Über­den­kens­ver­fah­ren bei münd­li­chen berufs­be­zo­ge­nen Abschluss­prü­fun­gen

Der prü­fungs­recht­li­che Grund­satz der Chan­cen­gleich­heit und der effek­ti­ve Schutz der Berufs­wahl­frei­heit (Art. 12 Abs. 1 GG) ver­lan­gen, dass der zustän­di­ge Norm­ge­ber die Zahl der Prü­fer und das Ver­fah­ren im Fal­le von Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen der Prü­fer bei berufs­be­zo­ge­nen Prü­fun­gen rechts­satz­mä­ßig fest­legt.

Über­den­kens­ver­fah­ren bei münd­li­chen berufs­be­zo­ge­nen Abschluss­prü­fun­gen

Die Durch­füh­rung eines Über­den­kens­ver­fah­rens kann nicht wegen einer zuvor auf Ver­lan­gen des Prüf­lings von den Prü­fern abge­ge­be­nen schrift­li­chen Begrün­dung der Bewer­tung sei­ner münd­li­chen Prü­fungs­leis­tung als ent­behr­lich ange­se­hen wer­den. Eine sol­che Begrün­dung eröff­net dem Prüf­ling erst die Mög­lich­keit, sub­stan­ti­ier­te Ein­wen­dun­gen zu erhe­ben, anhand derer die Prü­fer ihre Bewer­tung zu über­den­ken haben.

Gebie­tet Art. 12 Abs. 1 GG auf­grund der Ein­wen­dun­gen des Prüf­lings die Durch­füh­rung eines Über­den­kens­ver­fah­rens und kann das Über­den­kens­ver­fah­ren infol­ge Zeit­ab­laufs nicht mehr nach­ge­holt wer­den, besteht ein Anspruch des Prüf­lings auf erneu­te Durch­füh­rung der (hier:) zwei­ten Wie­der­ho­lungs­prü­fung des für end­gül­tig nicht bestan­den erklär­ten Prü­fungs­teils.

Maß­geb­li­che Sach- und Rechts­la­ge[↑]

Die Recht­mä­ßig­keit der Durch­füh­rung einer berufs­be­zo­ge­nen Prü­fung und deren Bewer­tung sowie die dar­auf beru­hen­de Fest­stel­lung ihres end­gül­ti­gen Nicht­be­stehens sind anhand der zum Zeit­punkt der Erbrin­gung der Prü­fungs­leis­tung maß­ge­ben­den Sach- und Rechts­la­ge zu beur­tei­len. Danach ist auf die Anfang Okto­ber 2012 gel­ten­de Rechts­la­ge abzu­stel­len. Zu die­sem Zeit­punkt galt für die Hoch­schul­ab­schluss­prü­fun­gen der Uni­ver­si­tä­ten § 35 Abs. 7 des Geset­zes über die Hoch­schu­len im Frei­staat Sach­sen (Säch­si­sches Hoch­schul­ge­setz – SächsHSG)1. Die­se Rege­lung ent­spricht nach der irre­vi­si­blen beru­fungs­ge­richt­li­chen Aus­le­gung dem vom Säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt2 in der Vor­in­stanz her­an­ge­zo­ge­nen § 35 Abs. 7 des erst am 18.11.2012 in Kraft getre­te­nen Geset­zes über die Frei­heit der Hoch­schu­len im Frei­staat Sach­sen (Säch­si­sches Hoch­schul­frei­heits­ge­setz – SächsHSFG3).

Ver­fas­sungs­recht­li­che Anfor­de­run­gen an die Prü­fungs­vor­schrif­ten[↑]

Die Rege­lun­gen in der Prü­fungs­ord­nung der Hoch­schu­le sind an Art. 12 Abs. 1 GG und dem prü­fungs­recht­li­chen Grund­satz der Chan­cen­gleich­heit zu mes­sen.

Bei der hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Prü­fung han­delt es sich um den Teil einer den Berufs­zu­gang eröff­nen­den Hoch­schul­ab­schluss­prü­fung. Gemäß § 18 Satz 2 Nr. 1 Buchst. b der nach der bin­den­den Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts anzu­wen­den­den Prü­fungs­ord­nung für den Stu­di­en­gang Diplom-Dol­met­scher der Hoch­schu­le vom 28.07.1995 (nach­fol­gend Prü­fungs­ord­nung) gehört der streit­ge­gen­ständ­li­che Prü­fungs­teil zur Diplom-Prü­fung im Stu­di­en­gang Diplom-Dol­met­scher. Die Diplom-Prü­fung ist ein berufs­qua­li­fi­zie­ren­der Abschluss (§ 1 Satz 1 Prü­fungs­ord­nung). Ihr Bestehen eröff­net dem Prüf­ling den Zugang zu die­sem Beruf, so dass deren nor­ma­ti­ve Rege­lun­gen in die Frei­heit der Berufs­wahl (Art. 12 Abs. 1 Satz 1 GG) ein­grei­fen und einer den Anfor­de­run­gen des Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG genü­gen­den Recht­fer­ti­gung bedür­fen4. Auf­grund des Geset­zes­vor­be­halts des Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG müs­sen danach Rege­lun­gen über das Ver­fah­ren der Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tun­gen, die Bestehens­vor­aus­set­zun­gen und die Noten­ver­ga­be rechts­satz­mä­ßig, d.h. für Staats­prü­fun­gen in einer Rechts­ver­ord­nung, für Hoch­schul­prü­fun­gen in einer Sat­zung der Hoch­schu­le, fest­ge­legt wer­den5.

Zudem müs­sen die Rege­lun­gen dem prü­fungs­recht­li­chen Gebot der Chan­cen­gleich­heit (Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 12 Abs. 1 GG) genü­gen. Der Norm­ge­ber muss dafür Sor­ge tra­gen, dass für alle Teil­neh­mer ver­gleich­ba­rer Prü­fun­gen so weit wie mög­lich glei­che Prü­fungs­be­din­gun­gen und Bewer­tungs­maß­stä­be gel­ten. Für das Prü­fungs­ver­fah­ren, d.h. für Form und Ver­lauf der Prü­fun­gen, müs­sen ein­heit­li­che Regeln gel­ten, die auch ein­heit­lich ange­wandt wer­den. Bevor­zu­gun­gen und Benach­tei­li­gun­gen ein­zel­ner Teil­neh­mer oder Teil­neh­mer­grup­pen müs­sen ver­mie­den wer­den, um glei­che Erfolgs­chan­cen zu gewähr­leis­ten6.

Kol­le­gi­al­prü­fung[↑]

Die Aus­ge­stal­tung einer Prü­fung als Kol­le­gi­al­prü­fung, bei der jeder Prü­fer an der Noten­fest­set­zung mit­wir­ken muss, begeg­net kei­nen Beden­ken.

Sowohl § 35 Abs. 7 Satz 2 Alt. 1 SächsHSG bzw. SächsHSFG als auch § 21 i.V.m. § 13 Abs. 2 Satz 1 Alt. 1 Prü­fungs­ord­nung eröff­nen für den münd­li­chen Teil der Diplom-Prü­fung die Mög­lich­keit einer Kol­le­gi­al­prü­fung. Am Maß­stab des Bun­des­ver­fas­sungs­rechts ist das beru­fungs­ge­richt­li­che Ver­ständ­nis die­ser lan­des­recht­li­chen Nor­men, bei einer Kol­le­gi­al­prü­fung müss­ten alle Prü­fer an der Bewer­tung mit­wir­ken, nicht zu bean­stan­den. Denn die Prü­fer haben ihre Auf­ga­ben eigen­stän­dig und unab­hän­gig von­ein­an­der wahr­zu­neh­men7.

Nor­ma­ti­ve Min­dest­fest­le­gun­gen in der Prü­fungs­ord­nung[↑]

Ver­fas­sungs­recht­lich gefor­dert sind jedoch nor­ma­ti­ve Fest­le­gun­gen der Zahl der Prü­fer und des Ver­fah­rens bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen zwi­schen den Prü­fern.

Die kon­kre­te Zahl der Prü­fer und die Rege­lung der Noten­fest­set­zung bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen bedür­fen der rechts­satz­mä­ßi­gen Fest­le­gung in der Prü­fungs­ord­nung.

Die Zahl der Prü­fer betrifft nicht nur das Prü­fungs­ver­fah­ren, indem sie die Grö­ße der gegen­über dem Prüf­ling auf­tre­ten­den Prü­fungs­kom­mis­si­on bestimmt. Sie gewähr­leis­tet vor allem zur Ver­wirk­li­chung des prü­fungs­recht­li­chen Grund­sat­zes der Chan­cen­gleich­heit so weit wie mög­lich glei­che Erfolgs­chan­cen für alle Prü­fungs­teil­neh­mer, weil sie die Grund­la­ge für die end­gül­ti­ge Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tung beein­flusst. Eine Kol­le­gi­al­prü­fung bie­tet gegen­über der Prü­fung durch einen ein­zel­nen Prü­fer eine erhöh­te Rich­tig­keits­ge­währ für die zu tref­fen­de Bewer­tungs­ent­schei­dung. Dies liegt in der Natur der Bewer­tungs­ent­schei­dung des Prü­fers. Der jewei­li­ge Prü­fer nimmt die Bewer­tung anhand von Maß­stä­ben vor, die er in Bezug auf die kon­kre­te Prü­fungs­auf­ga­be auto­nom erstellt. Sie beru­hen auf einem Bezugs­sys­tem, das vor allem durch sei­ne per­sön­li­chen Erfah­run­gen, Ein­schät­zun­gen und Vor­stel­lun­gen gebil­det wird. Die­se Maß­stä­be muss der Prü­fer aus Grün­den der Chan­cen­gleich­heit auf die Bewer­tung aller Bear­bei­tun­gen der­sel­ben Prü­fungs­auf­ga­be anwen­den. Auf ihrer Grund­la­ge trifft er eine Viel­zahl fach­li­cher und prü­fungs­spe­zi­fi­scher Wer­tun­gen; die­se Wer­tun­gen setzt er nach der Bedeu­tung, die er ihnen auf­ga­ben­be­zo­gen bei­misst, in ein Ver­hält­nis zuein­an­der. Auf­grund der Gewich­tung der ein­zel­nen Vor­zü­ge und Nach­tei­le der Prü­fungs­leis­tung und deren Ver­gleich mit ande­ren Bear­bei­tun­gen ver­gibt der Prü­fer die Note, d.h. er ord­net die Prü­fungs­leis­tung in eine nor­ma­tiv vor­ge­ge­be­ne Noten­ska­la ein8. Wird eine Prü­fungs­leis­tung von meh­re­ren Prü­fern bewer­tet, stellt sich die Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tung nicht als Ergeb­nis einer ein­zel­nen Bewer­tungs­ent­schei­dung dar, son­dern sie ist das Ergeb­nis der auf den ver­schie­de­nen sub­jek­ti­ven Wer­tun­gen und Gewich­tun­gen beru­hen­den Bewer­tungs­ent­schei­dun­gen der jewei­li­gen Prü­fer. Durch die Ein­schal­tung meh­re­rer Prü­fer wird das Ergeb­nis objek­ti­viert, was zugleich Bevor­zu­gun­gen und Benach­tei­li­gung ein­zel­ner Prüf­lin­ge mini­miert9. Hängt das Resul­tat der Prü­fung aber maß­geb­lich von der gericht­lich nur beschränkt über­prüf­ba­ren Aus­übung des Beur­tei­lungs­spiel­raums durch den jewei­li­gen Prü­fer ab, dann ist die Anzahl der Prü­fer wesent­lich für das Prü­fungs­er­geb­nis und muss für alle Teil­neh­mer einer berufs­be­zo­ge­nen Abschluss­prü­fung vor­ab und vor­her­seh­bar fest­ge­legt sein.

Ent­spre­chen­des gilt für die Rege­lung der Noten­fest­set­zung bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen zwi­schen den Prü­fern. Die Note kann bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen anhand eines Stich­ent­scheids, einer Mehr­heits­ent­schei­dung oder einer Bil­dung des arith­me­ti­schen Mit­tels der Ein­zel­be­wer­tun­gen fest­ge­setzt wer­den10. Die Wahl der Metho­de kann im Ein­zel­fall zu unter­schied­li­chen Ergeb­nis­sen bei der Noten­fest­set­zung füh­ren. Daher muss auch sie zur Wah­rung der Chan­cen­gleich­heit für alle Prü­fungs­teil­neh­mer vor­ab und vor­her­seh­bar ein­heit­lich fest­ge­legt sein.

Ange­sichts des mit der Bewer­tung einer den Zugang zu einem Beruf eröff­nen­den Prü­fung ver­bun­de­nen inten­si­ven Ein­griffs in die freie Wahl des Berufs ist den Anfor­de­run­gen des Art. 12 Abs. 1 GG und des Art. 3 Abs. 1 GG nur genügt, wenn die Zahl der zu bestel­len­den Prü­fer und das Ver­fah­ren der Noten­fest­set­zung bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen zwi­schen den Prü­fern rechts­satz­mä­ßig bestimmt sind. Neben der von Art. 12 Abs. 1 GG gefor­der­ten Neu­tra­li­tät und Objek­ti­vi­tät des Prü­fungs­ver­fah­rens kommt hier dem Erfor­der­nis des Grund­rechts­schut­zes durch Ver­fah­ren ange­sichts der nur ein­ge­schränk­ten gericht­li­chen Kon­troll­dich­te prü­fungs­spe­zi­fi­scher Wer­tun­gen ein hohes Gewicht für den effek­ti­ven Grund­rechts­schutz zu11. Daher kön­nen sol­che Rege­lun­gen nicht der Ver­wal­tungs­pra­xis über­las­sen blei­ben, son­dern sie sind von den zustän­di­gen Norm­ge­bern – hier von Hoch­schu­len auf­grund der in § 34 SächsHSG bzw. SächsHSFG ent­hal­te­nen Ermäch­ti­gung auf der Ebe­ne der Prü­fungs­ord­nung – unter Beach­tung des Geset­zes­vor­be­halts des Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG rechts­satz­mä­ßig zu erlas­sen.

Das Rege­lungs­ge­bot ver­letzt die in Art. 5 Abs. 3 GG ver­an­ker­te Wis­sen­schafts­frei­heit der Hoch­schu­len nicht. Die Wis­sen­schafts­frei­heit umfasst die Befug­nis zum Erlass von Stu­di­en- und Prü­fungs­ord­nun­gen12. Die mit dem Rege­lungs­ge­bot ver­bun­de­ne Ein­schrän­kung der Sat­zungs­au­to­no­mie der Hoch­schu­len ist durch den erfor­der­li­chen effek­ti­ven Grund­rechts­schutz des Prüf­lings gerecht­fer­tigt und auch ver­hält­nis­mä­ßig. Den Hoch­schu­len bleibt ein hin­rei­chen­der Gestal­tungs­spiel­raum in Aus­übung ihrer Wis­sen­schafts­frei­heit bei der Fest­set­zung der Prü­fer­zahl und der Rege­lung von Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen für den jeweils zu regeln­den Stu­di­en­gang.

Fol­gen eines Rege­lungs­de­fi­zits[↑]

Da die Prü­fungs­ord­nung inso­weit ein Rege­lungs­de­fi­zit auf­weist, muss das Gericht Über­gangs­re­ge­lun­gen tref­fen.

Die­sen bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Anfor­de­run­gen genüg­te im hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall die anzu­wen­den­de Prü­fungs­ord­nung der Hoch­schu­le nicht. Nach den Aus­füh­run­gen im beru­fungs­ge­richt­li­chen Urteil lässt sich der Prü­fungs­ord­nung weder die kon­kre­te Zahl der Prü­fer in dem münd­li­chen Prü­fungs­teil noch eine Rege­lung bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen zwi­schen den Prü­fern ent­neh­men. § 13 Abs. 2 Satz 1 Prü­fungs­ord­nung sieht ledig­lich vor, dass Kol­le­gi­al­prü­fun­gen in der Regel vor min­des­tens zwei Prü­fern abge­legt wer­den.

Auf­grund die­ses auf der Ebe­ne der Prü­fungs­ord­nung bestehen­den Rege­lungs­de­fi­zits ist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zur Ver­mei­dung einer ver­fas­sungs­fer­ne­ren Rege­lungs­lü­cke und zur Wah­rung der Berufs­frei­heit gehal­ten, bis zur Her­stel­lung ver­fas­sungs­ge­mä­ßer Zustän­de durch den Sat­zungs­ge­ber eine uner­läss­li­che Über­gangs­re­ge­lung zu tref­fen, damit den aus Art. 12 Abs. 1 GG resul­tie­ren­den Gewähr­leis­tun­gen der Prüf­lin­ge Rech­nung getra­gen wird13. Die Über­gangs­re­ge­lung hat sich sach­ge­rech­ter Wei­se an der Pra­xis der Hoch­schu­le zu ori­en­tie­ren. Danach wer­den – so auch die Hoch­schu­lever­tre­te­rin in der münd­li­chen Ver­hand­lung – die münd­li­chen Prü­fun­gen der Diplom-Prü­fung im Regel­fall von drei Prü­fern abge­nom­men und ein Prü­fer kann bei der Fest­set­zung der End­no­te über­stimmt wer­den. Dem­entspre­chend sind über­gangs­wei­se für die auf der Grund­la­ge der Prü­fungs­ord­nung noch zu absol­vie­ren­den münd­li­chen Prü­fun­gen der Diplom-Prü­fung für Dol­met­scher drei Prü­fer zu bestel­len und bei Bewer­tungs­dif­fe­ren­zen ist die Note auf­grund einer Mehr­heits­ent­schei­dung fest­zu­le­gen.

Über­den­kungs­ver­fah­ren bei Ein­wen­dun­gen des Prüf­lings[↑]

Das Über­den­kens­ver­fah­ren kann nicht auf­grund einer von den Prü­fern abge­ge­be­nen schrift­li­chen Begrün­dung der Bewer­tung der münd­li­chen Prü­fungs­leis­tung als ent­behr­lich ange­se­hen wer­den. Hier­für spre­chen die unter­schied­li­chen Zwe­cke, die mit der Begrün­dung einer­seits und dem Über­den­kens­ver­fah­ren ande­rer­seits zum Schutz des Grund­rechts auf freie Berufs­wahl (Art. 12 Abs. 1 GG) und des Rechts auf effek­ti­ven Rechts­schutz (Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG) ver­folgt wer­den. Wäh­rend die Begrün­dung dazu dient, dem Prüf­ling die Erhe­bung von Ein­wen­dun­gen zu ermög­li­chen, soll das Über­den­ken eine Kon­trol­le der Bewer­tun­gen anhand der Ein­wen­dun­gen durch die Prü­fer selbst eröff­nen:

Der effek­ti­ve Grund­rechts­schutz ver­langt zunächst, dass die Prü­fungs­kom­mis­si­on die Bewer­tung einer berufs­re­le­van­ten Prü­fungs­leis­tung begrün­det und die tra­gen­den Erwä­gun­gen dar­legt, die zu ihrer Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tung geführt haben. Der Grund­rechts­schutz umfasst einen Infor­ma­ti­ons­an­spruch des Prüf­lings, der sich auf eine ange­mes­se­ne Begrün­dung der Prü­fungs­ent­schei­dung rich­tet, das heißt auf die Bekannt­ga­be der wesent­li­chen Grün­de, mit denen die Prü­fer zu einer bestimm­ten Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tun­gen gelangt sind. Die maß­geb­li­chen Grün­de müs­sen zwar nicht in allen Ein­zel­hei­ten, aber doch in den für das Ergeb­nis aus­schlag­ge­ben­den Punk­ten erkenn­bar sein. Die­ser Infor­ma­ti­ons­an­spruch soll den Prüf­ling in den Stand ver­set­zen, die­je­ni­gen Infor­ma­tio­nen zu erhal­ten, die er benö­tigt, um fest­stel­len zu kön­nen, ob die recht­li­chen Vor­ga­ben und Gren­zen der Prü­fung, ins­be­son­de­re der Beur­tei­lung sei­ner Leis­tun­gen, ein­ge­hal­ten wor­den sind14.

Das Begrün­dungs­er­for­der­nis gilt sowohl für schrift­li­che als auch für münd­li­che berufs­be­zo­ge­ne Prü­fungs­leis­tun­gen. Wäh­rend sich aller­dings die wesent­li­chen Grün­de der Prü­fungs­ent­schei­dung bei schrift­li­chen Prü­fungs­leis­tun­gen regel­mä­ßig aus den schrift­lich fixier­ten Kor­rek­tur­be­mer­kun­gen der Prü­fer erge­ben und der Prüf­ling auf die Ein­sicht in die Prü­fungs­ak­ten ver­wie­sen ist, hängt der Infor­ma­ti­ons­an­spruch des Prüf­lings bei münd­li­chen Prü­fungs­leis­tun­gen von einem ent­spre­chend spe­zi­fi­zier­ten Begrün­dungs­ver­lan­gen ab15. Begehrt der Prüf­ling unge­ach­tet einer bereits im Anschluss an die Prü­fung gege­be­nen münd­li­chen Begrün­dung die Abga­be einer schrift­li­chen Begrün­dung der Bewer­tung sei­ner münd­li­chen Prü­fungs­leis­tung, um kon­kre­te Ein­wen­dun­gen gegen sei­ne Bewer­tung vor­brin­gen zu kön­nen, ist dem Infor­ma­ti­ons­an­spruch des Prüf­lings nach­zu­kom­men, damit der Prüf­ling ein Über­den­ken der fach­li­chen Ein­schät­zun­gen und Wer­tun­gen der Prü­fer ver­an­las­sen kann.

Dem­ge­gen­über eröff­net das anschlie­ßen­de Über­den­kens­ver­fah­ren den Prü­fern inner­halb des ihnen zuste­hen­den prü­fungs­recht­li­chen Bewer­tungs­spiel­raums die Mög­lich­keit, ihre frü­he­re Bewer­tung in fach­li­cher Hin­sicht und in Bezug auf die prü­fungs­spe­zi­fi­schen Wer­tun­gen anhand der sub­stan­ti­iert erho­be­nen Ein­wen­dun­gen zu über­den­ken. Das Über­den­kens­ver­fah­ren stellt den mit Blick auf den effek­ti­ven Schutz der Berufs­frei­heit erfor­der­li­chen Aus­gleich dafür dar, dass den Prü­fern bei prü­fungs­spe­zi­fi­schen Wer­tun­gen ein gericht­lich nur ein­ge­schränkt kon­trol­lier­ba­rer Spiel­raum ein­ge­räumt ist16.

Das Über­den­ken dient nicht dazu, eine voll­stän­dig neue Bewer­tung vor­zu­neh­men. Viel­mehr han­delt es sich um eine inhalt­lich beschränk­te Nach­be­wer­tung: Der Prü­fer darf das kom­ple­xe, im Wesent­li­chen auf sei­nen Ein­schät­zun­gen und Erfah­run­gen beru­hen­de Bezugs­sys­tem, das er der Bewer­tung zugrun­de gelegt hat, nicht ändern. Er hat sich auf der Grund­la­ge die­ses Bezugs­sys­tems mit Blick auf die vom Prüf­ling erho­be­nen Ein­wen­dun­gen ledig­lich mit den bean­stan­de­ten Ein­zel­wer­tun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Er muss ent­schei­den, ob er an die­sen Wer­tun­gen fest­hält, und dies begrün­den. Ändert er eine Ein­zel­wer­tung, weil er den Ein­wen­dun­gen Rech­nung trägt, muss er wei­ter ent­schei­den, ob dies Aus­wir­kun­gen für die Beno­tung hat17. Auf­grund die­ses Zwecks muss jeder Prü­fer sei­ne Bewer­tun­gen eigen­stän­dig über­den­ken, so dass nicht aus­ge­schlos­sen ist, dass die Prü­fer in jeweils unter­schied­li­chem Umfang die vor­ge­brach­ten Ein­wen­dun­gen für begrün­det bzw. unbe­grün­det erach­ten18. Die Prü­fer müs­sen zu den Ein­wen­dun­gen Stel­lung neh­men. Der Umfang und die Begrün­dungs­tie­fe, die eine im Über­den­kens­ver­fah­ren abge­ge­be­ne Stel­lung­nah­me auf­wei­sen muss, hän­gen von der Sub­stanz der im kon­kre­ten Fall vor­ge­brach­ten Ein­wen­dun­gen des Prüf­lings ab19.

Vor­aus­set­zung für den Anspruch auf Durch­füh­rung des Über­den­kens­ver­fah­rens ist, dass der Prüf­ling gegen ein­zel­ne prü­fungs­spe­zi­fi­sche Wer­tun­gen sub­stan­ti­iert Ein­wen­dun­gen erhebt20. Als unsub­stan­ti­iert kön­nen Ein­wen­dun­gen nur dann ange­se­hen wer­den, wenn sich der Prüf­ling nur gene­rell gegen eine bestimm­te Bewer­tung sei­ner Prü­fungs­leis­tung wen­det und etwa pau­schal eine zu stren­ge Kor­rek­tur bemän­gelt21. An das not­wen­di­ge Maß der Sub­stan­ti­ie­rung von Ein­wen­dun­gen sind kei­ne hohen Anfor­de­run­gen zu stel­len, da sonst der durch das Über­den­kens­ver­fah­ren gewähr­leis­te­te ver­fah­rens­recht­li­che Grund­rechts­schutz leer­zu­lau­fen droht. Es reicht aus, wenn der Prüf­ling mit sei­nen Ein­wen­dun­gen in Bezug auf ein­zel­ne prü­fungs­spe­zi­fi­sche Wer­tun­gen die Begrün­dung der Prü­fer in Zwei­fel zieht. Der effek­ti­ve Grund­rechts­schutz gebie­tet in der Regel, auf­grund von Ein­wen­dun­gen des Prüf­lings das Über­den­kens­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren.

Weder die Prü­fungs­be­hör­de noch die Ver­wal­tungs­ge­rich­te im Rah­men ihrer gericht­li­chen Kon­trol­le sind ermäch­tigt, sub­stan­ti­ier­te Ein­wen­dun­gen selbst auf ihre Berech­ti­gung zu über­prü­fen oder in grö­ße­rem Umfang vor­ge­brach­te Ein­wen­dun­gen, die nur in Tei­len sub­stan­ti­iert sind, in dem Sin­ne „vor­zu­struk­tu­rie­ren”, dass sie die sub­stan­ti­ier­ten Ein­wen­dun­gen her­aus­fil­tern und die­se iso­liert der Prü­fungs­kom­mis­si­on vor­le­gen22. Viel­mehr haben allein die Prü­fer sich mit sämt­li­chen Ein­wen­dun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Im vor­lie­gen­den Fall hat der Prüf­ling im Rah­men sei­ner Wider­spruchs­be­grün­dung Ein­wen­dun­gen zu den The­men Feh­ler­fo­kus­sie­rung und Abwä­gungs­aus­fall, über­zo­ge­ner Bewer­tungs­maß­stab sowie Schwie­rig­keit und Unge­eig­net­heit des Prü­fungs­the­mas erho­ben und die Wer­tun­gen der Prü­fer in Zwei­fel gezo­gen. Die­se tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen sind für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt gemäß § 137 Abs. 2 VwGO bin­dend, weil die von der Hoch­schu­le erho­be­ne Gegen­rü­ge der unzu­rei­chen­den Sach­ver­halts­auf­klä­rung nicht ansatz­wei­se erken­nen lässt, wel­che wei­te­ren Fest­stel­lun­gen zum Inhalt der Ein­wen­dun­gen die Vor­in­stanz hät­te auf­klä­ren kön­nen und müs­sen. Viel­mehr rei­chen die beru­fungs­ge­richt­li­chen Fest­stel­lun­gen dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt für eine Ent­schei­dung in der Sache aus (§ 144 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 VwGO).

Die Wür­di­gung der Vor­in­stanz, dass sich die­se Ein­wen­dun­gen auf ein­zel­ne prü­fungs­spe­zi­fi­sche Wer­tun­gen bezie­hen und damit als sub­stan­ti­iert anzu­se­hen sind, ist einer Auf­klä­rungs­rü­ge nicht zugäng­lich und zudem in der Sache nicht zu bean­stan­den. Denn prü­fungs­spe­zi­fi­sche Wer­tun­gen sind sol­che, die sich damit befas­sen, wie ein Prüf­ling die Anfor­de­run­gen der kon­kre­ten Prü­fungs­auf­ga­be bewäl­tigt hat; sie beru­hen auf dem auto­no­men Bezugs­sys­tem des jewei­li­gen Prü­fers. Hier­zu zäh­len die Bestim­mung des Schwie­rig­keits­gra­des der Auf­ga­be, die Bewer­tung der Über­zeu­gungs­kraft der Argu­men­te, des Auf­baus der Dar­stel­lung und der Fol­ge­rich­tig­keit des Begrün­dungs­gangs sowie die Gewich­tun­gen der ein­zel­nen fach­li­chen und prü­fungs­spe­zi­fi­schen Wer­tun­gen; d.h. die Bestim­mung ihrer Bedeu­tung für die Noten­ver­ga­be23. Da sich die Ein­wen­dun­gen hier­nach auf ein­zel­ne prü­fungs­spe­zi­fi­sche Wer­tun­gen bezie­hen, hat ein Anspruch des Prüf­lings auf Durch­füh­rung des Über­den­kens­ver­fah­rens bestan­den.

Erneu­te Prü­fung bei unter­las­se­nem Über­den­kungs­ver­fah­ren[↑]

Das Unter­las­sen des Über­den­kens­ver­fah­rens ist ein Ver­fah­rens­feh­ler, der im vor­lie­gen­den Fall auf die Ent­schei­dung über den Wider­spruch von Ein­fluss gewe­sen sein könn­te und daher beacht­lich ist24. Kann ein sol­cher Ver­fah­rens­feh­ler nicht mehr beho­ben und damit der feh­ler­be­haf­te­te Teil des Prü­fungs- oder Bewer­tungs­ver­fah­rens nicht mehr ord­nungs­ge­mäß nach­ge­holt wer­den, wie das nament­lich bei münd­li­chen Prü­fun­gen nach gewis­ser Zeit der Fall ist, ist die Prü­fungs­ent­schei­dung ins­ge­samt auf­zu­he­ben und es muss dem Prüf­ling die Mög­lich­keit ein­ge­räumt wer­den, die Prü­fungs­leis­tung erneut zu erbrin­gen. Hier­durch wird dem in Art. 12 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG ver­an­ker­ten Gebot der Chan­cen­gleich­heit im Prü­fungs­recht nicht wider­spro­chen25. So ver­hält es sich hier.

Auf­grund des Zeit­ab­laufs von über sechs Jah­ren seit Ableis­tung der münd­li­chen Prü­fung ist davon aus­zu­ge­hen, dass das Über­den­kens­ver­fah­ren nicht mehr nach­ge­holt wer­den kann. Dies ergibt sich schon aus der vom Beru­fungs­ge­richt in Bezug genom­me­nen erst­in­stanz­li­chen Zeu­gen­aus­sa­ge der Prü­fe­rin E., dass sie sich nur noch unvoll­stän­dig an die Prü­fung erin­nern kön­ne26. Die abschlie­ßen­de Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tung kann daher nicht mehr ver­fah­rens­feh­ler­frei erbracht wer­den, wes­halb die ange­foch­te­nen Beschei­de auf­zu­he­ben sind und dem Prüf­ling ein Anspruch auf erneu­te Durch­füh­rung der zwei­ten Wie­der­ho­lungs­prü­fung des streit­ge­gen­ständ­li­chen Prü­fungs­teils zuzu­er­ken­nen ist.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 10. April 2019 – 6 C 19.18

  1. vom 10.12 2008, Sächs­GVBl. S. 900, in der hier anwend­ba­ren, zuletzt durch Art. 5 des Geset­zes vom 04.10.2011, Sächs­GVBl. 380, 391, geän­der­ten Fas­sung
  2. Säch­si­sches OVG, Urteil vom 13.11.2017 – OVG 5 A 538/​16
  3. s. Art. 1 und 14 des Geset­zes zur Ände­rung hoch­schul­recht­li­cher Bestim­mun­gen vom 18.10.2012, Sächs­GVBl. S. 568
  4. stRspr, vgl. nur BVerwG, Urtei­le vom 29.05.2013 – 6 C 18.12, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 418 Rn. 18; und vom 15.03.2017 – 6 C 46.15 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2017:?150317U6C46.15.0], Buch­holz 451.33 SprG Nr. 4 Rn. 9
  5. vgl. BVerwG, Beschluss vom 20.11.2015 – 6 B 32.15 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2015:?201115B6B32.15.0], Buch­holz 421.2 Hoch­schul­recht Nr. 187 Rn. 7 unter Hin­weis auf BVerfG, Beschluss vom 14.03.1989 – 1 BvR 1033/​82 und 174/​84, BVerfGE 80, 1, 20 ff.
  6. stRspr, vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.04.1991 – 1 BvR 419/​81 und 213/​83, BVerfGE 84, 34, 52; BVerwG, Urtei­le vom 14.12 1990 – 7 C 17.90, BVerw­GE 87, 258, 261 f.; und vom 15.03.2017 – 6 C 46.15, Buch­holz 451.33 SprG Nr. 4 Rn. 25; Beschlüs­se vom 30.06.2015 – 6 B 11.15 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2015:?300615B6B11.15.0], Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 422 Rn. 9; vom 22.06.2016 – 6 B 21.16 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2016:?220616B6B21.16.0], Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 424 Rn. 13; und vom 16.02.2017 – 6 B 58.16 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2017:?160217B6B58.16.0], Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 428 Rn. 9
  7. vgl. nur BVerwG, Beschluss vom 05.03.2018 – 6 B 71.17 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2018:?050318B6B71.17.0], Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 429 Rn. 8
  8. vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.04.1991 – 1 BvR 419/​81 und 213/​83, BVerfGE 84, 34, 50 ff.; Kam­mer­be­schluss vom 16.01.1995 – 1 BvR 1505/​94, NVwZ 1995, 469, 470; BVerwG, Beschluss vom 05.03.2018 – 6 B 71.17, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 429 Rn. 8
  9. eben­so BVerwG, Beschluss vom 09.10.2012 – 6 B 39.12, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 417 Rn. 7 m.w.N.; Niehues/​Fischer/​Jeremias, Prü­fungs­recht, 7. Aufl.2018, Rn. 26, 547 ff.
  10. vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.04.1991 – 1 BvR 419/​81 und 213/​83, BVerfGE 84, 34, 46; Kam­mer­be­schluss vom 16.01.1995 – 1 BvR 1505/​94, NVwZ 1995, 469, 470
  11. vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.04.1991 – 1 BvR 419/​81 und 213/​83, BVerfGE 84, 34, 45 f.; BVerwG, Beschluss vom 09.10.2012 – 6 B 39.12, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 417 Rn. 5, 7
  12. vgl. BVerfG, Kam­mer­be­schluss vom 26.06.2015 – 1 BvR 2218/​13 [ECLI:?DE:?BVerfG:?2015:?rk20150626.1bvr221813], NVwZ 2015, 1444 Rn. 18 m.w.N.
  13. vgl. nur BVerwG, Urteil vom 15.03.2017 – 6 C 46.15, Buch­holz 451.33 SprG Nr. 4 Rn. 29 unter Hin­weis auf BVerfG, Beschluss vom 27.01.1976 – 1 BvR 2325/​73, BVerfGE 41, 251, 267
  14. stRspr, vgl. nur BVerwG, Beschlüs­se vom 15.07.2010 – 2 B 104.09 5, 8; und vom 08.11.2005 – 6 B 45.05, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 408 Rn. 6, jeweils m.w.N.
  15. vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 06.09.1995 – 6 C 18.93, BVerw­GE 99, 185, 191 f.
  16. vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 09.10.2012 – 6 B 39.12, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 417 Rn. 5; und vom 05.03.2018 – 6 B 71.17, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 429 Rn. 10, jeweils m.w.N.
  17. stRspr, vgl. BVerwG, Urteil vom 30.06.1994 – 6 C 4.93, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 334 S. 34, 36 f.; Beschlüs­se vom 11.06.1996 – 6 B 88.95, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 368 S. 142; vom 15.07.2010 – 2 B 104.09 10; und vom 19.05.2016 – 6 B 1.16 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2016:?190516B6B1.16.0] 14
  18. stRspr, vgl. BVerwG, Urtei­le vom 24.02.1993 – 6 C 35.92, BVerw­GE 92, 132, 137; und vom 30.06.1994 – 6 C 4.93, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 334 S. 34, 36 f.; Beschlüs­se vom 15.07.2010 – 2 B 104.09 10; und vom 09.10.2012 – 6 B 39.12, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 417; grund­le­gend: BVerfG, Beschluss vom 17.04.1991 – 1 BvR 419/​81 und 213/​83, BVerfGE 84, 34, 45 ff.
  19. vgl. BVerwG, Beschluss vom 21.09.2016 – 6 B 14.16 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2016:?210916B6B14.16.0], Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 426 Rn. 11
  20. vgl. BVerwG, Urteil vom 30.06.1994 – 6 C 4.93, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 334 S. 34
  21. BVerwG, Urteil vom 24.02.1993 – 6 C 35.92, BVerw­GE 92, 132, 138
  22. vgl. dazu BVerwG, Beschluss vom 15.07.2010 – 2 B 104.09 13
  23. stRspr, vgl. im Ein­zel­nen nur BVerwG, Beschluss vom 05.03.2018 – 6 B 71.17, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 429 Rn. 10 m.w.N.
  24. vgl. all­ge­mein zur Kau­sa­li­tät von Ver­fah­rens­feh­lern bei einer Prü­fungs­ent­schei­dung: BVerwG, Beschluss vom 08.11.2005 – 6 B 45.05, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 408 Rn. 4 m.w.N.
  25. vgl. BVerwG, Urteil vom 19.12 2001 – 6 C 14.01, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 400 S. 38 f.; Beschluss vom 11.04.1996 – 6 B 13.96, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 363
  26. vgl. im Übri­gen zur feh­len­den Nach­hol­bar­keit der Neu­be­wer­tung der münd­li­chen Prü­fung bei einer Zeit­span­ne von drei­ein­halb bzw. vier Jah­ren: BVerwG, Urteil vom 27.02.2019 – 6 C 3.18 [ECLI:?DE:?BVerwG:?2019:?270219U6C3.18.0] – juris; Beschluss vom 11.04.1996 – 6 B 13.96, Buch­holz 421.0 Prü­fungs­we­sen Nr. 363 S. 132 ff.