Auf­la­gen für poten­ti­ell was­ser­ge­fähr­den­de Öl-Raf­fi­ne­rie-Anla­gen

Eine Bezirks­re­gie­rung kann Betrei­bern von poten­ti­ell was­ser­ge­fähr­den­den Anla­gen Auf­la­gen ertei­len und Maß­nah­men erlas­sen, um Beein­träch­ti­gun­gen des Was­ser­haus­halts zu ver­mei­den.

Auf­la­gen für poten­ti­ell was­ser­ge­fähr­den­de Öl-Raf­fi­ne­rie-Anla­gen

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Eil­an­tra­ges, mit dem die Shell Deutsch­land Oil GmbH sich gegen Anord­nun­gen der Bezirks­re­gie­rung Köln in Bezug auf Rohr­lei­tungs­an­la­gen in der Rhein­land Raf­fi­ne­rie gewehrt hat. In Fol­ge eines Scha­dens­er­eig­nis­ses in der dor­ti­gen Lei­tung 7 im Febru­ar 2012 erließ die Bezirks­re­gie­rung Köln meh­re­re Ord­nungs­ver­fü­gun­gen. Unter dem 7. März 2013 ord­ne­te sie für Rohr­lei­tungs­an­la­gen u.a. Lebens­dau­er­ab­schät­zun­gen sowie wie­der­keh­ren­de Über­prü­fun­gen durch Sach­ver­stän­di­ge an.

In sei­ner Ent­schei­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln deut­lich zum Aus­druck gebracht, dass die Bezirks­re­gie­rung Köln zum Erlass die­ser Anord­nun­gen berech­tigt gewe­sen sei. Sie kön­ne Maß­nah­men erlas­sen, um Beein­träch­ti­gun­gen des Was­ser­haus­halts zu ver­mei­den. Zugleich kön­ne sie Betrei­bern von poten­ti­ell was­ser­ge­fähr­den­den Anla­gen Auf­la­gen ertei­len. Von einer Besorg­nis der Gefähr­dung des Was­ser­haus­hal­tes kön­ne aus­ge­gan­gen wer­den, da zum einen kei­ne hin­rei­chen­den Prü­fun­gen in der Ver­gan­gen­heit statt­ge­fun­den hät­ten, die eine kon­kre­te „Erst­prü­fung“ der Gefah­ren­po­ten­tia­le der Rohr­lei­tungs­an­la­gen ermög­li­chen. Zum ande­ren wür­den es die gehäuf­ten Lecka­ge­fäl­le in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit recht­fer­ti­gen, eine umfas­sen­de Bestands­prü­fung aller vor­han­de­nen Lei­tungs­an­la­gen durch­zu­füh­ren.

Ver­wal­tungs­ge­richt Köln, Beschluss vom 8. August 2013 – 14 L 833/​13