Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine Anhö­rungs­rü­ge

Die Ent­schei­dung über die Anhö­rungs­rü­ge selbst ist ledig­lich dann taug­li­cher Gegen­stand einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de, wenn sie eine eigen­stän­di­ge ver­fas­sungs­recht­li­che Beschwer bewirkt.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine Anhö­rungs­rü­ge

Beruft sich der Beschwer­de­füh­rer dage­gen ledig­lich auf eine Per­p­etu­ie­rung vor­geb­lich bereits bewirk­ter Grund­rechts­ver­stö­ße, ist eine sol­che eigen­stän­di­ge Beschwer nicht dar­ge­tan [1].

In die­sem Fall ist die Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung anzu­neh­men.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 27. Mai 2020 – 2 BvR 2054/​19

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 01.04.2019 – 2 BvR 382/​19, Rn. 53 f.; vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 17.07.2007 – 2 BvR 496/​07, NStZ-RR 2007, S. 381[]