Noch eine Ski­hüt­te ?

In einem Ski- und Wan­der­ge­biet ist ein Gast­stät­ten­be­trieb nur inso­weit erfor­der­lich, als es um die gas­tro­no­mi­sche Grund­ver­sor­gung der Ski­fah­rer und Wan­de­rer geht. Ist das vor­han­de­ne gas­tro­no­mi­sche Ange­bot aber objek­tiv aus­rei­chend, also eine gas­tro­no­mi­sche Grund­ver­sor­gung vor­han­den, so ist eine wei­te­re Ski­hüt­te nicht erfor­der­lich.

Noch eine Ski­hüt­te ?

Mit die­ser Begrün­dung hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, dass die Bau­ge­neh­mi­gung für eine Ski­hüt­te an einer Abfahrt am Haus­berg im Wet­ter­st­ein­ge­bir­ge zu Recht ver­wei­gert wur­de und hat damit das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Mün­chen vom 15. Juli 2010 bestä­tigt.

Nach Auf­fas­sung des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs lie­ge das Bau­vor­ha­ben im bau­recht­li­chen Außen­be­reich, über­dies in einem Land­schafts­schutz­ge­biet und sei dort nicht zuläs­sig. Der Außen­be­reich sei nach dem Wil­len des Gesetz­ge­bers zuguns­ten der Erho­lung der All­ge­mein­heit grund­sätz­lich frei­zu­hal­ten. Zuläs­sig sei­en dort in der Regel nur pri­vi­le­gier­te Vor­ha­ben wie zum Bei­spiel sol­che, die der Land- und Fort­wirt­schaft die­nen. Die Ski­hüt­te sei hier aber nicht zuläs­sig. Denn in Ski- und Wan­der­ge­bie­ten kön­ne ein Gast­stät­ten­be­trieb nur inso­weit erfor­der­lich sein, als es um die gas­tro­no­mi­sche Grund­ver­sor­gung der Ski­fah­rer und Wan­de­rer gehe. Das vor­han­de­ne gas­tro­no­mi­sche Ange­bot an Berg- und Tal­sta­ti­on sei aber objek­tiv aus­rei­chend. Die Abfahrt sei näm­lich nur drei Kilo­me­ter lang, und für die Grund­ver­sor­gung müs­se eine Ein­kehr nicht in kur­zen zeit­li­chen Abstän­den mög­lich sein. Für eine pri­vi­le­gier­te Zuläs­sig­keit genü­ge es nicht, dass der geplan­te zusätz­li­che Gast­stät­ten­be­trieb die Ski­ab­fahrt berei­che­re und das gesam­te Ski­ge­biet auf­wer­te.

Zwar kön­ne auch im Außen­be­reich ein nicht-pri­vi­le­gier­tes Vor­ha­ben aus­nahms­wei­se geneh­migt wer­den. Der geplan­ten Ski­hüt­te ste­he aller­dings ent­ge­gen, dass sie offen­kun­dig Belan­ge des Natur­schut­zes und der Land­schafts­pfle­ge beein­träch­ti­ge. Dies sei von den Klä­gern auch nicht in Fra­ge gestellt wor­den.