Wenn die Lege­hen­nen­an­la­ge der Gemein­de stinkt

Fehlt es im Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren des Staat­li­chen Amts für Umwelt und Natur­schutz West­meck­len­burg über eine Lege­hen­nen­an­la­ge an einer ord­nungs­ge­mä­ßen Betei­li­gung der betrof­fe­nen Gemein­de, so dringt ein Eil­an­trag der Gemein­de gegen die Erset­zung des gemeind­li­chen Ein­ver­neh­mens durch.

Wenn die Lege­hen­nen­an­la­ge der Gemein­de stinkt

In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richts Schwe­rin ent­schie­de­nen Fall wehr­te sich die Gemein­de Wit­zin, Amt Stern­ber­ger Seen­land­schaft mit einem Eil­an­trag gegen die Erset­zung ihres gemeind­li­chen Ein­ver­neh­mens und die immis­si­ons­schutz­recht­li­che Geneh­mi­gung einer Lege­hen­nen­an­la­ge. Die Anla­ge mit zwei Stäl­len und ca. 16 ha Frei­lauf­flä­chen möch­te ein Land­wirt im Orts­teil Loiz errich­ten. Gegen die Geneh­mi­gung hat die Gemein­de Wider­spruch ein­ge­legt und mit dem Eil­an­trag die auf­schie­ben­de Wir­kung bean­tragt.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Schwe­rin erfolg­te im Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren des Staat­li­chen Amts für Umwelt und Natur­schutz West­meck­len­burg kei­ne ord­nungs­ge­mä­ße Betei­li­gung der Gemein­de, die ihr Ein­ver­neh­men wegen Unvoll­stän­dig­keit der ihr zur Prü­fung über­las­se­nen Antrags­un­ter­la­gen zunächst ver­wei­ger­te. Die Gemein­de sei auch wegen öffent­li­cher Belan­ge des Natur- und Land­schafts­schut­zes auf ihrem Gebiet mit­ent­schei­dungs­be­fugt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin, Beschluss vom 16. März 2012 – 7 B 130/​12