Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung mit all­ge­mei­nen Aus­füh­run­gen

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist offen­sicht­lich unzu­läs­sig, wenn die Mög­lich­keit einer Ver­let­zung von Grund­rech­ten oder grund­rechts­glei­chen Rech­ten wird nicht sub­stan­ti­iert vor­ge­tra­gen ist (§ 23 Abs. 1, § 92 BVerfGG).

Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung mit all­ge­mei­nen Aus­füh­run­gen

Dies ist etwa der Fall, wenn die Beschwer­de­schrift über­wie­gend all­ge­mei­ne Aus­füh­run­gen ent­hält, ohne sich mit den ange­grif­fe­nen Ent­schei­dun­gen im Ein­zel­nen inhalt­lich aus­ein­an­der­zu­set­zen 1.

Der pau­scha­le Ver­weis auf die Schrift­sät­ze des instanz­ge­richt­li­chen Rechts­streits im Übri­gen ist nicht aus­rei­chend. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ist nicht gehal­ten, auf­grund eines undif­fe­ren­zier­ten Hin­wei­ses auf frü­he­re Schrift­sät­ze den dor­ti­gen Vor­trag auf ver­fas­sungs­recht­lich rele­van­te Lebens­sach­ver­hal­te hin zu unter­su­chen 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 9. Juli 2018 – 1 BvR 252/​18

  1. zu die­sem Erfor­der­nis vgl. BVerfGE 130, 1, 21[]
  2. vgl. BVerfGE 80, 257, 263[]