Ver­bot der Rott­wei­ler-Hal­tung

Einem Hun­de­hal­ter kann die Hal­tung von Rott­wei­lern ver­bo­ten wer­den, wenn ein von ihm gehal­te­ner Rott­wei­ler bereits mehr­fach auf­fäl­lig gewor­den ist. Mit die­ser Begrün­dung bestä­tig­te das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen jetzt die sofor­ti­ge Voll­zieh­bar­keit eines Beschei­des, mit dem die Stadt Bad Müns­ter­ei­fel die nach dem Lan­des­hun­de­ge­setz erfor­der­li­che Erlaub­nis zum Hal­ten eines Rott­wei­lers wider­ru­fen hat.

Ver­bot der Rott­wei­ler-Hal­tung

Der Rott­wei­ler des betrof­fe­nen Hun­de­hal­ters war mehr­fach auf­fäl­lig gewor­den, auf Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer los­ge­lau­fen und hat­te bereits einen Rad­fah­rer und einen Dackel gebis­sen. Bei einem Vor­fall wur­de die Hun­de­hal­te­rin von ihrem Hund zu Boden geris­sen, als die­ser sich auf einen Kin­der­wa­gen stür­zen woll­te. Nach Ansicht der Stadt bie­tet die Hun­de­hal­te­rin nicht mehr die Gewähr dafür, dass von ihrem Hund kei­ne Gefahr für Drit­te aus­geht. Die Erlaub­nis zur Hun­de­hal­tung wur­de wider­ru­fen, und der Antrag­stel­le­rin wur­de die Hal­tung ihres Rott­wei­lers unter­sagt. Das Gericht hat die­se Ein­schät­zung – im Rah­men der Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes – bestä­tigt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Beschluss vom 23. Sep­tem­ber 2010 – 6 L 295/​10