Nach­bark­la­ge gegen Grund­was­ser­för­de­rung

Der an sich objek­tiv-recht­li­che Belang der öffent­li­chen Trink­was­ser­ver­sor­gung kann bei der Über­prü­fung einer Ermes­sens­ent­schei­dung über eine Bewil­li­gung zur För­de­rung von Grund­was­ser eine sub­jek­tiv-recht­li­che Bedeu­tung ent­fal­ten, weil der gegen eine was­ser­recht­li­che Bewil­li­gung kla­gen­de und von ihr betrof­fe­ne Nach­bar jeden­falls einen Anspruch auf ermes­sen­ge­rech­te Beach­tung und Wür­di­gung sei­ner eige­nen Belan­ge hat und bei der des­halb erfor­der­li­chen Abwä­gung der wider­strei­ten­den Belan­ge auch der öffent­li­che Belang der Trink­was­ser­ver­sor­gung nicht aus­ge­blen­det wer­den kann.

Nach­bark­la­ge gegen Grund­was­ser­för­de­rung

Die einer Bewil­li­gung der För­de­rung von Grund­was­ser für die öffent­li­che Trink­was­ser­ver­sor­gung von der Was­ser­be­hör­de zugrun­de geleg­te Trink­was­ser­be­darfs­pro­gno­se stellt eine Gewich­tung des Belangs der öffent­li­chen Trink­was­ser­ver­sor­gung dar und ist damit als Teil des wei­ten pla­ne­ri­schen Bewirt­schaf­tungs­er­mes­sens ledig­lich einer ein­ge­schränk­ten gericht­li­chen Kon­trol­le zugäng­lich.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 28. Juli 2009 – 13 LA 71/​08