Strom aus der Ful­da

Die in dem Was­ser­ge­setz eines Lan­des – im jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall des Lan­des Nie­der­sach­sen – ent­hal­te­ne Rege­lung, wonach das Grund­ei­gen­tum nicht zur Erhe­bung von Ent­gel­ten für die Benut­zung von Gewäs­sern, aus­ge­nom­men für das Ent­neh­men fes­ter Stof­fe aus ober­ir­di­schen Gewäs­sern, berech­tigt (§ 2b Nr. 3 Nds. WG), ist auch für den Bund als Eigen­tü­mer der Bun­des­was­ser­stra­ßen – im ent­schie­de­nen Fall der Ful­da – ver­bind­lich.

Strom aus der Ful­da

Daher ist die in einem zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik (Was­ser- und Schiff­fahrts­di­rek­ti­on) und einem Unter­neh­men geschlos­se­nen Nut­zungs­ver­trag ent­hal­te­ne Ver­ein­ba­rung, wonach für die Nut­zung der Was­ser­kraft – etwa zum Zwe­cke der Gewin­nung elek­tri­scher Ener­gie – ein lau­fen­des Ent­gelt zu zah­len ist, nach § 134 BGB nich­tig.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. Mai 2009 – III ZR 48/​08