Ener­gie­be­trie­be­ne-Pro­duk­te-Gesetz

Am 7. März 2008 ist das Ener­gie­be­trie­be­ne-Pro­duk­te-Gesetz (EBPG) in Kraft getre­ten. Damit wird die EU-Öko­de­sign-Richt­li­nie 2005/​32/​EG in deut­sches Recht umge­setzt.

Ener­gie­be­trie­be­ne-Pro­duk­te-Gesetz

Die Öko­de­sign­richt­li­nie und das EPBG regeln den Rechts­rah­men für die umwelt­ge­rech­te Gestal­tung (”Öko­de­sign”) ener­gie­be­trie­be­ner Pro­duk­te. Ziel ist es, durch Defi­ni­ti­on von Min­dest­an­for­de­run­gen die von ener­gie­be­trie­be­nen Pro­duk­ten aus­ge­hen­den Umwelt­aus­wir­kun­gen zu ver­rin­gern. Dadurch soll der Ener­gie­ver­brauch gesenkt, der Mate­ri­al­auf­wand ver­min­dert und die Belas­tung mit Schad­stof­fen redu­ziert wer­den. Zugleich wird ein Bei­trag zur Sicher­heit der Ener­gie­ver­sor­gung geleis­tet. Erfasst sind Pro­duk­te, für deren Nut­zung Ener­gie in Form von Elek­tri­zi­tät, fos­si­len Treib­stof­fen oder erneu­er­ba­rer Ener­gie­quel­len zuge­führt wer­den muss; Fahr­zeu­ge sind aus­ge­nom­men.

Kon­kre­te Min­dest­an­for­de­rung müs­sen noch jeweils für ein­zel­ne Pro­dukt­grup­pen auf EU-Ebe­ne im Rah­men sog. Durch­füh­rungs­maß­nah­men fest­ge­legt wer­den. Das EBPG stellt mit Hil­fe ver­schie­de­ner Instru­men­te sicher, dass nur noch sol­che ener­gie­be­trie­be­nen Pro­duk­te ver­wen­det wer­den, die den für sie fest­ge­leg­ten Min­dest­an­for­de­run­gen genü­gen.

Die Bun­des­an­stalt für Mate­ri­al­for­schung und -prü­fung (BAM) ist als “beauf­trag­te Stel­le” mit der Umset­zung der Öko­de­sign-Richt­li­nie und des EPBG betraut. Dabei ist die BAM einer­seits an der Erar­bei­tung der Durch­füh­rungs­maß­nah­men und ande­rer­seits an der Umset­zung und Über­wa­chung der Min­dest­kri­te­ri­en betei­ligt. Dazu nimmt die BAM kon­kret fol­gen­de Auf­ga­ben wahr:

  • Vor­be­rei­tung von Durch­füh­rungs­maß­nah­men: Die BAM ver­tritt die Bun­des­re­gie­rung gemein­sam mit dem Umwelt­bun­des­amt (UBA) auf euro­päi­scher Ebe­ne.
  • Betei­li­gung der betrof­fe­nen Krei­se: Zur Vor­be­rei­tung der deut­schen Posi­ti­on unter­hält die BAM einen Bera­ter­kreis aus Ver­tre­tern der Wirt­schaft, der betrof­fe­nen öffent­li­che Stel­len, der Deut­schen Ener­gie­agen­tur (dena), der Umwelt- und Ver­brau­cher­ver­bän­de sowie unab­hän­gi­gen Fach­leu­ten.
  • Unter­stüt­zung der Markt­über­wa­chung: Die Über­wa­chung des Mark­tes für ener­gie­be­trie­be­ne Pro­duk­te nach dem EBPG obliegt den Bun­des­län­dern. Die BAM unter­stützt die Län­der­be­hör­den bei der Erar­bei­tung eines Über­wa­chungs­kon­zep­tes und koor­di­niert den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen den Behör­den, der EU-Kom­mis­si­on und den übri­gen Mit­glieds­staa­ten.
  • Infor­ma­ti­on der Öffent­lich­keit: Die BAM stellt ein umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot zu den Öko­de­sign-Anfor­de­run­gen und Kon­for­mi­täts­be­wer­tungs­ver­fah­ren zur Ver­fü­gung. Ziel­grup­pe sind vor allem klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU).