Ver­bot gefähr­li­cher Abbeiz­mit­tel

Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat mit gro­ßer Mehr­heit ein Ver­bot gefähr­li­cher dichlor­me­than­hal­ti­ger Abbeiz­mit­tel beschlos­sen.

Ver­bot gefähr­li­cher Abbeiz­mit­tel

In der Ver­gan­gen­heit gab es in Euro­pa bei Abbeiz­ar­bei­ten mit dichlor­me­than­hal­ti­gen Pro­duk­ten zahl­rei­che Todes­fäl­le und erns­te Unfäl­le – ins­be­son­de­re im gewerb­li­chen Bereich. Dichlor­me­than (DCM) hat eine star­ke nar­ko­ti­sche Wir­kung. Es wur­de noch zu Anfang des 20. Jahr­hun­derts als hoch­wirk­sa­mes Nar­ko­se­mit­tel in der Medi­zin ein­ge­setzt. Abbeiz­mit­tel – also Farb- und Lack­ent­fer­ner – ent­hal­ten Dichlor­me­than in hohen Kon­zen­tra­tio­nen. Schon seit län­ge­rer Zeit gibt es jedoch weit weni­ger gefähr­li­che, dabei aber eben­so gut geeig­ne­te Pro­duk­te als Alter­na­ti­ven zu DCM-Abbeiz­mit­teln. Die­se wer­den des­halb zukünf­tig für End­ver­brau­cher und gewerb­li­che Ver­wen­der wie Maler­ge­wer­be oder das Hand­werk ver­bo­ten. Ledig­lich im indus­tri­el­len Bereich kön­nen sie unter Ein­hal­tung stren­ger Arbeits­schutz­auf­la­gen auch in Zukunft wei­ter ver­wen­det wer­den.

Die noch aus­ste­hen­de abschlie­ßen­de Ver­ab­schie­dung der neu­en Rege­lung im Rat der Euro­päi­schen Uni­on soll nun­mehr kurz­fris­tig erfol­gen..