Sub­si­dia­ri­tät der Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und der Eil­rechts­schutz

Der Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät der Ver­fas­sungs­be­schwer­de gilt auch für den vor­ge­la­ger­ten ver­fas­sungs­recht­li­chen Eil­rechts­schutz 1.

Sub­si­dia­ri­tät der Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und der Eil­rechts­schutz

Der Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung im Rah­men eines Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­rens oder in des­sen Vor­feld kommt daher nur in Betracht, wenn der Antrag­stel­ler bestehen­de Mög­lich­kei­ten, fach­ge­richt­li­chen Eil­rechts­schutz zu erlan­gen, aus­ge­schöpft hat.

Inso­weit ist zunächst der fach­ge­richt­li­che Eil­rechts­schutz (etwa durch den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung) nach­zu­su­chen, sofern nicht hin­rei­chen­de Anhalts­punk­te dafür vor­lie­gen, dass die Aus­schöp­fung des fach­ge­richt­li­chen Eil­rechts­schut­zes aus­nahms­wei­se unzu­mut­bar ist.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 16. Juli 2015 – 2 BvQ 22/​15

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 30.12 2002 – 2 BvQ 59/​02; BVerfG, Beschluss vom 09.12 2009 – 2 BvQ 84/​09; BVerfG, Beschluss vom 30.07.2014 – 2 BvQ 26/​14; stRspr[]