÄndG vom 17. März 2008 nor­mier­te Son­der­re­ge­lung gegen­stands­los und der bis­he­ri­ge § 48 Absatz 1 Satz 2 BWahlG kann künf­tig ent­fal­len. Es bleibt danach bei der Rege­lung, dass auch dann, wenn ein erfolg­rei­cher Wahl­kreis­be­wer­ber stirbt oder nach­träg­lich aus dem Deut­schen Bun­des­tag aus­schei­det, aus der jewei­li­gen Lan­des­lis­te der Par­tei nach­ge­rückt wird (§ 48 Absatz 1 Satz 1 BWahlG). Das Zweit­stim­men­er­geb­nis kann den Sitz wei­ter­hin tra­gen, weil beim Weg­fall des in der Wahl per­sön­lich gewähl­ten Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ten die Anrech­nung sei­nes Direkt­man­dats (§ 6 Absatz 6 Satz 3 BWahlG n.F.) auf die Sitz­zahl, die der Lan­des­lis­te gemäß § 6 Absatz 6 Satz 1 und 2 BWahlG n.F. nach dem Zweit­stimm­ergeb­nis zusteht, rück­gän­gig gemacht wird. Dabei lebt ein Lis­ten­sitz, den der Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­te durch Anrech­nung gemäß § 6 Absatz 6 Satz 3 BWahlG n.F. ver­drängt hat­te, gleich­sam wie­der auf 37. Dar­um hält die jewei­li­ge Lan­des­lis­te der Par­tei mit­ge­wähl­te Ersatz­leu­te für aus­schei­den­de Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­te vor.

  1. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11[][]
  2. BGBl. I S. 2313[][]
  3. Dt. Bun­des­tag, Ple­nar­pro­to­koll 17/​215, S. 26510 (B) []
  4. BVerfGE 121, 266, 267[]
  5. vgl. BVerfGE 121, 266, 307, 315[][]
  6. vgl. BT-Drs. 17/​6290, S. 6[]
  7. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 67 bis 83[]
  8. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 86 ff.[]
  9. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 96 f.[]
  10. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 98 bis 108[]
  11. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 109 ff.[]
  12. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 127, 132 ff; mit Ver­weis auf BVerfGE 7, 63, 74 f.; 16, 130, 140; 95, 335, 360 f.[]
  13. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 137; mit Ver­weis auf BVerfGE 95, 335, 361, 365 f.[]
  14. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 141, unter Hin­weis auf BVerfGE 95, 335, 365 f.[]
  15. BVerfGE 95, 335, 366[][]
  16. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 141[]
  17. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 143[]
  18. BVerfGE 121, 266, 315; 122, 304, 310 f.[]
  19. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 151[]
  20. BVerfGE 95, 335[]
  21. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 145, 151[]
  22. BVerfGE 121, 266[]
  23. vgl. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 19, 68; BT-Drs. 17/​6290, S. 6[]
  24. BVerfGE 121, 266, 306 f.[]
  25. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 67 bis 83[]
  26. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 84 bis 97[]
  27. vgl. BVerfGE 121, 266, 271[]
  28. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 145 ff.[]
  29. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 151[]
  30. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 85[]
  31. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 85; BVerfGE 121, 266, 307[]
  32. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 135[]
  33. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 99 bis 102[]
  34. BVerfG, Urteil vom 25.07.2012 – 2 BvF 3/​11, 2 BvR 2670/​11, 2 BvE 9/​11, Rn. 103 bis 108[]
  35. BVerfGE 97, 317, 328[]
  36. BVerfGE 97, 317, 325[]
  37. vgl. BVerfGE 97, 317, 327 f.[]