Urteils­ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die nicht vor­ge­leg­ten Unter­la­gen aus dem fach­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren

Die Sub­si­dia­ri­tät der Ver­fas­sungs­be­schwer­de setzt vor­aus, dass der Beschwer­de­füh­rer alle vor­ge­brach­ten Ein­wän­de bereits im fach­ge­richt­li­chen Aus­gangs­ver­fah­ren gel­tend macht und das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt dies prü­fen kann 1.

Urteils­ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die nicht vor­ge­leg­ten Unter­la­gen aus dem fach­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren

Dar­an fehlt es, wenn der Beschwer­de­füh­rer für die ver­fas­sungs­recht­li­che Beur­tei­lung inso­weit unver­zicht­ba­re Unter­la­gen, nament­lich die Begrün­dung sei­ner Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof, nicht vor­legt und sie ihrem wesent­li­chen Inhalt nach auch nicht wie­der­ge­ge­ben hat 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 6. Mai 2019 – 2 BvR 1429/​16

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 10.03.2016 – 2 BvR 408/​16, Rn. 3; Beschluss vom 04.07.2016 – 2 BvR 1552/​14, Rn. 5; Beschluss vom 22.05.2017 – 2 BvR 1453/​16, Rn. 3; Beschluss vom 28.11.2018 – 2 BvR 882/​17, Rn. 11[]
  2. vgl. BVerfGE 78, 320, 327; 88, 40, 45; 93, 266, 288; BVerfGK 5, 170, 171[]