Flug­lärm – und die Schall­schutz­maß­nah­men für Bestandsgebäude

Die Vor­schrif­ten der Flug­platz-Schall­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung zur Erstat­tung von Auf­wen­dun­gen für Schall­schutz­maß­nah­men an Bestands­ge­bäu­den sind für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt nicht zu beanstanden.

Flug­lärm – und die Schall­schutz­maß­nah­men für Bestandsgebäude

In den drei hier ent­schie­de­nen Fäl­len begeh­ren die Eigen­tü­mer von Wohn­grund­stü­cken, die in fest­ge­setz­ten Lärm­schutz­zo­nen des Ver­kehrs­flug­ha­fens Frank­furt/​Main lie­gen. die Erstat­tung von Auf­wen­dun­gen für bau­li­che Schall­schutz­maß­nah­men nach der Zwei­ten Ver­ord­nung zur Durch­füh­rung des Geset­zes zum Schutz gegen Flug­lärm (Flug­platz-Schall­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung – 2. Flug­LSV). Das beklag­te Land Hes­sen hat Auf­wen­dun­gen teil­wei­se als erstat­tungs­fä­hig aner­kannt und im Übri­gen unter Hin­weis auf bereits durch­ge­führ­te Schall­schutz­maß­nah­men oder sonst hin­rei­chen­den Schall­schutz abgelehnt.

Der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in Kas­sel hat die Kla­gen mit der Begrün­dung abge­wie­sen, der Umfang der Erstat­tungs­fä­hig­keit sei recht­lich und tat­säch­lich zutref­fend bestimmt wor­den1. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat dies bestä­tigt und die Revi­sio­nen der Grund­stücks­ei­gen­tü­mer zurückgewiesen:

Die von die­sen ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen der Flug­platz-Schall­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung zur Redu­zie­rung der für Neu­bau­ten erfor­der­li­chen Bau­schall­dämm-Maße bei Bestands­ge­bäu­den und bereits ertüch­tig­ten Bestands­ge­bäu­den (§ 5 Abs. 2 und 3 der 2. Flug­LSV) fin­den im Flug­lärm­schutz­ge­setz eine aus­rei­chen­de Ermächtigungsgrundlage.

Auch im Übri­gen ver­sto­ßen die Bau­schall­dämm-Maße nicht gegen Vor­schrif­ten des Flug­lärm­schutz­ge­set­zes oder sons­ti­ges höher­ran­gi­ges Recht.

Ins­be­son­de­re ist für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auch die Fest­stel­lung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs, das gewähr­te Schall­schutz­ni­veau las­se kei­ne unzu­mut­ba­ren oder gesund­heits­ge­fähr­den­den Lärm­pe­gel zu, nicht zu beanstanden.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 3. Dezem­ber 2020 – 4 C 6.18

  1. Hess. VGH, Urtei­le vom 23.01.2018 – 9 C 1852/14.T; vom 20.02.2018 – 9 C 1969/14.T; und vom 03.05.2018 – 9 C 2037/14.T[]

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